Bildung unterwegs 2020

Alle "Bildung unterwegs" Angebote bis einschließlich Mitte Juni 2020 sagen wir auf Grund des Corona-Virus ab.

Natur und Kultur rund um den Teutoburger Wald (22.-26.06.2020)

Natur, Kultur und Geschichte rund um den Teutoburger Wald stehen im Mittelpunkt des fünftägigen Bildungsurlaubs. Ostwestfalen-Lippe wird sowohl durch größere attraktive Städte als auch durch eine reich strukturierte, vielfältige Natur- und Kulturlandschaft geprägt. Dort befinden sich viele kleine geschichtsträchtige Orte sowie ökologisch intakte Naturräume, die dazu einladen, auf Entdeckungsreise zu gehen.

Einige Orte und Landschaften dieser Region werden wir mit dem Fahrrad erkunden. Die Routen führen über bestens ausgebaute, leicht zu bewältigende und verkehrsarme Radwege und streifen dabei viele sehenswerte Zeugnisse der Geschichte dieser Region.

Einige Programmpunkte

  • Besuch des Kreismuseums Wewelsburg
  • Deutschlands größte Heidelandschaft: die Senne
  • Bielefeld: Auf den Spuren der Textilindustrie und ihrer Geschichte / Global Goals Radweg, ein Projekt zur globalen Nachhaltigkeit des Welthaus Bielefeld
  • Ostwestfalen im Krieg: Das Stammlager 326 und die Gedenkstätte in Augustdorf
  • Wanderarbeit im 19. Jahrhundert: Das Ziegeleimuseum in Lage

Kosten 410,- Euro im Doppelzimmer (490,- Euro im Einzelzimmer, 250,- Euro ohne Unterkunft), inklusive Halbpension, Programm vor Ort

Ort Jugendgästehaus, Bielefeld

Termin 22.-26.06.2020

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Zur Dialektik der (Natur-)Wissenschaften. Lese-Urlaub zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels (29.06.-03.07.2020)

Am 28. November 2020 wäre Friedrich Engels 200 Jahre alt geworden. Dieser Bildungsurlaub widmet sich seinen Arbeiten zur Dialetik der Natur und der Naturwissenschaften, aus dem gemeinsam Ausschnitte gelesen werden. Wie verstehen Marx und Engels das Verhältnis der Menschen zur Natur? Was heißt überhaupt Dialektik? Welche Auffassung hatten Marx und Engels von der Theorie und Praxis der Naturwissenschaften ihrer Zeit? Und: Was kann ihre dialektische Theorie der Natur(wissenschaften) zum Verständnis der ökologischen Krise der Gegenwart und der Rolle der naturwissenschaftlichen Forschung in der heutigen Gesellschaft beitragen?

Die Textarbeit findet im Kerschensteiner-Kolleg, mitten im »Deutschen Museum« in München, statt. Zwei thematische Führungen zu naturwissenschaftlicher Theorie und Praxis sind Teil des Programms. Die Teilnehmenden haben während der Woche jederzeit freien Eintritt ins Museum. Alle – ob mit oder ohne philosophische und naturwissenschaftliche Vorkenntnisse – sind herzlich eingeladen. Leitung: Eva Bockenheimer, Wiebke Henning.

Alle – ob mit oder ohne philosophische und naturwissenschaftliche Vorkenntnisse – sind herzlich eingeladen.

Programmpunkte

  • Einführung in das Denken von Marx und Engels
  • Gemeinsame Lektüre von Ausschnitten aus Friedrich Engels‘ Schrift „Dialektik der Natur“
  • Eine Vortrags- und eine Experimentalführung durch das Deutsche Museum in München
  • Besuch eines Münchner Brauhauses

Kosten  600,- Euro im Doppelzimer (650,- Euro im Einzelzimmer), Studierende/ Auszubildende: DZ: 280,- Euro (EZ 310,- Euro). Zwei thematische Führungen, freier Eintritt Deutsches Museum

Ort  Deutsches Museum: Kerschensteiner Kolleg, München

Termin  29.06.-03.07.2020   

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Widerstand und Verfolgung in Frankreich zur Zeit der NS-Besatzung in der Region Drome/Dieulefit (13.-19.09.2020)

Die Region Drome und die Stadt Dieulefit im Süden Frankreichs sind bekannt für ihren Widerstand gegen jegliche staatliche Verfolgung. Angefangen von den Hugenotten im 16.Jahrhundert bis zum bemerkenswerten zivilen Widerstand gegen die Abscheulichkeiten des Vichy-Regimes und gegen den Naziterror in der Zeit der deutschen Okkupation lebt in dieser Region eine Widerstandstradition, die bis heute anhält. Das bemerkenswerteste Beispiel ist die Stadt Dieulefit, eine kleine Stadt mit rund 3.000 Einwohnerinnen, die während der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung über 1.000 Flüchtlinge und Verfolgte hat schützen, verstecken und ernähren können. Im Gespräch mit einer Zeitzeugin, durch Besichtigungen und Besuche vor Ort entsteht ein lebendiges Bild dieser ungewöhnlichen Region und ihres Widerstands.

Einige Programmpunkte

  • Ziviler Widerstand zur Zeit der Okkupation (Vortrag Bernard Delpal) 
  • Begegnung mit der Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir 
  • Hermann Nuding/Ella Rumpf: Zwei Deutsche in der Resistance
  • Flüchtlingshilfe gestern und heute: Die Flüchtlingsorganisation Cimade aus Valence 
  • Der protestantische Widerstand: Besuch des Hugenottenmuseums in Poet-Laval 

Kosten 680,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 780,- Euro), inklusive Vollpension, Programm und Fahrten vor Ort 

Ort  L'Auberge de l'Escargot d'Or, Dieulefit

Termin   13.-19. September 2020

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Rügen/Prora: Nationalsozialistische Vergangenheit und Tourismus heute (28.09.-02.10.2020)

Die NS-Gemeinschaft »Kraft durch Freude“ (KdF) ließ ab 1936 in Prora auf der Ostseeinsel Rügen das sogenannte „KdF-Seebad« Prora erbauen. Dazu kam es allerdings nie: Bei Kriegsbeginn wurde der Bau der Anlage eingestellt. Während des Krieges wurde diese dann zur Ausbildung eines Polizeibataillons genutzt, zu Kriegsende als Lazarett. Die dazu nötigen Ausbauarbeiten wurden von Zwangsarbeitern ausgeführt.
Auf dem Gelände des »KdF Seebad« besteht die Möglichkeit, gemeinsam Eindrücke von den Gebäudekomplexen im Baustil des Nationalsozialismus zu sammeln. Themen werden auch die Zwangsarbeit, die heutige Entwicklung des Tourismus und der Gentrifizierung auf Rügen und in Prora sein.

Einige Programmpunkte

  • Besuch der Ausstellung »MACHTUrlaub«, Workshop im Dokumentationszentrum Prora.
  • Erkundung der Gebäudekomplexe
  • Erkundungen mit dem Rad Prora - Binz
  • Gespräche vor Ort mit Expert*innen zur Zwangsarbeit, zur Nutzung in der DDR und zum Tourismus heute

Kosten  440,- Euro imDoppelzimmer, (640,- Euro im Einzelzimmer, Mehrbett 280,- Euro, Zeltplatz 200,- Euro), enthält Übernachtung mit Halbpension, Eintritte und Führungen.

Ort  Jugendherberge Prora mit Jugendzeltplatz

Termin  28.09.-02.10.2020        

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Amsterdam: Paradies ohne Palmen (02.-06.11.2020)

Schon im Frühkapitalismus war Amsterdam eine Stadt, in der die Geldaristokratie das Sagen hatte. Zahllose Bauten und Stadtpaläste bezeugen Reichtum und Macht der reichen Kaufleute.

Heute sind es zahllose Briefkastenfirmen und die Finanzzentralen großer Konzerne, die Amsterdam als Standort zur Steuervermeidung und Gewinnverlagerung nutzen. Laut der niederländischen Zeitung "De Correspondent" flossen Gewinne in Höhe von fast 500 Milliarden Euro in den letzten Jahren in die Niederlande und nach Amsterdam. Viele ihrer Aktivitäten sind völlig legal, weil es der nationale und europäische Rechtsrahmen ermöglichen.

Dieser Bildungsurlaub besteht aus Rundgängen, Vorträgen und Exkursionen. Wir besichtigen die Patrizierhäuser des 16. Jahrhunderts und befassen uns mit der Kolonialgeschichte der Stadt am Beispiel von Multatuli. Kritisch diskutiert wird Rolle und Bedeutung der Finanzindustrie im Kontext der Geschichte und Gegenwart Amsterdams und der Europäischen Union.

Einige Programmpunkte

  • Amsterdam im 16. Jahrhundert, Metropole einer Weltmacht (Stadtbesichtigung)
  • Beispiel Jan Six: Der Aufstieg einer Patrizierfamilie
  • Das niederländische Kolonialreich: Das Multatulimuseum
  • Wie Steuervermeidung und Steuerparadiese funktionieren
  • Stadtrundgang: Amstedam-Zuidost, die Heimat der Firmenzentralen und Konzerne

Kosten  580,- Euro im Doppelzimmer (670,- Euro im Einzelzimmer), enthält Übernachtung mit Frühstück, Fahrten vor Ort, Eintritte und Führungen.

Ort  a&o Hostel, Amsterdam Zuidoost

Termin  02.- 06. November 2020

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Bitte beachte(n) (Sie) unsere Geschäftsbedingungen. Darin gibt es auch eine Regelung für den Fall eines Rücktritts vor Fahrtbeginn (hier als pdf).