Bildung unterwegs 2019

 Das "Bildung unterwegs" Programm für 2019 als pdf. Bei Aktualisierungen gelten die Angaben auf der Website.

Weimar: 100 Jahre Bauhaus (24.-28.06.2019 oder 11.-15.11.2019)

Das »Staatliche Bauhaus« in Weimar war vom Gründer Walter Gropius als eine Arbeitsgemeinschaft gedacht, in der die Unterscheidung zwischen Kunst und Handwerk aufgehoben werden sollte. Durch ihr Schaffen wollten die Mitarbeitenden des Bauhauses gesellschaftliche Unterschiede beseitigen. Als Konzept erlangte das Bauhaus internationale Bedeutung und beeinflusste Architektur, Gestaltung und Kunst weltweit. Als erste Wirkungsstätte des Bauhauses ist Weimar ein zentraler Ort des Jubiläums 2019.

Im Rahmen von Exkursionen und Stadtführungen erkunden wir die künstlerische und politische Bedeutung dieses Konzepts. Beleuchtet wird das Verhältnis des Bauhauses zum nationalsozialistischen Deutschland (Besuch des KZ Buchenwald) und zur stalinistischen  Sowjetunion. Die Autorin und Architektin Ursula Muscheler stellt anhand ihres Buches »Das rote Bauhaus« (Berenberg Verlag Berlin 2016) den Weg deutscher Architekten ins sowjetische Exil vor und erzählt deren Geschichte von Engagement, Hoffnungen und Scheitern.

Einige Programmpunkte

  • Stadtführung mit Schwerpunkt Bauhaus-Stätten in Weimar
  • Besichtigung des Bauhausmuseums
  • Besichtigung KZ Buchenwald
  • »Das rote Bauhaus: eine Geschichte von Hoffnung und Scheitern« (Ursula Muscheler)
  • Bauhaus Dessau Roßlau (Fahrt/Exkursion mit dem Bus)

Kosten 510,- Euro im Doppelzimmer (570,- Euro im Einzelzimmer) inklusive Halbpension, Eintritte und Transporte vor Ort

Ort  Bildungsstätte im Wielandgut, Oßmannstedt

Auch der zweite Termin 11.-15. November 2019 ist ausgebucht, es sind leider keine Anmeldungen mehr möglich.

 

Widerstand und Verfolgung in Frankreich zur Zeit der NS-Besatzung in der Region Drome/Dieulefit (14.-21.09.2019)

Die Region Drome und die Stadt Dieulefit im Süden Frankreichs sind bekannt für ihren Widerstand gegen jegliche staatliche Verfolgung. Angefangen von den Hugenotten im 16.Jahrhundert  bis zum bemerkenswerten zivilen Widerstand gegen die Verbrechen des Vichy-Regimes und gegen den Naziterror in der Zeit der deutschen Okkupation lebt in dieser Region eine Widerstandstradition, die bis heute anhält.
Das bemerkenswerteste Beispiel ist die Stadt Dieulefit, eine kleine Stadt mit rund 3.000 Einwohnerinnen, die während der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung über 1.000 Flüchtlinge und Verfolgte hat schützen, verstecken und ernähren können. Im Gespräch mit einer Zeitzeugin, durch Besichtigungen und Besuche vor Ort entsteht ein lebendiges Bild dieser ungewöhnlichen Region und ihres Widerstands.

Einige Programmpunkte

  • Ziviler Widerstand zur Zeit der Okkupation
  • Begegnung mit einer Widerstandskämpferin
  • Exkursion zur Cimade in Valence. Die Cimade ist die älteste und umfangreichste Flüchtlingshilfsorganisation in Frankreich. Flüchtlingshilfe gestern und heute
  • Begegnung mit Vertretern der linken Bewegung »France Insoumise«

Kosten  580,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 650,- Euro), inklusive Vollpension, Programm und Fahrten vor Ort 

Ort  Tagungshaus le Mas du Sillot, Grillon

Termin   14.-21. September 2019

Die Fahrt 2019 ist ausgebucht. Wahrscheinlich bieten wir den Bildungsurlaub 2020 erneut an. Kontakt und Informationen gerne über infoaul-herfordde

Thessaloniki: Erinnerungen an die deutsche Besatzung Griechenlands (30.09.-04.10.2019)

Über 300.000 Menschen fielen in Griechenland dem Besatzungsregime der Nationalsozialisten zum Opfer, neun von zehn Jüdinnen und Juden wurden in Vernichtungslager deportiert. Erst nach dem Ende der Militärdiktatur zu Beginn der 1970er Jahre begann eine öffentliche Auseinandersetzung mit der Zeit der deutschen Besatzung. Aspekte der Geschichte, die mit einer griechischen Identität in Konflikt treten können, wie beispielsweise Fragen der Kollaboration mit den Nazis und die Deportation der griechischen Jüdinnen und Juden, sind dabei bis heute umstritten.

In Thessaloniki mit seiner jahrhundertelangen jüdischen Geschichte können die Konflikte in der griechischen Erinnerungskultur im städtischen Raum erfahren  werden. Seit dem 100. Geburtstag der Stadt unter griechischer Herrschaft 2012 erhielt die Auseinandersetzung mit der Geschichte der deutschen Okkupation und des Holocaust mehr Aufmerksamkeit. 

Einige Programmpunkte

  • Stadtrundgang zur jüdischen Geschichte und zum Holocaust mit der Historikerin Rena Molho
  • Besuch der Kleinstadt Chortiatis und des Mahnmals zur Erinnerung an das Massaker der Wehrmacht an der Zivilbevölkerung des Dorfes
  • Treffen mit der erinnerungspolitischen Initiative vor Ort

Kosten 570,- Euro im Doppelzimmer (630,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Halbpension, alle Führungen, Eintritte, Transporte vor Ort

Ort  Parkhotel, Thessaloniki

Termin 30.9.-04.10.2019

Die Bildungsfahrt ist ausgebucht, Anmeldungen sind leider nicht mehr möglich.

Aquitanien: Eine Region des freien Denkens und der Humanität (06.-12.10.2019)

Bordeaux ist die Hauptstadt der Region Aquitanien im Südwesten Frankreichs. Aufgrund ihrer Nähe zum Meer und zur spanischen Grenze war die Stadt ein Fluchtpunkt für politisch und »rassisch« Verfolgte, die sich in Vichy-Frankreich vor den Nationalsozialisten und den französischen Kollaborateur*innen zu retten versuchten.
Im Mittelpunkt des Programms stehen die Geschichte einiger Menschen, deren Wirken beispielhaft ist für Humanität und Menschlichkeit stehen. Dazu zählen der portugiesische Generalkonsul Aristides de Sousa Mendes, der circa 30.000 Menschen verschiedener Nationalitäten vor den Nazis, darunter 10.000 Juden rettete und in Israel als Gerechter unter den Völkern geehrt wird. Dazu zählt auch der Schriftsteller Heinrich Mann, Autor des Romans »Der Untertan«, der zu Kriegsbeginn nach Bordeaux flüchtet, um in die USA zu emigrieren.

Das ausführliche Programm zum Download als pdf

Einige Programmpunkte

  • Stadtführung Bordeaux, Denkmal und Erinnerungstafel A. de Sousa am Haus des Quai Louis XVIII
  • Besuch des Château de Montaigne
  • Stadtführung mit Château de Pau von Henri IV, Lesung aus Heinrich Manns »Henri IV«
  • Die Gedenkstätte des Lagers Gurs, Ort der Inhaftierung und Deportation vieler Juden (Hannah Arendt) und deutscher Nazi-Gegner

Kosten 730,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer mit Zuschlag), inklusive Frühstück, Fahrten und Eintritte vor Ort. 

Ort  Hotels in Bordeaux und Pau

Der Termin 6.-12. Oktober 2019 ist ausgebucht, Anmeldungen sind leider nicht mehr möglich.

 

 

 

Bitte beachte(n) (Sie) unsere Geschäftsbedingungen. Darin gibt es auch eine Regelung für den Fall eines Rücktritts vor Fahrtbeginn (hier als pdf).