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Bildung unterwegs 2026

Das Programm für 2027 veröffentlichen wir voraussichtlich Anfang Oktober 2026.

Unsere Bildungsurlaube sind außergewöhnlich. Unser Verständnis

Unsere Bildungsurlaube liegen jenseits des Mainstreams. Mit Herzblut suchen wir schöne Orte und spannende Themen aus. Dies bedeutet aber auch, dass niemand den Komfort einer Pauschalreise erwarten kann. Unsere Bildungsurlaube sind immer ein kleines Abenteuer und leben von der aktiven Beteiligung der Teilnehmer*innen. Die ganze Information zu unseren Bildungsurlauben als pdf


Bitte beachte(n) (Sie) unsere Geschäftsbedingungen. Darin gibt es auch eine Regelung für den Fall eines Rücktritts vor Fahrtbeginn (hier als pdf).


Unser Bildung unterwegs-Programm für 2026 als pdf

Die Region Drôme und die Stadt Dieulefit im Süden Frankreichs sind bekannt für ihren Widerstand gegen jegliche staatliche Verfolgung. Angefangen von den Hugenotten im 16.Jahrhundert bis zum bemerkenswerten zivilen Widerstand gegen die Verbrechen des Vichy-Regimes und gegen den Naziterror in der Zeit der deutschen Okkupation lebt in dieser Region eine Widerstandstradition, die bis heute anhält. Das bemerkenswerteste Beispiel ist die Stadt Dieulefit, eine kleine Stadt mit rund 3.000 Einwohner*innen, die während der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung über 1.000 Flüchtlinge und Verfolgte hat schützen, verstecken und ernähren können. Im Gespräch mit Historiker*innen, durch Besichtigungen und Besuche vor Ort entsteht ein lebendiges Bild dieser ungewöhnlichen Region und ihres Widerstands.

Einige Programmpunkte

  • Ziviler Widerstand zur Zeit der Okkupation
  • Hermann Nuding/Ella Rumpf: Zwei Deutsche in der Resistance
  • Beauvallon: Eine Reform-Schule wird zum Sicheren Ort im Exil
  • Der protestantische Widerstand: Geschichte der Hugenotten in Poet-Laval
  • Dieulefit und die Region Drôme heute - soziale, kulturelle Aspekte und die Integration von Migrant*innen.

Kosten 790,-Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 890,- Euro), inklusive Halbpension, Programm vor Ort 

Ort  L'Auberge de l'Escargot d'Or, Dieulefit (einfaches Hotel)

Termin   13.-19. September 2026

Das Seminar ist ausgebucht. 

Bordeaux ist die Hauptstadt der Region Aquitanien im Südwesten Frankreichs. Aufgrund ihrer Nähe zum Meer und zur spanischen Grenze war die Stadt währen der nationalsozialistischen Besatzung ein Fluchtpunkt für politisch und "rassisch“ Verfolgte, die sich in Vichy-Frankreich vor den Nationalsozialisten und den französischen Kollaborateuren zu retten versuchten.

An historischen Orten und Dokumentationsorten gehen wir dem Schicksal der Stadt und der Region zur Zeit der deutschen Besatzung nach. Im Mittelpunkt des Programms stehen dabei Schicksal und Aktivität einiger Menschen, deren Wirken in dieser Stadt beispielgebend für Humanität und Menschlichkeit stehen. Dazu zählen der portugiesische Generalkonsul Aristides de Sousa Mendes, der circa 30.000 Menschen verschiedener Nationalitäten vor den Nazis, darunter 10.000 Juden rettete und in Israel als “Gerechter unter den Völkern” geehrt wird. Im städtischen Raum, aber auch an der Atlantikküste des Medoc finden sich noch zahlreiche Spuren der Deutschen Besatzung – Beispiele für Erinnerungskultur aber auch der kulturellen Umnutzung finden sich in den Befestigungsanlagen in Soulac-sur-mer und in den Bassin des Lumiere, einem ehemaligen U-Boot Hafen in Bordeaux.

Die Region des Medoc ist berühmt für Weinanbau und Austernzucht- wie sich unter den Bedingungen des Klimawandels diese Küstenregion verändert, ist ebenso so Thema des Bildungsurlaubs wie die aktuellen deutsch-französischen Beziehungen und politischen Entwicklungen in Frankreich.

 Programmpunkte

  • Stadtrundgang Bordeaux
  • Widerstand in der Besatzungszeit – Geschichte des deutschen Offiziers Heinz Stahlschmidt der Bordeaux nicht in die Luft gesprengt hat
  • Les Bassins des Lumières -  Kulturelle Umnutzung einer U-Boot Basis
  • Soulac-sur-mer, Bunkeranlage an der Atlantikküste
  • Regionale Politik in Bordeaux:Stadtentwicklung, Wirtschaft, Migration, Klimagerechte Stadt, Fahrradverkehr- Gespräch und Diskussion mit Gemeinderät*innen im Bordelaiser Rathaus

Ort Hotel Saint Louis Beaulieu, Bordeaux

Kosten 890,- Euro (EZ 1050,- Euro) alle Programmkosten vor Ort, Unterkunft /Frühstück.

Termin 04.-10. Oktober 2026

Das Seminar ist ausgebucht. Sie können sich noch auf der Warteliste eintragen.

Warteliste

Ab 1933 verfolgten die Nationalsozialisten jüdische und zahlreiche andere Menschen. Viele flohen. Mit dem Beginn des Krieges wurde die Lage der Flüchtlinge in westlichen Ländern Europas immer prekärer. Die deutschen Besatzer kontrollierten die Häfen am Atlantik und am Mittelmeer. Eine Flucht auf andere Kontinente war nur noch über Marseille und Lissabon möglich. Die portugiesische Regierung verweigerte die benötigten Visa. Der portugiesische Konsul in Bordeaux, Aristides Sousa Mendes, setzte sich jedoch über dieses Verbot hinweg und unterschrieb zahlreiche Einreisegenehmigungen.

In Lissabon steht die Geschichte dieses außergewöhnlichen Konsuls im Mittelpunkt des Programms – wie die portugiesische Geschichte in der Zeit der       Diktatur insgesamt. Der Blick richtet sich auch in die Gegenwart. Zu der gehört, dass Lissabon boomt und viele Bewohner*innen aus der Stadt getrieben werden, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können.

Einige Programmpunkte:

  • Das Leben der Flüchtlinge in Lissabon, Estoril und Ericeira während der NS-Zeit
  • Besuch des Museu do Aljube – Geschichte der Salazar-Diktatur und des Widerstands
  • Lissabon, die gentrifizierte Stadt
  • Auf den Spuren der Nelkenrevolution     

Kosten  950,- Euro im Doppelzimmer (1150,-Euro im Einzelzimmer) Unterkunft und Verpflegung (Halbpension), Eintritte, Führungen,
Transportkosten vor Ort

Ort  Lisbon City Hotel, Lissabon

Termin  04.-10.Oktober 2026

Das Seminar ist ausgebucht. Sie können sich noch auf der Warteliste eintragen.

Warteliste

 

Lyon war währеnd des Zweiten Weltkriegs das Zentrum des Widerstands gegen die Besetzung Frankreichs durch die Nationalsozialisten. Fluchthilfe-Organisationen arbeiteten von Lyon aus und eine breite Streikbewegung gegen die Zwangsarbeit hatte dort ihren Ausgangspunkt. Zahlreiche Menschen konnten in Lyon und Umgebung im Untergrund versteckt und zum Teil auch gerettet werden – gleichzeitig konzentrierten sich die Repressionsmassnahmen der Besatzungsmacht in dieser Region. Beispielhaft für die brutale Verfolgung der Juden ist der Mord an den Kindern und ihren Betreuerinnen im Waisenhaus von Izieu.

Welche aktuelle Bedeutung Lyon als kulturelles, wirtschaftliches und vor allem gastronomisches Zentrum im Süden Frankreichs hat, erfahren die Seminarteilnehmer*innen durch Museumsbesuche und Stadtrundgänge.

Einige Programmpunkte

  • Die Résistance in Lyon während der Besatzung
  • Das Museum Centre d'Histoire de la Résistance et de la Déportation
  • Besichtigung »Memorial National »Prison de Montluc«
  • »Maison d’Izieu«, Gedenkstätte für die ermordeten jüdischen Kinder
  • Gespräch mit La CIMADE über die aktuelle Situation der Flüchtlinge in Frankreich

Termin 04.-10. Oktober 2026

Ort Ethic Etapes – CISL, Lyon (einfache Unterkunft)

Kosten 780,- Euro im Doppelzimmer (880,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Halbpension, Programm vor Ort

Das Seminar ist ausgebucht. Sie können sich noch auf der Warteliste eintragen.

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