Bildung unterwegs 2026 / 27
Unsere Bildungsurlaube sind außergewöhnlich. Unser Verständnis
Unsere Bildungsurlaube liegen jenseits des Mainstreams. Mit Herzblut suchen wir schöne Orte und spannende Themen aus. Dies bedeutet aber auch, dass niemand den Komfort einer Pauschalreise erwarten kann. Unsere Bildungsurlaube sind immer ein kleines Abenteuer und leben von der aktiven Beteiligung der Teilnehmer*innen. Die ganze Information zu unseren Bildungsurlauben als pdf
Bitte beachte(n) (Sie) unsere Geschäftsbedingungen. Darin gibt es auch eine Regelung für den Fall eines Rücktritts vor Fahrtbeginn (hier als pdf).
Vorankündigung: In Kooperation mit der Deutsch italienischen Gesellschaft Bielefeld (DIG) bieten wir im Zeitraum vom 4.-11.9.2027 ein Seminar in Prato/Toskana an. Die zwei Schwerpunkte der Reise sind Erinnerungskultur und die Textilstadt Prato mit einem hohen Anteil an chinesischer Billigproduktion. Weitere Informationen: info@aul-herford.de

Marseille war jahrhundertelang ein Hafen für Menschen aus allen Ländern, die Zuflucht suchten, eine neue Heimat finden wollten oder auf der Durchreise waren. Besondere Bedeutung erlangte Marseille in den Jahren der nationalsozialistischen Besatzung, als zahlreiche Exilant*innen aus Deutschland, Österreich und anderen besetzten Staaten versuchten, von Marseille aus in die Freiheit zu gelangen.
Eine wichtige Rolle für die Rettung Geflüchteter spielt Varian Fry, der im Auftrag amerikanischer Hilfsorganisationen zahlreichen Menschen die Flucht über das Meer oder die Grenze nach Spanien ermöglichte. In diesem Bildungsurlaub werden auf den Spuren Anna Seghers und Varian Frys historische Aspekte von Flucht und Emigration erkundet, Thema ist aber auch die aktuelle politische und soziale Situation der Migrant*innen.
Einige Programmpunkte
- Exilstadt Marseille – auf den Spuren von Anna Seghers und Varian Fry
- "Parcours des Exilés" das Leben Exilanten in Sanary sur Mer
- Besuch der Gedenkstätte im ehemaligen Lager »Les Milles«, einer Ziegelei, die zwischen 1939 und 1941 als Internierungs-, und Deportationslager genutzt wurde
- Das Collectif St. Jean- Erinnerung an die Zerstörung des Hafenviertels durch die Nationalsozialisten
- Rundgang durch die Altstadt Marseilles – zwischen Einwandererkultur und moderner Architektur
Kosten 890,- Euro im Doppelzimmer (1080,- Euro im Einzelzimmer) inklusive Halbpension, alle Stadtführungen, Übersetzungen und Transporte vor Ort
Ort Residhotel Grand Prado, Marseille
Termin 14.03.-20.03.2027

In Zeiten steigender Anforderungen sowohl im Arbeitsleben als auch im alltäglichen Leben und sozialen Kontexten wollen wir uns in diesem Bildungsurlaub auf der Insel Spiekeroog die Zeit nehmen, einen Blick hinter die eigenen Kulissen zu werfen. Was sind Antreiber in beiden Welten, wo ziehe ich Kraft und Motivation und welche Stressfaktoren gibt es – auch ganz persönlich für mich. Wie ist es um meine eigene Resilienz und mein eigenes Zeitmanagement bestellt? Welche Kompetenzen habe ich schon und welche fehlen mir noch oder wenn mir in meinem privaten oder beruflichen Alltag Menschen in Stresssituationen begegnen? Wir werden uns sowohl mit Arbeitsabläufen, Strukturen und Planungen beschäftigen wie mit eigenen Handlungsmöglichkeiten. Phasen der Reflexion und Entspannung runden das Seminar ab.
Einige Programmpunkte
- Wo bestimme ich selbst über meine Zeit
- Selbstverantwortung – Selbstfürsorge bezogen auf die berufliche Situation
- Selbstorganisation und Steuerung – Prioritäten festlegen und Entscheidungen treffen
- Stressbewältigung: Vorstellung und Einübung verschiedener Methoden zur Stressbewältigung
Kosten 690,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 770,- Euro), inklusive Halbpension, Programm vor Ort.
Ort Haus Barmen, Spiekeroog
Termin 11.-16.04.2027

Marseille war jahrhundertelang ein Hafen für Menschen aus allen Ländern, die Zuflucht suchten, eine neue Heimat finden wollten oder auf der Durchreise waren. Besondere Bedeutung erlangte Marseille in den Jahren der nationalsozialistischen Besatzung, als zahlreiche Exilant*innen aus Deutschland, Österreich und anderen besetzten Staaten versuchten, von Marseille aus in die Freiheit zu gelangen.
Eine wichtige Rolle für die Rettung Geflüchteter spielt Varian Fry, der im Auftrag amerikanischer Hilfsorganisationen zahlreichen Menschen die Flucht über das Meer oder die Grenze nach Spanien ermöglichte. In diesem Bildungsurlaub werden auf den Spuren Anna Seghers und Varian Frys historische Aspekte von Flucht und Emigration erkundet, Thema ist aber auch die aktuelle politische und soziale Situation der Migrant*innen.
Einige Programmpunkte
- Exilstadt Marseille – auf den Spuren von Anna Seghers und Varian Fry
- "Parcours des Exilés" das Leben Exilanten in Sanary sur Mer
- Besuch der Gedenkstätte im ehemaligen Lager »Les Milles«, einer Ziegelei, die zwischen 1939 und 1941 als Internierungs-, und Deportationslager genutzt wurde
- Das Collectif St. Jean- Erinnerung an die Zerstörung des Hafenviertels durch die Nationalsozialisten
- Rundgang durch die Altstadt Marseilles – zwischen Einwandererkultur und moderner Architektur
Kosten 890,- Euro im Doppelzimmer (1080,- Euro im Einzelzimmer) inklusive Halbpension, alle Stadtführungen, Übersetzungen und Transporte vor Ort
Ort Residhotel Grand Prado, Marseille
Termin 11.-17. April 2027
Das Seminar ist ausgebucht. Sie können sich noch auf der Warteliste eintragen.

Als traditionsreiche Hafenstadt an der Altantikküste, aber auch als Hauptstadt der Hugenottenbewegung im 18. Jahrhundert hatte La Rochelle immer schon eine besondere Rolle in Frankreich - weltoffen, widerständig und dem Meer zugewandt. Im Zweiten Weltkrieg erlangte La Rochelle besondere Bedeutung für die deutsche Besatzung. Mit dem deutschen Vormarsch und der Errichtung der Festungsanlagen entwickelte sich La Rochelle zu einem Zentrum militärischer und ziviler Kontrolle. Ein andauernder Belagerungszustand prägte das Leben der Bevölkerung und führte zu einer intensiven Konfrontation zwischen den Besatzern und der französischen Résistance. Im Herbst 1944, als alliierte Truppen große Teile Frankreichs bereits befreit hatten, blieb La Rochelle – wie auch andere Städte an der Atlantikküste – bis Kriegsende von deutschen Einheiten besetzt. Erst am 8. Mai wurde La Rochelle durch französische Truppen befreit, La Rochelle war damit die letzte befreite Präfektur Frankreichs. Die Bewältigung und Erinnerung dieser Zeit ist für Frankreich bis heute ein vielschichtiges Thema.
Erinnerungskultur zu den Themen Besatzung und Widerstand, die Rolle des Hafens für die Identität der Stadt und aktuelle wirtschaftliche und touristische Entwicklungen sind die zentralen Inhalte in diesem Bildungsurlaub.
Einige Programmpunkte
- La Rochelle: Geschichte des Hafens und der Handelsbeziehungen
- Hugenotten in La Rochelle und ihr Bedeutung für die Tradition des Widerstands
- La Rochelle unter deutscher Besatzung
- Militärische Bedeutung La Rochelles : Die Bunkeranlage
- Zwischen Erinnerungskultur und Tourismus
Kosten 970,- Euro (EZ 1170,- Euro), Unterkunft und Verpflegung (Halbpension), inklusive allen Eintritten und Führungen
Ort Ibis Styles, La Rochelle
Termin 02.05.-08.05.2027
Das Seminar ist ausgebucht. Sie können sich noch auf die Warteliste eintragen.

In diesem Bildungsurlaub soll es darum gehen, am Beispiel der Stadt Graz zunächst einen Blick in die politische Geschichte Österreichs im 20. Jahrhundert zu richten. Welche Auswirkungen hatte der spezielle Austrofaschismus, der „Anschluß“ an das nationalsozialistische Deutschland für die österreichische Gesellschaft insbesondere im Hinblick auf Verfolgung der und Ermordung von Juden und Jüd*innen und Menschen im Widerstand? Welche Rolle spielte insbesondere der kommunistische Widerstand – und welche Rolle hatte die KPÖ in der Nachkriegszeit in Österreich? In diesem Zusammenhange wird auch die Geschichte der Partisan*innen in der Grenzregion Österreich-Slowenien ein Thema des Bildungsurlaubs sein.
Heute erzielt die KPÖ in den Städten Graz und Salzburg Aufsehen erregende kommunalpolitische Erfolge. Wie sich diese linke Kommunalpolitik entwickelt hat – und welche Faktoren relevant sein können für eine antifaschistisch gegründete sozial gerechte Politik vor Ort werden wir in diesem Bildungsurlaub mit kommunalpolitischen Vertreter*innen in Graz diskutieren.
Einige Programmpunkte
- „Graz von unten” zur Geschichte der sozialen Bewegungen in der Stadt
- Besuch der Gedenkstätte “Lager Liebenau”
- Gespräche mit Vertreter*innen der KPÖ in Graz
- Die Siedlung Grünanger – gelungene kommunale Wohnungsbaupolitik
- Maribor (Slowenien) Geschichte der Partisan*innen in der Grenzregion
Kosten 880,- Euro im Doppelzimmer (990,- Euro im Einzelzimmer), enthält Übernachtung mit Halbpension, Eintritte und Transport vor Ort.
Ort Hotel Drei Raben, Graz
Termin 09.-15. Mai 2027
Dieser Bildungsurlaub findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW statt.

Mehr als 80 Jahre nach der Okkupation Litauens durch Wehrmacht und SS baut die Bundeswehr dort nun einen dauerhafte NATO Stützpunkt auf. Das Bildungsurlaubsseminar in Vilnius und Kaunas nimmt dies zum Anlass, des Holocausts zu gedenken und nach der Erinnerungsarbeit an die deutsche und sowjetische Okkupation in Litauen zu fragen. Diese ist nicht konfliktfrei und bräuchte auf bundesdeutscher wie litauischer Seite mehr Engagement.
In Begegnung mit Einzelpersonen und Gruppen, die sich ihrerseits für eine aktive Gedenkkultur und Menschenrechte einsetzen, erfahren die Teilnehmer*innen eine differenzierte Sicht auf die litauische Erinnerungskultur.
Einige Programmpunkte
- Stadtrundgang Vilnius
- Besuch des Holocaust Museum (Green-House) und Okkupationsmuseums in Vilnius
- Jüdische Geschichte in Vilnius
- Das Fort IX in Kaunas als Erinnerungsort
Kosten 850,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 985,- Euro), Halbpension, inklusive aller Programme und Fahrten vor Ort
Ort Domus Maria, Vilnius und Ibis Styles, Kaunas
Termin 30. Mai - 5. Juni 2027

Die Cevennen waren während des Zweiten Weltkriegs ein Ort der Zuflucht für viele Verfolgte des Nazi-Regimes, Jüdinnen und Juden, Antifaschist*innen aus Deutschland und auch aus Spanien, darunter viele, die in den internationalen Brigaden gekämpft hatten.
Dass es so oft erfolgreich gelang, die Exilant*innen vor dem Zugriff der Vichy-Polizei und der Nazis zu schützen, lag an der breiten Unterstützung aus der Bevölkerung und einer Landschaft, die geprägt ist von vereinzelt gelegenen Gehöften. Das konnte sich die Résistance zunutze machen. An historischen Orten und in Gesprächen mit lokalen Initiativen, die sich mit der französischen Geschichte zur Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen, wird das Schicksal der Einwohner*innen, Exilant*innen und Widerstandskämpfer*innen in der Region thematisiert.
Einige Programmpunkte:
- Die Cevennen – Geschichte einer Region der Zuflucht 1940-44. Vorträge und Besuch einiger Orte
- Résistance in den Cevennen mit einer Wanderung auf den Wegen der Widerstandskämpfer
- Besuch im Musée du Désert (Zeit der Hugenottenverfolgung) und im Maison rouge (Leben und Alltag in den Cevennen)
Kosten 960,- Euro im Doppelzimmer (1160,- Euro im Einzelzimmer), Halbpension, Eintritte und Führungen.
Ort Chateau de Cabrières, St. Jean du Gard
Termin 30. Mai - 05. Juni 2027
Das Seminar ist ausgebucht. Sie können sich noch auf die Warteliste eintragen.

Natur, Kultur und Geschichte rund um den Teutoburger Wald stehen im Mittelpunkt des fünftägigen Bildungsurlaubs. Ostwestfalen-Lippe wird sowohl durch größere attraktive Städte als auch durch eine reich strukturierte, vielfältige Natur- und Kulturlandschaft geprägt. Dort befinden sich viele kleine geschichtsträchtige Orte sowie ökologisch intakte Naturräume, die dazu einladen, auf Entdeckungsreise zu gehen.
Einige Orte und Landschaften dieser Region werden mit dem Fahrrad erkundet. Die Routen führen über bestens ausgebaute, leicht zu bewältigende und verkehrsarme Radwege und streifen dabei viele sehenswerte Zeugnisse der Geschichte dieser Region.
Einige Programmpunkte
- Bielefeld: auf den Spuren der Textilindustrie und Fahrradindustrie und ihrer Geschichte
- Radsport in Bielefeld: Die Geschichte der Radrennbahn
- Wanderarbeit im 19. Jahrhundert: das Ziegeleimuseum in Lage
- Global Goals Radweg, ein Projekt zur globalen Nachhaltigkeit des Welthaus Bielefeld
- Besuch des ehemaligen Stalag 326 – aktueller Stand der Konzeption einer nationalen Gedenkstätte
Kosten 560,- Euro im Doppelzimmer (660,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Halbpension, Programm vor Ort
Ort Jugendgästehaus, Bielefeld
Termin 31. Mai - 04. Juni 2027

Die Stadt Grenoble und die Region Isère insbesondere mit dem Bergmassiv „Vercors“ waren bedeutsame Orte für den französischen Widerstand gegen die dt. Besatzung im 2. Weltkrieg. Im Mittelpunkt des Seminars steht die Geschichte des "Maquis du Vercors". Das Gebiet galt im Zweiten Weltkrieg als eine riesige natürliche Festung. Nach der Invasion in der Normandie am 6.Juni gingen nach einem Aufruf von "Radio Londres" mehr als 4000 Résistants ins Gebirge. Um diesen Widerstand zu zerstören, setzte die Wehrmacht mehr als 10 000 Soldaten ein - es war der größte Einsatz in Westeuropa im Zweiten Weltkrieg gegen eine Widerstandsbewegung.
Ein besonderer Ort in der Region ist Voiron- hier wurden im Rahmen einer Razzia 18 jüdische Jugendliche und Kinder gefangen genommen und nach Auschwitz deportiert um dort umgebracht zu werden. Die Erinnerung an diese „vergessene Razzia von La Martellière“ ist allerdings erst seit 1996 Thema der Erinnerungsarbeit vor Ort. Seit 1997 gibt es einen Gedenkort.
Grenoble und seine Umgebung sind geprägt von Gebirge. Thema im Seminar ist also auch, welche Rolle die Struktur der Landschaft sowohl im historischen Kontext für den Widerstand gespielt hat als auch welche Bedeutung sie heute für die ökonomische Entwicklung der Region unter anderem durch Tourismus ein nimmt.Aktuelle Fragen, die, sich nach der französischen Präsidentenwahl im April 2027 für die deutsche französischen Beziehungen stellen werden im Gespräch mit einem Dozenten der Uni Grenoble diskutiert.
Einige Programmpunkte
- Stadtrundgang Grenoble
- Geschichte des Widerstands gegen die deutsche Besatzung in der Region Isère
- Der Vercors: Zentrum des Maquis
- Die „vergessene Razzia“ von Voiron
- Frankreich nach der Präsidentschaftswahl 2027
Kosten 960,- Euro im Doppelzimmer (1080,- Euro im Einzelzimmer), enthält Übernachtung mit Halbpension, Eintritte und Führungen.
Ort Campanile, Grenoble
Termin 13. - 19. Juni 2027

Wie sieht eigentlich das politische System der Niederlande aus? Wie setzen sich die parlamentarischen Institutionen in Den Haag zusammen? Welche Rolle spielen die Niederlande in der EU? Wie geht das Nachbarland mit seiner kolonialen Geschichte um? Während eines Exkursionstags in Rotterdam wird das Thema »koloniale Vergangenheit – die Niederlande als ehemalige maritime Weltmacht« vertieft. Alle diese Themen werden mit Expert*innen aus Politik, Gewerkschaften und Verbänden diskutiert.
Einige Programmpunkte
- Stadtrundgang in Den Haag unter historisch-politischen Aspekten
- Kolonialgeschichtlicher Rundgang durch Den Haag
- Rotterdam: das »Maritiem Museum« – wie aktuell die koloniale Erinnerung dargestellt wird
- Aktuelle soziale, ökonomische und ökologische Konflikte in den Niederlanden: Rolle der Gewerkschaften und der Zivilgesellschaft
Kosten 760,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 900,- Euro), Frühstück, ein gemeinsames Essen, inklusive aller Programme und Fahrten vor Ort
Ort Skotel The Hague, Den Haag
Termin 14.-18. Juni 2027

In diesem italienisch-deutsch konzipierten Bildungsseminar möchten wir die deutsche Geschichte der NS - Terrorherrschaft in der Region Berlin / Brandenburg und des antifaschistischen Widerstandes in Deutschland eingehender betrachten. Zusammen mit befreundeten Antifaschist*innen aus Italien werden wir uns dem Aufstieg, der Herrschaft und dem Fall des Nationalsozialismus widmen. Ausgewählte Orte des Erinnerns wie die "KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen", die Gedenkstätte "Haus der Wannseekonferenz", die Gedenkstätte "Topographie des Terrors" und die Gedenkstätte "Deutscher Widerstand" werden wir ebenso aufsuchen wie das "NS-Dokumentationszentrum Zwangsarbeit" in Berlin-Oberschöneweide.
Einige Programmpunkte
- Besuch der Gedenkstätte Sachsenhausen, Haus der Wannseekonferenz, Gedenkstätte Deutscher Widerstand
- Die „Garnisonskirche Potsdam“: Aneignung und Propaganda - Missbrauch eines preußischen Symbolortes durch den Nationalsozialismus
- Auf den Spuren der deutschen Teilung : der Havelradweg
- Geschichte italienischer Zwangsarbeit in Berlin: das "NS - Dokumentationszentrum Zwangsarbeit“
- Erinnerungspolitik in Deutschland und Italien
Kosten 880,- Euro im Doppelzimmer (Anmeldung nur zu zweit möglich) inklusive Halbpension an einigen Tagen, alle Stadtführungen, Übersetzungen und Transporte vor Ort
Ort Evangelische Bildungsstätte auf Schwanenwerder, Berlin; Oranjehus, Oranienburg
Termin 17.-23.07.2027

Die Zeit der nationalsozialistischen Besatzung Griechenlands hat in den vergangenen Jahren vermehrt öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. In Ioannina, Hauptstadt
der Region Epirus und ihre Umgebung wird die Grausamkeit der deutschen Besatzungszeit in besonderer Weise deutlich: Ioannina war die Hauptstadt der romaniotischen Jüd*innen und die zweitgrößte jüdische Gemeinde Griechenlands. Bereits kurz nach dem Einmarsch der deutschen Truppen begann die Verfolgung der Jüd*innen. 90 Prozent der Gemeindemitglieder wurden in die Vernichtungslager deportiert und ermordet.
Die Begegnung mit Menschen, die sich mit der Erinnungsarbeit befassen, lässt die Geschichte der Stadt lebendig werden. Der Besuch von verschiedenen Gedenkorten ermöglicht einen Einstieg in die griechische Erinnerungskultur und macht sichtbar, wie die deutsche Wehrmacht in dieser Region gewirkt hat.
Einige Programmpunkte
- Exkursionen und Fachvorträge zur Geschichte
- von Ioannina unter deutscher Besatzung
- Geschichte der jüdischen Gemeinde Ioanninas
- Besuch des Dorfes Lyngiades, welches am 3. Oktober 1943 vernichtet wurde
- Wanderung in der Region Zagorochoria
- Ioannina nach der Besatzung und im griechischen Bürgerkrieg
Kosten 820,- Euro im Doppelzimmer (920,- Euro im Einzelzimmer), enthält Übernachtung mit Halbpension, Eintritte und Transport vor Ort.
Ort Hotel Politeia Anexartisias, Ioannina
Termin 05.-10. September 2027

Bearn liegt im französischen Teil des Baskenlands an der Südspitze der Biskaya am Atlantik. Die Gegend war während des Nationalsozialismus ein Fluchtpunkt für Verfolgte. Darüberhinaus zog die Gegend schon immer Freigeister und Humanisten an. Zu diesen zählte der Schriftsteller Heinrich Mann. Er ist den Nazis über die Fluchtroute der Ostpyrenäen entkommen. Dies war vor allem der Aktivität des Netzwerkes von Varian Fry zu verdanken.
Bask*innen sind nach eigenem Verständnis eine Nation. Zeitzeug*innen berichten, wie immer wieder und bislang vergeblich für eine Unabhängigkeit gestritten wurde. Von Pau und San Sebastian aus starten Exkursionen unter anderem ins Internierungslager Gurs und nach Gernika (Guernica).
Einige Programmpunkte:
- Stadtführung Pau. Village Emmaüs: Vortrag und Diskussion über Armut in Frankreich
- Exkursion ins ehemalige Internierungslager Gurs
- Fahrt ins Bergdorf Lescun, Lesung aus Heinrich Manns »Henri IV«
- Stadtrundgang San Sebastian, Einführung in die aktuelle Situation der Basken
- Gernika (Guernica): Besuch des Museums, Stadtführung
Kosten 930,- Euro im Doppelzimmer (1070,- Euro im Einzelzimmer), enthält Halbpension, Fahrten vor Ort, Eintritte und Führungen.
Ort Hotel Bourbon in Pau und Casual de las Olas in San Sebastian
Termin 12.-18. September 2027

Die Region Drôme und die Stadt Dieulefit im Süden Frankreichs sind bekannt für ihren Widerstand gegen jegliche staatliche Verfolgung. Angefangen von den Hugenotten im 16.Jahrhundert bis zum bemerkenswerten zivilen Widerstand gegen die Verbrechen des Vichy-Regimes und gegen den Naziterror in der Zeit der deutschen Okkupation lebt in dieser Region eine Widerstandstradition, die bis heute anhält. Das bemerkenswerteste Beispiel ist die Stadt Dieulefit, eine kleine Stadt mit rund 3.000 Einwohner*innen, die während der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung über 1.000 Flüchtlinge und Verfolgte hat schützen, verstecken und ernähren können. Im Gespräch mit Historiker*innen, durch Besichtigungen und Besuche vor Ort entsteht ein lebendiges Bild dieser ungewöhnlichen Region und ihres Widerstands.
Einige Programmpunkte
- Ziviler Widerstand zur Zeit der Okkupation
- Hermann Nuding/Ella Rumpf: Zwei Deutsche in der Resistance
- Beauvallon: Eine Reform-Schule wird zum Sicheren Ort im Exil
- Der protestantische Widerstand: Geschichte der Hugenotten in Poet-Laval
- Dieulefit und die Region Drôme heute - soziale, kulturelle Aspekte und die Integration von Migrant*innen.
Kosten 870,-Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 970,- Euro), inklusive Halbpension, Programm vor Ort
Ort L'Auberge de l'Escargot d'Or, Dieulefit (einfaches Hotel)
Termin 12.-18. September 2027

Bordeaux ist die Hauptstadt der Region Aquitanien im Südwesten Frankreichs. Aufgrund ihrer Nähe zum Meer und zur spanischen Grenze war die Stadt währen der nationalsozialistischen Besatzung ein Fluchtpunkt für politisch und "rassisch“ Verfolgte, die sich in Vichy-Frankreich vor den Nationalsozialisten und den französischen Kollaborateuren zu retten versuchten.
An historischen Orten und Dokumentationsorten gehen wir dem Schicksal der Stadt und der Region zur Zeit der deutschen Besatzung nach. Im Mittelpunkt des Programms stehen dabei Schicksal und Aktivität einiger Menschen, deren Wirken in dieser Stadt beispielgebend für Humanität und Menschlichkeit stehen. Dazu zählen der portugiesische Generalkonsul Aristides de Sousa Mendes, der circa 30.000 Menschen verschiedener Nationalitäten vor den Nazis, darunter 10.000 Juden rettete und in Israel als “Gerechter unter den Völkern” geehrt wird. Im städtischen Raum, aber auch an der Atlantikküste des Medoc finden sich noch zahlreiche Spuren der Deutschen Besatzung – Beispiele für Erinnerungskultur aber auch der kulturellen Umnutzung finden sich in den Befestigungsanlagen in Soulac-sur-mer und in den Bassin des Lumiere, einem ehemaligen U-Boot Hafen in Bordeaux.
Die Region des Medoc ist berühmt für Weinanbau und Austernzucht- wie sich unter den Bedingungen des Klimawandels diese Küstenregion verändert, ist ebenso so Thema des Bildungsurlaubs wie die aktuellen deutsch-französischen Beziehungen und politischen Entwicklungen in Frankreich.
Programmpunkte
- Stadtrundgang Bordeaux
- Widerstand in der Besatzungszeit – Geschichte des deutschen Offiziers Heinz Stahlschmidt der Bordeaux nicht in die Luft gesprengt hat
- Les Bassins des Lumières - Kulturelle Umnutzung einer U-Boot Basis
- Soulac-sur-mer, Bunkeranlage an der Atlantikküste
- Regionale Politik in Bordeaux:Stadtentwicklung, Wirtschaft, Migration, Klimagerechte Stadt, Fahrradverkehr- Gespräch und Diskussion mit Gemeinderät*innen im Bordelaiser Rathaus
Ort Hotel Saint Louis Beaulieu, Bordeaux
Kosten 890,- Euro (EZ 1050,- Euro) alle Programmkosten vor Ort, Unterkunft /Frühstück.
Termin 03.-09. Oktober 2027
Das Seminar ist ausgebucht. Sie können sich noch auf die Warteliste eintragen.

Lyon war währеnd des Zweiten Weltkriegs das Zentrum des Widerstands gegen die Besetzung Frankreichs durch die Nationalsozialisten. Fluchthilfe-Organisationen arbeiteten von Lyon aus und eine breite Streikbewegung gegen die Zwangsarbeit hatte dort ihren Ausgangspunkt. Zahlreiche Menschen konnten in Lyon und Umgebung im Untergrund versteckt und zum Teil auch gerettet werden – gleichzeitig konzentrierten sich die Repressionsmassnahmen der Besatzungsmacht in dieser Region. Beispielhaft für die brutale Verfolgung der Juden ist der Mord an den Kindern und ihren Betreuerinnen im Waisenhaus von Izieu.
Welche aktuelle Bedeutung Lyon als kulturelles, wirtschaftliches und vor allem gastronomisches Zentrum im Süden Frankreichs hat, erfahren die Seminarteilnehmer*innen durch Museumsbesuche und Stadtrundgänge.
Einige Programmpunkte
- Die Résistance in Lyon während der Besatzung
- Das Museum Centre d'Histoire de la Résistance et de la Déportation
- Besichtigung »Memorial National »Prison de Montluc«
- »Maison d’Izieu«, Gedenkstätte für die ermordeten jüdischen Kinder
- Gespräch mit La CIMADE über die aktuelle Situation der Flüchtlinge in Frankreich
Termin 10.-16. Oktober 2027
Ort Ethic Etapes – CISL, Lyon (einfache Unterkunft)
Kosten 800,- Euro im Doppelzimmer (900,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Halbpension, Programm vor Ort

Ab 1933 verfolgten die Nationalsozialisten jüdische und zahlreiche andere Menschen. Viele flohen. Mit dem Beginn des Krieges wurde die Lage der Flüchtlinge in westlichen Ländern Europas immer prekärer. Die deutschen Besatzer kontrollierten die Häfen am Atlantik und am Mittelmeer. Eine Flucht auf andere Kontinente war nur noch über Marseille und Lissabon möglich. Die portugiesische Regierung verweigerte die benötigten Visa. Der portugiesische Konsul in Bordeaux, Aristides Sousa Mendes, setzte sich jedoch über dieses Verbot hinweg und unterschrieb zahlreiche Einreisegenehmigungen.
Der Blick richtet sich auch in die Gegenwart. Zu der gehört, dass Lissabon boomt und viele Bewohner*innen aus der Stadt getrieben werden, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können.
Einige Programmpunkte:
- Das Leben der Flüchtlinge in Lissabon, Estoril und Ericeira während der NS-Zeit
- Besuch des Museu do Aljube – Geschichte der Salazar-Diktatur und des Widerstands
- Lissabon, die gentrifizierte Stadt
- Auf den Spuren der Nelkenrevolution
Kosten 980,- Euro im Doppelzimmer (1180,-Euro im Einzelzimmer) Unterkunft und Verpflegung (Halbpension), Eintritte, Führungen,
Transportkosten vor Ort
Ort Lisbon City Hotel, Lissabon
Termin 10.-16. Oktober 2027