Bildung unterwegs 2023

Das Programm für 2023 im Überblick (pdf).

Lesen Sie, lies Du hier (pdf) einen ausführlichen Erfahrungsbericht unserer Fahrt im Juni 2022 in die Pyrenäen.

 

Friedrich Engels und die 1848er Revolution im Wuppertal (25.03.2023)

Das Tagesprogramm widmet sich den Spuren des    Denkers, Machers und Revolutionärs im »deutschen Manchester«. Als im März vor 175 Jahren die 1848er     Revolution im Deutschen Bund begann, kämpfte in     Elberfeld im Wuppertal auch der Unternehmersohn Friedrich   Engels auf den Barrikaden. Wenige Tage vorher war das ›Manifest der Kommunistischen Partei‹ in Druck gegangen, das er gemeinsam mit Karl Marx für den »Bund der Kommunisten« verfasst hatte.


Auf der Tagestour beschäftigten sich die Teilnehmenden mit dem Leben und Denken von Friedrich Engels, insbesondere mit seinem Wirken im Wuppertal während der 1848er Revolution und seiner Einschätzung der historischen Ereignisse zu dieser Zeit.

 Programmpunkte

  • Führung durch Elberfeld, wo 1848 auf den Barrikaden gekämpft wurde
  • Besuch des Museum Engels-Haus, Führung, Anreise vor Ort mit der Schwebebahn
  • Führung durch die ehemalige sozialistische Konsumgenossenschaft »Vorwärts Befreiung« in der Münzstraße (optional)

Kosten 20,- Euro, ermäßigter Preis: 10,- Euro (für Schüler*innen, Auszubildende und Studierende bis 27 Jahre sowie Personen, die Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII erhalten. BFD-, FSJ- oder FÖJ-Leistende), enthält Programm vor Ort

Termin 25. März 2023, Treffpunkt 10:30 Uhr vor der DB Information Hauptbahnhof Wuppertal, Ende im Museum Engels-Haus 16 Uhr, optional noch Führung durch die Konsumgenossenschaft Vorwärts Befreiung (bis ca. 18 Uhr)

Anmeldung per eMail an eva.bockenheimer@aul-herford.de

Diese Veranstaltung führt Arbeit und Leben im Kreis Herford in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW durch

 

Marseille – Fluchtort und Rettungshafen (26.03.-01.04.2023)

Marseille war jahrhundertelang ein Hafen für Menschen aus allen Ländern, die Zuflucht suchten, eine neue    Heimat finden wollten oder auf der Durchreise waren. Besondere Bedeutung erlangte Marseille in den Jahren der nationalsozialistischen Besatzung, als zahlreiche Exilant*innen aus Deutschland, Österreich und anderen besetzten Staaten versuchten, von Marseille aus in die Freiheit zu gelangen.

Eine wichtige Rolle für die Rettung Geflüchteter spielt Varian Fry, der im Auftrag amerikanischer Hilfsorganisationen zahlreichen Menschen die Flucht über das Meer oder die Grenze nach Spanien ermöglichte.In diesem Bildungsurlaub werden auf den Spuren Anna Seghers und Varian Frys historische Aspekte von Flucht und Emigration erkundet, Thema ist aber auch die aktuelle politischn und soziale Situation der Migrant*innen.

Einige Programmpunkte

  • Exilstadt Marseille – auf den Spuren von Anna Seghers und Varian Fry
  • »Auf den Spuren der Exilanten«, Tagesausflug nach Sanary-sur-mer
  • Besuch der Gedenkstätte im ehemaligen Lager »Les Milles«, einer Ziegelei, die zwischen 1939 und 1941 als Internierungs-, und Deportationslager genutzt wurde
  • Treffen mit Vertretern der soziokulturellen Initiative»Coco Velten«, einem regionalen Projekt der Nationalen Initiative »Yes We Camp«
  • Rundgang durch die Altstadt Marseilles – zwischen Einwandererkultur und moderner Architektur

Kosten  710,- Euro im Doppelzimmer (860,- Euro im Einzelzimmer) inklusive Halbpension, alle Stadtführungen, Übersetzungen und Transporte vor Ort      

Ort  Residhotel Grand Prado, Marseille

Termin 26.03. - 01.04.2023

Dieser Bildungsurlaub ist ausgebucht. Sie können sich nur noch auf der Warteliste anmelden.

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Ioannina – Erinnerungen an die deutsche Besatzung Griechenlands (23.-28.04.2023)

Die Zeit der nationalsozialistischen Besatzung Griechenlands hat in den vergangenen Jahren vermehrt öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. In Ioannina, Hauptstadt der Region Epirus und ihre Umgebung wird die Grausamkeit der deutschen Besatzungszeit in besonderer Weise deutlich: Ioannina war die Hauptstadt der romaniotischen Jüd*innen und die zweitgrößte jüdische Gemeinde Griechenlands. Bereits kurz nach dem Einmarsch der deutschen Truppen begann die Verfolgung der Jüd*innen. 90 Prozent der Gemeindemitglieder wurden in die Vernichtungslager deportiert und ermordet.
Die Begegnung mit Menschen, die sich mit der Erinnungsarbeit befassen, lässt die Geschichte der Stadt lebendig werden. Der Besuch von verschiedenen Gedenk-orten ermöglicht einen Einstieg in die griechischeErinnerungskultur und macht sichtbar, wie die deutsche Wehrmacht in dieser Region gewirkt hat.

Einige Programmpunkte

  • Exkursionen und Fachgespräche zur Geschichte von Ioannina unter deutscher Besatzung
  • Geschichte der jüdischen Gemeinde Ioanninas
  • Besuch des Dorfes Lyngiades, welches am 3. Oktober 1943 vernichtet wurde
  • Besuch des Gedenkortes Mousiotitsa
  • Die Insel Ioannina nach der Besatzung
  • Gespräch mit Mitarbeitenden des interkulturellen Projekts »habibi works«

Kosten  750,- Euro im Doppelzimmer (850,- Euro im Einzelzimmer), enthält Übernachtung mit Halbpension, Eintritte und Transport vor Ort.

Ort  Hotel Olympic, Ioannina

Termin 23.-28.April 2023

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Die Cevennen – Ort der Zuflucht und des Widerstands (07.-13.05.2023)

Die Cevennen waren während des Zweiten Weltkriegs ein Ort der Zuflucht für viele Verfolgte des Nazi-Regimes, Jüdinnen und Juden, Antifaschist*innen aus Deutschland und auch aus Spanien, darunter viele, die in den internationalen Brigaden gekämpft hatten. Dass sie dort Aufnahme fanden, wurzelt nicht zuletzt in einer starken hugenottischen Widerstandstradition.


Dass es so oft erfolgreich gelang, die Exilant*innen vor dem Zugriff der Vichy-Polizei und der Nazis zu schützen, lag an der breiten Unterstützung aus der Bevölkerung und einer Landschaft, die geprägt ist von vereinzelt gelegenen Gehöften. Das konnte sich die   Résistance zunutze machen. An historischen Orten und in Gesprächen mit lokalen Initiativen, die sich mit der französischen Geschichte zur Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen, wird das Schicksal der Einwohner*innen, Exilant*innen und Widerstandskämpfer*innen in der Region thematisiert.

Einige Programmpunkte

  • Die Cevennen – Geschichte eines Ortes der Zuflucht 1940-44. Vortrag von Patrick Cabanel, Historiker. Besuch einiger Orte, wo Geflüchtete Zuflucht fanden
  • Résistance in den Cevennen mit einer Wanderung auf den Wegen der Widerstandskämpfer
  • Die Rolle von Deutschen im regionalen Widerstand
  • Besuch im Musée de la désert (Zeit der Hugenottenverfolgung) und im Maison rouge (Leben und Alltag in den Cevennen)

Kosten  780,- Euro im Doppelzimmer (890,- Euro im Einzelzimmer), enthält Übernachtung mit Halbpension, Eintritte und Führungen.

Ort  Chateau de Cabrières, St. Jean du Gard

Termin  07. - 13. Mai 2023   

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Fürstenberg an der Havel: Eine Stadt in drei politischen Systemen - Nazi-Diktatur, DDR und BRD (12.-16.06.2023)

Fürstenberg/Havel liegt 80 Kilometer nördlich von Berlin inmitten dreier Seen. Die Wasserstadt ist das Tor zur Mecklenburgischen Seenplatte. Vieles ist einzigartig, aber auch übertragbar auf andere Orte und andere Menschen. In Fürstenberg/ Havel gibt es viele Geschichten zu erzählen und ihre Orte zu sehen. Zum Beispiel die Mahn- und Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen KZ Ravensbrück, die Spuren der Stationierung von 30.000 sowjetischen Soldaten und die Folgen der Treuhand-Abwicklungen. Aus den Geschichten werden Fragen. Wie haben sich die Einwohner zum KZ verhalten und wie ist es heute? Wie war das Verhältnis zwischen den Soldaten und den Fürstenbergern? Welche Zukunftsentwicklungen hat diese Stadt?

Die Teilnehmenden erkunden Stadt und Umgebung mit dem Rad und mit dem Kanu und treffen Menschen, die Fragen beantworten und ihre Geschichten erzählen.

Einige Programmpunkte:

  • Führung und Gespräche in der  der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
  • Das ehemalige KZ und die Gedenkstätte im Stadtbild und im Bewußtsein der Bürgerinnen und Bürger
  • Gespräche mit Zeitzeugen zu den Jahren 1945 - 1990
  • Radtour durch die Stadt und deren Umgebung mit historischen und aktuellen Themen
  • Eine Kanutour mit touristischen und historischen Betrachtungen. Wer sich nicht ins Boot setzen möchte, fährt mit dem Rad.

Hinweis Rad und Canadier bzw. Kajak können mitgebracht oder vor Ort ausgeliehen werden.

Kosten  580,- Euro im Doppelzimmer (680,- Euro im Einzelzimmer), enthält Halbpension, Eintritte und Führungen.

Ort  Kulturgasthof Alte Reederei, Fürstenberg/Havel

Termin  12.- 16. Juni 2023

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Von Dresden nach Prag: Wege der Erinnerung, Wege des Gedenkens (26.08.-02.09.2023)

Die Spurensuche zu den Themen Flucht und Exil, Terror und Widerstand endet in Prag und beginnt in Dresden. Bei einem der schwersten Luftangriffe auf das Deutsche Reich kommen Tausende von Menschen – darunter viele Geflüchtete – ums Leben. Die Teilnehmenden      lernen per Rad einige Gedenk- und Erinnerungsorte in Sachsen, Böhmen und Prag kennen. Dort werden sie auf lokale Initiativen treffen, die sich mit der Geschichte des nationalsozialistischen Terrors in der  Region und des Widerstands dagegen befassen.

Das Programm widmet sich auch den aktuellen Entwicklungen im Zusammenleben von Tschechen und Deutschen. Die Themen sollen in Form von Führungen, Gesprächen, Filmen und Texten reflektiert werden.

Einige Programmpunkte

  • Der 13. Februar 1945 in Dresden: Trauer und Gedenken
  • Die Geschichte der KZ-Gedenkstätte Pirna
  • Führung durch die Gedenkstätte Theresienstadt
  • Das NS-Okkupationsregime in Tschechien am Beispiel der Stadt Prag; Prager Aufstand 1945
  • Lidice: Ein Dorf wird liquidiert. Ein nationales Trauma in Tschechien

Kosten 760,- Euro im Doppelzimmer (850,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Halbpension, alle Führungen, Eintritte. Die täglichen Strecken mit dem Fahrrad liegen zwischen 25 und 70 Kilometern.

Ort  Boutique Hotel Rothenburger Hof in Dresden und weitere Hotels & Hostels entlang der Route.

Termin 26.08. - 02.09.2023

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Natur und Kultur rund um den Teutoburger Wald (11.-15.09.2023)

Natur, Kultur und Geschichte rund um den Teutoburger Wald stehen im Mittelpunkt des fünftägigen Bildungsurlaubs. Ostwestfalen-Lippe wird sowohl durch größere attraktive Städte als auch durch eine reich strukturierte, vielfältige Natur- und Kulturlandschaft geprägt. Dort    befinden sich viele kleine geschichtsträchtige Orte sowie ökologisch intakte Naturräume, die dazu einladen, auf Entdeckungsreise zu gehen.

Einige Orte und Landschaften dieser Region werden mit dem Fahrrad erkundet. Die Routen führen über bestens ausgebaute, leicht zu bewältigende und verkehrsarme Radwege und streifen dabei viele sehenswerte Zeugnisse der Geschichte dieser Region.

Einige Programmpunkte

  • Besuch des ehemaligen Stalag 326
  • Deutschlands größte Heidelandschaft: die Senne
  • Bielefeld: auf den Spuren der Textilindustrie und ihrer Geschichte
  • Global Goals Radweg, ein Projekt zur globalen Nachhaltigkeit des Welthaus Bielefeld
  • Wanderarbeit im 19. Jahrhundert: das Ziegeleimuseum in Lage

Kosten 430,- Euro im Doppelzimmer (520,- Euro im Einzelzimmer, 260,- Euro ohne Unterkunft), inklusive Halbpension, Programm vor Ort

Ort Jugendgästehaus, Bielefeld

Termin 11. - 15. September 2023

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La Retirada: Flucht über die Pyrenäen und Exil in Frankreich (17.-23.09.2023)

La Retirada – »Der Rückzug«, nennen die Spanier die Flucht von 500.000 republikanisch Gesinnten vor Francos Truppen im Januar 1939 über die Pyrenäen nach Frankreich. Vorausgegangen waren im Juli 1936 der Militärputsch durch Franco, der darauf folgende Krieg gegen den Faschismus und der Versuch einer grundsätzlichen Umgestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft von unten.

Die Flüchtlinge erlebten die Solidarität der französischen Bevölkerung an der Grenze, die jedoch schnell von
staatlicher Gewalt abgelöst wurde. Hunger, Kälte, Brutalität und Verachtung herrschten in den Lagern am Strand und in den besonderen Gefängnissen. Trotzdem kämpften viele der spanischen Emigrant*innen später in der »Résistance«, dem Widerstand gegen die Nazis.

Einige Programmpunkte

  • Grenzübergänge auf den Pässen der Pyrenäen: Hintergründe, Aufnahme der Flüchtlinge
  • Denkmal zur Erinnerung an Walter Benjamin (Port Bou)
  • Das Lager am Strand von Argelès
  • Besuch des Internierungslagers und des Museums Rivesaltes
  • Besuch der Maternité (Geburtshaus) von Elne:Gespräch mit einem dort Geborenen

Kosten  780,- Euro im Doppelzimmer (900,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Halbpension, Programm und Transport vor Ort

Ort  Hotel des Arcades, Ceret

Termin  17.- 23. September 2023

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Das niederländische Poldermodell (25.-29.09.2023)

Die Niederlande sind eine parlamentarisch-konstitutionelle Monarchie mit einigen Besonderheiten. Dazu zählt das Poldermodell – ein System des politischen Interessenausgleichs. Durch einen organsierten Dialog soll so ein Konsens zwischen und Wirtschafts- und Sozialverbänden hergestellt werden. Die Teilnehmenden lernen das politische System der Niederlande kennen. Expert*innen aus Politik, Gewerkschaften und Verbänden ordnen das Poldermodell ein. Sie erläutern, wie die Entscheidungsprozesse ablaufen. Sie beurteilen, ob die Konsensmodelle wirken, für stabile politische Verhältnisse sorgen und sogar vor extremen politischen Strömungen oder Arbeitslosigkeit schützen.

 Einige Programmpunkte

  • Besichtigung des Regierungssitzes bzw. des Parlamentes in Den Haag
  • Erkundung der Delta Stauwerke
  • Gespäche mit Expert*innen über das Poldermodell: Erläuterungen, Rückblicke und Bewertungen
  • Aktuelle soziale, ökonomische und ökologische Konflikte in den Niederlanden: Rolle der Gewerkschaften und der Zivilgesellschaft

Kosten 670,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 820,- Euro), Halbpension, inklusive aller Programme und Fahrten vor Ort

Ort  Skotel The Hague, Den Haag

Termin 25. - 29. September 2023

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Baskenland - Bearn. Geschichte, Kultur und Politik in der Grenzregion zwischen Frankreich und Spanien (08.-14.10.2023)

Bearn liegt im französischen Teil des Baskenlands an der Südspitze der Biskaya am Atlantik. Die Gegend war während des Nationalsozialismus ein Fluchtpunkt für  Verfolgte. Darüberhinaus zog die Gegend schon immer Freigeister und Humanisten an. Zu diesen zählte der Schriftsteller Heinrich Mann. Er ist den Nazis über die Fluchtroute der Ostpyrenäen entkommen. Dies war vor allem der Aktivität des Netzwerkes von Varian Fry zu verdanken.
Bask*innen sind nach eigenem Verständnis eine Nation. Zeitzeug*innen berichten, wie immer wieder und bislang vergeblich für eine Unabhängigkeit gestritten wurde. Von Pau und San Sebastian aus starten Exkursionen unter anderem ins Internierungslager Gurs und nach Gernika (Guernica).

Einige Programmpunkte:

  • Stadtführung Pau. Village Emmaüs: Vortrag und Diskussion über Armut in Frankreich
  • Exkursion ins ehemalige Internierungslager Gurs
  • Fahrt ins Bergdorf Lescun, Lesung aus Heinrich Manns »Henri IV«
  • Stadtrundgang San Sebastian, Einführung in die aktuelle Situation der Basken
  • Gernika (Guernica): Besuch des Museums, Stadtführung

Kosten  850,- Euro im Doppelzimmer (940,- Euro im Einzelzimmer), enthält Halbpension, Fahrten vor Ort, Eintritte und Führungen.

Ort  Hotel Bourbon in Pau und Zaragoza Plaza in San Sebastian

Termin  08.- 14. Oktober.2023

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Lyon: Zentrum der Resistance in Südfrankreich während des Nationalsozialismus (15.-21.10.2023)

Lyon war währеnd des Zweiten Weltkriegs das Zentrum des Widerstands gegen die Besetzung Frankreichs durch die Nationalsozialisten. Fluchthilfe-Organisationen arbeiteten von Lyon aus und eine breite Streikbewegung gegen die Zwangsarbeit hatte dort ihren Ausgangspunkt. Zahlreiche Menschen konnten in Lyon und Umgebung im Untergrund versteckt und zum Teil auch gerettet werden – gleichzeitig konzentrierten sich die Repressionsmassnahmen der Besatzungsmacht in dieser Region. Beispielhaft für die brutale Verfolgung der Juden ist der Mord an den Kindern und ihren Betreuerinnen im Waisenhaus von Izieu.
Welche aktuelle Bedeutung Lyon als kulturelles, wirtschaftliches und vor allem gastronomisches Zentrum im Süden Frankreichs hat, erfahren die Seminarteilnehmer*innen durch Museumsbesuche und Stadtrundgänge.

Einige Programmpunkte

  • Die Résistance in Lyon während der Besatzung (Vortrag Bernard Delpal)
  • Besichtigungen: Memorial National »Prison de Montluc«, »Centre d'Histoire de la Résistance et de la Déportation«, »Maison d’Izieu«, Gedenkstätte für die ermordeten jüdischen Kinder
  • Gespräch mit La CIMADE über die aktuelleSituation der Flüchtlinge in Frankreich

Kosten  700,- Euro im Doppelzimmer (800,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Halbpension, Programm vor Ort

Ort  Ethic Etapes – CISL

Termin  15.- 21. Oktober 2023

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Schillers Briefe "Über die ästhetische Erziehung des Menschen“: Eine Lesereise nach Weimar (22.-27.10.2023)

In seinen philosophischen Briefen »Über die ästhetische Erziehung des Menschen« (1795) setzt sich der Dichter und Philosoph Friedrich Schiller mit der Französischen Revolution auseinander. Ausgangspunkt ist seine Enttäuschung über deren Entwicklung hin zur Terrorherrschaft. Gleich zu Beginn wirft Schiller die Frage auf, warum er sich in Zeiten, in denen um politische Freiheit gekämpft wird, mit Ästhetik befasst. Er möchte zeigen, dass der Mensch letztlich nur durch ästhetische Bildung zur wahren  politischen Freiheit gelangen kann.

In Oßmannstedt, dem Landgut von Schillers Zeit-genossen Christoph Martin Wieland, lesen und diskutieren die Teilnehmenden Ausschnitte aus den Briefen und fragen nach deren Aktualität. Bei Ausflügen erkunden sie die Stadt auf den Spuren von Friedrich Schiller und setzen sich mit der Dialektik der Aufklärung auseinander: Denn Weimar steht nicht nur für die Zeit der Aufklärung in der Deutschen Klassik, sondern mit dem Konzentrationslager Buchenwald auch für die Gräueltaten der Nationalsozialisten.

Einige Programmpunkte

  • Einführung, Textarbeit, Diskussion: »Über die ästhetische Erziehung des Menschen«
  • Gang durch die Schiller-Stadt Weimar
  • Besuch Schiller-Museum & Schiller-Wohnhaus
  • Besuch des Museums Wielandgut Oßmannstedt

Kosten 720,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 790,- Euro), inklusive Halbpension, Programm vor Ort. Ermäßigung für Personen bis 27 Jahre möglich.

Ort  Wielandgut Oßmannstedt, Oßmannstedt

Termin   22.- 27.Oktober 2023

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Fluchtort Lissabon (22.-28.10.2023)

Ab 1933 verfolgten die Nationalsozialisten jüdische und zahlreiche andere Menschen. Viele flohen. Mit dem    Beginn des Krieges wurde die Lage der Flüchtlinge in westlichen Ländern Europas immer prekärer. Die deutschen Besatzer kontrollierten die Häfen am Atlantik und am Mittelmeer. Eine Flucht auf andere Kontinente war nur noch über Marseille und Lissabon möglich. Die portugiesische Regierung verweigerte die benötigten Visa. Der portugiesische Konsul in Bordeaux, Aristides Sousa Mendes, setzte sich jedoch über dieses Verbot hinweg und unterschrieb zahlreiche Einreisegenehmigungen.

In Lissabon steht die Geschichte dieses außergewöhnlichen Konsuls im Mittelpunkt des Programms – wie die portugiesische Geschichte in der Zeit der Diktatur insgesamt. Der Blick richtet sich auch in die Gegenwart. Zu der gehört, dass Lissabon boomt und viele  Bewohner*innen aus der Stadt getrieben werden, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können.

Einige Programmpunkte:

  • Zeitzeugengespräch mit dem Enkel von Aristides Sousa Mendes
  • Das Leben als Flüchting in Lissabon während der NS-Zeit: historische Exkursionen
  • Besuch des Museu do Aljube
  • Lissabon, die gentrifizierte Stadt

Kosten  860,- Euro im Doppelzimmer (970,- im Einzelzimmer) Unterkunft und Verpflegung (Halbpension), Eintritte, Führungen,
Transportkosten vor Ort

Ort  Hotel Luena, Rua Pascoal de Melo, nº9, 1000-230 Lisboa

Termin  22.- 28.Oktober 2023

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Bitte beachte(n) (Sie) unsere Geschäftsbedingungen. Darin gibt es auch eine Regelung für den Fall eines Rücktritts vor Fahrtbeginn (hier als pdf).