Bildung unterwegs 2022

Das Bildung unterwegs-Programm für 2022 als pdf.

Ziemlich beste Freunde? Geschichte und Gegenwart der Euroregion Elsass (03.-10.09.2022)

Entlang der elsässischen Weinstraße lässt sich das deutsch-französische Leben hautnah erleben. Die Region Elsass steht dafür, wie sich nach mehreren Kriegen Menschen in zwei Ländern nahe gekommen sind. Den politischen Hintergrund bilden der europäische Einigungsprozess und die deutsch-französische Freundschaft.

Das besondere Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland und dessen Entwicklung seit den 1950er Jahren wird während des Seminars aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Vorausgegangen ist ein besonders dunkles Kapitel der Menschheitsgeschichte.
Ausgangspunkt ist Strasbourg. Die Stadt an der Grenze zu Deutschland ist Sitz zahlreicher europäischer Einrichtungen, unter anderem des Europäischen Parlaments. Der aktuelle Zustand der EU, besonders der Europäischen Sozialunion, wird dort ein Thema sein. Die Reise führt weiter über die reizvolle Stadt Colmar nach Freiburg.

Einige Programmpunkte

  • Historikergespräch: Geschichte der Franzosen und Deutschen in der Region seit 1870 bis heute
  • Gedenkstätte Alsace - Moselle zur Geschichte des Zusammenlebens von Franzosen*innen und Deutschen in der Region
  • Rolle rechtspopulistischer Parteien in Europa: Gespräch mit Mitglied des EU-Parlaments
  • Grenzüberschreitende Gewerkschaftskooperationen im Elsass, Expert*innengespräch

Kosten  820,- Euro im Doppelzimmer (950,- Euro im Einzelzimmer),enthält Übernachtung mit Halbpension an drei Tagen, Eintritte und Führungen. Teilnahme nur mit Fahrrad möglich.

Unterkunft  Hotels in Strasbourg, Colmar und Freiburg

Termin 03.-10. September 2022

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Widerstand und Verfolgung in Frankreich zur Zeit der NS-Besatzung in der Region Drome/Dieulefit (10.-17.09.2022)

Die Region Drome und die Stadt Dieulefit im Süden Frankreichs sind bekannt für ihren Widerstand gegen jegliche staatliche Verfolgung. Angefangen von den Hugenotten im 16.Jahrhundert bis zum bemerkenswerten zivilen Widerstand gegen die Abscheulichkeiten des Vichy-Regimes und gegen den Naziterror in der Zeit der deutschen Okkupation lebt in dieser Region eine Widerstandstradition, die bis heute anhält. Das bemerkenswerteste Beispiel ist die Stadt Dieulefit, eine kleine Stadt mit rund 3.000 Einwohnerinnen, die während der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung über 1.000 Flüchtlinge und Verfolgte hat schützen, verstecken und ernähren können. Im Gespräch mit einer Zeitzeugin, durch Besichtigungen und Besuche vor Ort entsteht ein lebendiges Bild dieser ungewöhnlichen Region und ihres Widerstands.

Einige Programmpunkte

  • Ziviler Widerstand zur Zeit der Okkupation (Vortrag Bernard Delpal) 
  • Hermann Nuding/Ella Rumpf: Zwei Deutsche in der Resistance
  • Flüchtlingshilfe gestern und heute: Die Flüchtlingsorganisation Cimade aus Valence 
  • Der protestantische Widerstand: Besuch des Hugenottenmuseums in Poet-Laval 

Kosten 680,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 780,- Euro), inklusive Halbpension, Programm vor Ort 

Ort  L'Auberge de l'Escargot d'Or, Dieulefit

Termin   10.-17. September 2022

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Natur und Kultur rund um den Teutoburger Wald (12.-16.09.2022)

Natur, Kultur und Geschichte rund um den Teutoburger Wald stehen im Mittelpunkt des fünftägigen Bildungsurlaubs. Ostwestfalen-Lippe wird sowohl durch größere attraktive Städte als auch durch eine reich strukturierte, vielfältige Natur- und Kulturlandschaft geprägt. Dort befinden sich viele kleine geschichtsträchtige Orte sowie ökologisch intakte Naturräume, die dazu einladen, auf Entdeckungsreise zu gehen.

Einige Orte und Landschaften dieser Region werden wir mit dem Fahrrad erkunden. Die Routen führen über bestens ausgebaute, leicht zu bewältigende und verkehrsarme Radwege und streifen dabei viele sehenswerte Zeugnisse der Geschichte dieser Region.

Einige Programmpunkte

  • Besuch des ehemaligen Stalag 326
  • Deutschlands größte Heidelandschaft: die Senne
  • Bielefeld: Auf den Spuren der Textilindustrie und ihrer Geschichte/
  • Global Goals Radweg, ein Projekt zur globalen Nachhaltigkeit des Welthaus Bielefeld
  • Wanderarbeit im 19. Jahrhundert: Das Ziegeleimuseum in Lage

Kosten 420,- Euro im Doppelzimmer (500,- Euro im Einzelzimmer, 260,- Euro ohne Unterkunft), inklusive Halbpension, Programm vor Ort

Ort Jugendgästehaus, Bielefeld

Termin 12.-16.09.2022

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Baskenland - Bearn. Geschichte, Kultur und Politik in der Grenzregion zwischen Frankreich und Spanien (02.-08.10.2022)

Bearn liegt im französischen Teil des Baskenlands an der Südspitze der Biskaya am Atlantik. Die Gegend war während des Nationalsozialismus ein Fluchtpunkt für  Verfolgte. Darüber hinaus zog die Gegend schon immer Freigeister und Humanisten an. Zu diesen zählte der Schriftsteller Heinreich Mann. Er ist den Nazis über die Fluchtroute der Ostpyrenäen entkommen. Dies war vor allem der Aktivität des Netzwerkes von Varian Frey zu verdanken.

Bask*innen sind nach eigenem Verständnis eine Nation. Zeitzeug*innen berichten, wie immer wieder und bislang vergeblich für eine Unabhängigkeit gestritten wurde. Von Pau und San Sebastian aus starten Exkursionen unter anderem ins Internierungslager Gurs und Gernika (Guernica).

Einige Programmpunkte:

  • Führung Château de Pau, Lesung aus Heinrich Manns »Henri IV«
  • Village Emmaüs: Vortrag und Diskussion über Armut in Frankreich
  • Exkursion ins ehemalige Internierungslager Gurs
  • Fahrt ins Bergdorf Lescun, wo Heinrich Mann die Geschichte Heinrichs des IV. entdeckte
  • Stadtrundgang San Sebastian, Einführung in die aktuelle Situation der Basken
  • Gernika (Guernica): Besuch des Museums, Stadtführung

Kosten  850,- Euro im Doppelzimmer (940,- Euro im Einzelzimmer), enthält Halbpension, Fahrten vor Ort, Eintritte und Führungen.

Ort  Hotel Bourbon in Pau und Zaragoza Plaza in San Sebastian

Termin  02.-08.10.2022

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Lyon: Zentrum der Resistance in Südfrankreich während des Nationalsozialismus (09.-15.10.2022)

Lyon war währеnd des Zweiten Weltkriegs das Zentrum des Widerstands gegen die Besetzung Frankreichs durch die Nationalsozialisten. Fluchthilfe-Organisationen arbeiteten von Lyon aus und eine breite Streikbewegung gegen die Zwangsarbeit hatte dort ihren Ausgangspunkt. Zahlreiche Menschen konnten in Lyon und Umgebung im Untergrund versteckt und zum Teil auch gerettet werden – gleichzeitig konzentrierten sich die Repressionsmassnahmen der Besatzungsmacht in dieser Region. Beispielhaft für die brutale Verfolgung der Juden ist der Mord an den Kindern und ihren Betreuerinnen im Waisenhaus von Izieu.

Welche aktuelle Bedeutung Lyon als kulturelles, wirtschaftliches und vor allem gastronomisches Zentrum im Süden Frankreichs hat, erfahren die Seminarteilnehmer*innen durch Museumsbesuche und Stadtrundgänge.

Einige Programmpunkte

  • Die Résistance in Lyon während der Besatzung (Vortrag Bernard Delpal)
  • Besichtigungen: Memorial National »Prison de Montluc«, »Centre d'Histoire de la Résistance et de la Déportation«, »Maison d’Izieu«, Gedenkstätte für die ermordeten jüdischen Kinder
  • Gespräch mit La CIMADE über die aktuelle Situation der Flüchtlingen in Frankreich

Kosten  670,- Euro im Doppelzimmer (760,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Halpension, Programm vor Ort

Ort  Ethic Etapes – CISL

Termin  09.- 15. Oktober 2022

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Bitte beachte(n) (Sie) unsere Geschäftsbedingungen. Darin gibt es auch eine Regelung für den Fall eines Rücktritts vor Fahrtbeginn (hier als pdf).