Bildung unterwegs 2022

Das Bildung unterwegs-Programm für 2022 als pdf.

Marseille – Fluchtort und Rettungshafen (27.03.-02.04.2022)

Marseille war jahrhundertelang ein Hafen für Menschen aus allen Ländern die Zuflucht suchten, eine neue Heimat finden wollten oder auf der Durchreise waren. Besondere Bedeutung erlangte Marseille in den Jahren der nationalsozialistischen Besatzung als zahlreiche Exilant*innen aus Deutschland, Österreich und anderen besetzten Staaten versuchten von Marseille aus in die Freiheit zu gelangen. 

Eine wichtige Rolle für die Rettung Geflüchteter spielt Varian Fry, der im Auftrag amerikanischer Hilfsorganisationen zahlreichen Menschen die Flucht über das Meer oder die Grenze nach Spanien ermöglichte. Wir werden in diesem Bildungsurlaub auf den Spuren Anna Seghers und Varian Frys historische Aspekte von Flucht und Emigration erkunden, uns aber auch mit der  aktuellen  politischen und sozialen Situation der Migrant*innen auseinandersetzen.

Einige Programmpunkte

  • Exilstadt Marseille – auf den Spuren von Anna Seghers und Varian Fry
  • »Auf den Spuren der Exilanten«, Tagesausflug nach Sanary-sur-mer
  • Treffen mit Vertretern von La Cimade. Die älteste und umfangreichste Flüchtlingshilfsorganisation in Frankreich, die noch heute aktiv ist
  • Rundgang durch die  Altstadt Marseilles – zwischen Einwandererkultur und moderner Architektur

Kosten   670,- Euro im Doppelzimmer (840,- Euro im Einzelzimmer) inklusive Halbpension, alle Stadtführungen, Übersetzungen und Transporte vor Ort      

Ort  Hotel Grand Prado, Marseille

Termin 27.03. - 02.04.2022

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Thessaloniki: Erinnerungen an die deutsche Besatzung Griechenlands (01.-06.05.2022)

Über 300.000 Menschen fielen in Griechenland dem Besatzungsregime der Nationalsozialisten zum Opfer, neun von zehn Jüdinnen und Juden wurden in Vernichtungslager deportiert. Erst nach dem Ende der Militärdiktatur zu Beginn der 1970er Jahre begann eine öffentliche Auseinandersetzung mit der Zeit der deutschen Besatzung. Aspekte der Geschichte, die mit einer griechischen Identität in Konflikt treten können, wie beispielsweise Fragen der Kollaboration mit den Nazis und die Deportation der griechischen Jüdinnen und Juden, sind dabei bis heute umstritten.

In Thessaloniki mit seiner jahrhundertelangen jüdischen Geschichte können die Konflikte in der griechischen Erinnerungskultur im städtischen Raum erfahren  werden. Seit dem 100. Geburtstag der Stadt unter griechischer Herrschaft 2012 erhielt die Auseinandersetzung mit der Geschichte der deutschen Okkupation und des Holocaust mehr Aufmerksamkeit. 

Einige Programmpunkte

  • Stadtrundgang zur jüdischen Geschichte und zum Holocaust mit der Historikerin Rena Molho
  • Besuch der Kleinstadt Choriatis und des Mahnmals zur Erinnerung an das Massaker der Wehrmacht an der Zivilbevölkerung des Dorfes
  • Treffen mit der erinnerungspolitischen Initiative vor Ort

Kosten 610,- Euro im Doppelzimmer (670,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Halbpension, alle Führungen, Eintritte, Transporte vor Ort

Ort  Parkhotel, Thessaloniki

Termin 01.-06.05.2022

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Von Häuserkampf und Gentrifizierung: Linke Kämpfe um Wohnraum in Frankfurt am Main (09.-13.05.2022)

Frankfurt ist die Stadt der ersten Hausbesetzungen in der BRD und des Häuserkampfs der frühen Siebziger Jahre. Heute zeichnet sich das Stadtbild nicht nur durch die zweithöchsten Mietpreise und die einzige Skylines Deutschlands aus, sondern auch mit damit einhergehenden wachsenden Verdrängungsbewegungen aus der Stadt.

Der Kampf um Wohnraum ist bereits damals zentrales Thema nicht nur der Frankfurter Linken gewesen und hat in den vergangenen Jahren wieder an Bedeutung gewonnen. Das Recht auf Wohnen ist zugleich eines auf Teilhabe, Gestaltungsmacht und auf das Leben im öffentlichen Raum. Am Recht auf Wohnen lassen sich politische Kämpfe verdeutlichen. In diesem Bildungsurlaub wollen wir nicht nur die Spuren der Frankfurter Hausbesetzerszene erkunden, sondern uns auch mit aktuellen Debatten um Drogenpolitik, Rassismus und Gentrifizierung in der Metropole Frankfurt befassen.

Einige Programmpunkte:

  • Das Westend: historischer Stadtrundgang durch das Viertel der Hausbesetzungen mit Zeitzeugen
  • Das Bahnhofsviertel: Diskurse um Drogenpolitik, Sexarbeit und Racial Profiling
  • Gespräche mit Frankfurter Linken Initiativen
  • Antikapitalismus und Antisemitismus in der Linken
  • Perspektiven gegen Wohnungsnot: Hausprojekte als Formen alternativen Wohnens

Kosten  520,- Euro im Doppelzimmer (600,- Euro im Einzelzimmer), enthält Halbpension, Fahrten vor Ort, Eintritte und Führungen. Ohne Übernachtungen 325,- Euro

Ort  Jugendherberge Frankfurt, Frankfurt/ Main Sachsenhausen

Termin  09.-13.05.2022

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Fürstenberg an der Havel: Eine Stadt in drei politischen Systemen - Nazi-Diktatur, DDR und BRD (30.05.-03.06.2022)

Fürstenberg/ Havel liegt 80 Kilometer nördlich von Berlin inmitten dreier Seen. Die Wasserstadt ist das Tor zur Mecklenburgischen Seenplatte hat ihre Geschichte. Vieles ist einzigartig, aber auch übertragbar auf andere Orte und andere Menschen. In Fürstenberg/Havel gibt es viele Geschichten zu erzählen und ihre Orte zu sehen. Zum Beispiel die Mahn- und Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen KZ Ravensbrück, die Spuren der Stationierung von 30.000 sowjetischen Soldaten und die Folgen der Treuhand-Abwicklungen. Aus den Geschichten werden Fragen. Wie haben sich die Einwohner zum KZ verhalten und wie ist es heute? Wie war das Verhältnis zwischen den Soldaten und den Fürstenbergern? Welche Zukunftsentwicklungen hat diese Stadt?

Wir erkunden Stadt und Umgebung mit dem Rad und mit dem Kanu und treffen Menschen, die uns unsere Fragen beantworten und uns ihre Geschichten erzählen.

Einige Programmpunkte:

  • Führung und Gespräche in der  der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
  • Das ehemalige KZ und die Gedenkstätte im Stadtbild und im Bewußtsein der Bürgerinnen und Bürger
  • Gespräche mit Zeitzeugen zu den Jahren 1945 - 1990
  • Radtour durch die Stadt und deren Umgebung mit historischen und aktuellen Themen
  • Eine Kanutour mit touristischen und historischen Betrachtungen. Wer sich nicht ins Boot setzen möchte, fährt mit dem Rad.

Hinweis Rad und Canadier bzw. Kajak können mitgebracht oder vor Ort ausgeliehen werden.

Leitung Stephanie Geissler, Historikerin und Bildungsreferentin Arbeit und Leben Herford, Durchführung: Peter Wittmann

Kosten  490,- Euro im Doppelzimmer (550,- Euro im Einzelzimmer), enthält Halbpension, Eintritte und Führungen.

Ort  Kulturgasthof Alte Reederei, Fürstenberg/ Havel

Termin  30.05.-03.06.2022

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Zur Dialektik der (Natur-)Wissenschaften (30.05.-03.06.2022)

Dieser Bildungsurlaub widmet sich den Arbeiten von Friedrich Engels zur Dialetik der Natur und der Naturwissenschaften, aus denen gemeinsam Ausschnitte gelesen werden. Wie verstehen Marx und Engels das Verhältnis der Menschen zur Natur? Was heißt überhaupt Dialektik? Welche Auffassung hatten Marx und Engels von der Theorie und Praxis der Naturwissenschaften ihrer Zeit? Und: Was kann ihre dialektische Theorie der Natur(wissenschaften) zum Verständnis der ökologischen Krise der Gegenwart und der Rolle der naturwissenschaftlichen Forschung in der heutigen Gesellschaft beitragen?

Die Textarbeit findet im Kerschensteiner-Kolleg, mitten im »Deutschen Museum« in München, statt. Zwei thematische Führungen zu naturwissenschaftlicher Theorie und Praxis sind Teil des Programms. Die Teilnehmenden haben während der Woche jederzeit freien Eintritt ins Museum. Alle – ob mit oder ohne philosophische und naturwissenschaftliche Vorkenntnisse – sind herzlich eingeladen. Leitung: Eva Bockenheimer, Wiebke Henning

Einige Programmpunkte

  • Einführung in das Denken von Marx und Engels
  • Gemeinsame Lektüre von Ausschnitten aus Friedrich Engels‘ Schrift »Dialektik der Natur«
  • Vortrags- und Experimentalführung durch das Deutsche Museum in München
  • Besuch eines Münchner Brauhauses

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Arbeit und Leben DGB/VHS im Kreis Herford e. V. mit dem Club Dialektik und der Rosa Luxemburg-Stiftung NRW.

Kosten 600,- Euro im Doppelzimmer (650,- Euro im Einzelzimmer), Studierende/Auszubildende: DZ: 280,- Euro (EZ 310,- Euro), zwei thematische Führungen, freier Eintritt Deutsches Museum

Unterkunft Deutsches Museum: Kerschensteiner Kolleg, München

Termin 30.05.- 03.06.2022

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documenta fifteen: kollektive Kunst in Kassel (22.-24.06.2022)

Die 15. Ausgabe der alle fünf Jahre laufenden bedeutendsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst findet 2021 in Kassel vom 18. Juni bis 25. September 2022 statt. Die Teilnehmer*innen werden die Schwerpunkte der documenta fifteen sowie Relikte von früheren Documenta-Ausstellungen kennenlernen. Im Rahmenprogramm besteht Gelegenheit, sich mit den Ideen des kuratierenden Kollektivs ›ruangrupa‹ auseinanderzusetzen.

›ruangrupa‹ hat ihrer documenta fifteen die Werte und Ideen von »lumbung«  – dem indonesischen Begriff für eine gemeinschaftlich genutzte Reisscheune – zugrunde gelegt. Der Grundsatz: gemeinschaftliche Ressourcen anlegen und gerecht verteilen. Damit verknüpft ist das Ziel der Nachhaltigkeit, das ökologische, ökonomische, soziale sowie kulturelle Aspekte berücksichtigt und das gemeinsame Erleben in den Vordergrund stellt. Es wird spannend sein zu sehen, wie diese Ideen in der Ausstellung umgesetzt werden.
Unter der Leitung der Kunsthistorikerin Dr. Irene Below werden wir zeitweise begleitet von einer Kasseler Künstlerin und nehmen an Führungen teil, die nach dem Konzept des Austauschs mit der besten Freundin/ dem besten Freund gestaltet werden sollen.

Einige Programmpunkte

  • Geführte und begleitete Gänge über die documenta fifteen
  • Austausch über Ideen und Werte des »lumbung«

Kosten 250,- Euro im Doppelzimmer (300,- Euro im Einzelzimmer) Zweitages-Karte documenta und Führungen

Ort  CVJM-Tagungshaus, Kassel

Termin 22. - 24. Juni 2022

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Am 23. Juli 2022 bieten wir zudem eine Tagesfahrt zur documenta fifteen an. Mehr Infos im Programmheft, Anmeldungen per Mail an infoaul-herfordde

Ziemlich beste Freunde? Geschichte und Gegenwart der Euroregion Elsass (03.-10.09.2022)

Entlang der elsässischen Weinstraße lässt sich das deutsch-französische Leben hautnah erleben. Die Region Elsass steht dafür, wie sich nach mehreren Kriegen Menschen in zwei Ländern nahe gekommen sind. Den politischen Hintergrund bilden der europäische Einigungsprozess und die deutsch-französische Freundschaft.

Das besondere Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland und dessen Entwicklung seit den 1950er Jahren wird während des Seminars aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Vorausgegangen ist ein besonders dunkles Kapitel der Menschheitsgeschichte.
Ausgangspunkt ist Strasbourg. Die Stadt an der Grenze zu Deutschland ist Sitz zahlreicher europäischer Einrichtungen, unter anderem des Europäischen Parlaments. Der aktuelle Zustand der EU, besonders der Europäischen Sozialunion, wird dort ein Thema sein. Die Reise führt weiter über die reizvolle Stadt Colmar nach Freiburg.

Einige Programmpunkte

  • Historikergespräch: Geschichte der Franzosen und Deutschen in der Region seit 1870 bis heute
  • Gedenkstätte Alsace - Moselle zur Geschichte des Zusammenlebens von Franzosen*innen und Deutschen in der Region
  • Rolle rechtspopulistischer Parteien in Europa: Gespräch mit Mitglied des EU-Parlaments
  • Grenzüberschreitende Gewerkschaftskooperationen im Elsass, Expert*innengespräch

Kosten  820,- Euro im Doppelzimmer (950,- Euro im Einzelzimmer),enthält Übernachtung mit Halbpension an drei Tagen, Eintritte und Führungen. Teilnahme nur mit Fahrrad möglich.

Unterkunft  Hotels in Strasbourg, Colmar und Freiburg

Termin 03.-10. September 2022

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Widerstand und Verfolgung in Frankreich zur Zeit der NS-Besatzung in der Region Drome/Dieulefit (10.-17.09.2022)

Die Region Drome und die Stadt Dieulefit im Süden Frankreichs sind bekannt für ihren Widerstand gegen jegliche staatliche Verfolgung. Angefangen von den Hugenotten im 16.Jahrhundert bis zum bemerkenswerten zivilen Widerstand gegen die Abscheulichkeiten des Vichy-Regimes und gegen den Naziterror in der Zeit der deutschen Okkupation lebt in dieser Region eine Widerstandstradition, die bis heute anhält. Das bemerkenswerteste Beispiel ist die Stadt Dieulefit, eine kleine Stadt mit rund 3.000 Einwohnerinnen, die während der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung über 1.000 Flüchtlinge und Verfolgte hat schützen, verstecken und ernähren können. Im Gespräch mit einer Zeitzeugin, durch Besichtigungen und Besuche vor Ort entsteht ein lebendiges Bild dieser ungewöhnlichen Region und ihres Widerstands.

Einige Programmpunkte

  • Ziviler Widerstand zur Zeit der Okkupation (Vortrag Bernard Delpal) 
  • Hermann Nuding/Ella Rumpf: Zwei Deutsche in der Resistance
  • Flüchtlingshilfe gestern und heute: Die Flüchtlingsorganisation Cimade aus Valence 
  • Der protestantische Widerstand: Besuch des Hugenottenmuseums in Poet-Laval 

Kosten 680,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 780,- Euro), inklusive Halbpension, Programm vor Ort 

Ort  L'Auberge de l'Escargot d'Or, Dieulefit

Termin   10.-17. September 2022

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Natur und Kultur rund um den Teutoburger Wald (12.-16.09.2022)

Natur, Kultur und Geschichte rund um den Teutoburger Wald stehen im Mittelpunkt des fünftägigen Bildungsurlaubs. Ostwestfalen-Lippe wird sowohl durch größere attraktive Städte als auch durch eine reich strukturierte, vielfältige Natur- und Kulturlandschaft geprägt. Dort befinden sich viele kleine geschichtsträchtige Orte sowie ökologisch intakte Naturräume, die dazu einladen, auf Entdeckungsreise zu gehen.

Einige Orte und Landschaften dieser Region werden wir mit dem Fahrrad erkunden. Die Routen führen über bestens ausgebaute, leicht zu bewältigende und verkehrsarme Radwege und streifen dabei viele sehenswerte Zeugnisse der Geschichte dieser Region.

Einige Programmpunkte

  • Besuch des ehemaligen Stalag 326
  • Deutschlands größte Heidelandschaft: die Senne
  • Bielefeld: Auf den Spuren der Textilindustrie und ihrer Geschichte/
  • Global Goals Radweg, ein Projekt zur globalen Nachhaltigkeit des Welthaus Bielefeld
  • Wanderarbeit im 19. Jahrhundert: Das Ziegeleimuseum in Lage

Kosten 420,- Euro im Doppelzimmer (500,- Euro im Einzelzimmer, 260,- Euro ohne Unterkunft), inklusive Halbpension, Programm vor Ort

Ort Jugendgästehaus, Bielefeld

Termin 12.-16.09.2022

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Baskenland - Bearn. Geschichte, Kultur und Politik in der Grenzregion zwischen Frankreich und Spanien (02.-08.10.2022)

Bearn liegt im französischen Teil des Baskenlands an der Südspitze der Biskaya am Atlantik. Die Gegend war während des Nationalsozialismus ein Fluchtpunkt für  Verfolgte. Darüber hinaus zog die Gegend schon immer Freigeister und Humanisten an. Zu diesen zählte der Schriftsteller Heinreich Mann. Er ist den Nazis über die Fluchtroute der Ostpyrenäen entkommen. Dies war vor allem der Aktivität des Netzwerkes von Varian Frey zu verdanken.

Bask*innen sind nach eigenem Verständnis eine Nation. Zeitzeug*innen berichten, wie immer wieder und bislang vergeblich für eine Unabhängigkeit gestritten wurde. Von Pau und San Sebastian aus starten Exkursionen unter anderem ins Internierungslager Gurs und Gernika (Guernica).

Einige Programmpunkte:

  • Führung Château de Pau, Lesung aus Heinrich Manns »Henri IV«
  • Village Emmaüs: Vortrag und Diskussion über Armut in Frankreich
  • Exkursion ins ehemalige Internierungslager Gurs
  • Fahrt ins Bergdorf Lescun, wo Heinrich Mann die Geschichte Heinrichs des IV. entdeckte
  • Stadtrundgang San Sebastian, Einführung in die aktuelle Situation der Basken
  • Gernika (Guernica): Besuch des Museums, Stadtführung

Kosten  850,- Euro im Doppelzimmer (940,- Euro im Einzelzimmer), enthält Halbpension, Fahrten vor Ort, Eintritte und Führungen.

Ort  Hotel Bourbon in Pau und Zaragoza Plaza in San Sebastian

Termin  02.-08.10.2022

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Lyon: Zentrum der Resistance in Südfrankreich während des Nationalsozialismus (09.-15.10.2022)

Lyon war währеnd des Zweiten Weltkriegs das Zentrum des Widerstands gegen die Besetzung Frankreichs durch die Nationalsozialisten. Fluchthilfe-Organisationen arbeiteten von Lyon aus und eine breite Streikbewegung gegen die Zwangsarbeit hatte dort ihren Ausgangspunkt. Zahlreiche Menschen konnten in Lyon und Umgebung im Untergrund versteckt und zum Teil auch gerettet werden – gleichzeitig konzentrierten sich die Repressionsmassnahmen der Besatzungsmacht in dieser Region. Beispielhaft für die brutale Verfolgung der Juden ist der Mord an den Kindern und ihren Betreuerinnen im Waisenhaus von Izieu.

Welche aktuelle Bedeutung Lyon als kulturelles, wirtschaftliches und vor allem gastronomisches Zentrum im Süden Frankreichs hat, erfahren die Seminarteilnehmer*innen durch Museumsbesuche und Stadtrundgänge.

Einige Programmpunkte

  • Die Résistance in Lyon während der Besatzung (Vortrag Bernard Delpal)
  • Besichtigungen: Memorial National »Prison de Montluc«, »Centre d'Histoire de la Résistance et de la Déportation«, »Maison d’Izieu«, Gedenkstätte für die ermordeten jüdischen Kinder
  • Gespräch mit La CIMADE über die aktuelle Situation der Flüchtlingen in Frankreich

Kosten  670,- Euro im Doppelzimmer (760,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Halpension, Programm vor Ort

Ort  Ethic Etapes – CISL

Termin  09.- 15. Oktober 2022

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Bitte beachte(n) (Sie) unsere Geschäftsbedingungen. Darin gibt es auch eine Regelung für den Fall eines Rücktritts vor Fahrtbeginn (hier als pdf).