Bildung unterwegs 2020

Das Programm 2020 zum Download als pdf.

 

Alle "Bildung unterwegs" Angebote bis einschließlich 19. April 2020 sagen wir auf Grund des Corona-Virus ab, damit fällt die Fahrt nach Marseille aus.

Marseille – Fluchtort und Rettungshafen (29.03.-04.04.2020)

Marseille war jahrhundertelang ein Hafen für Menschen aus allen Ländern die Zuflucht suchten, eine neue Heimat finden wollten oder auf der Durchreise waren. Besondere Bedeutung erlangte Marseille in den Jahren der nationalsozialistischen Besatzung als zahlreiche Exilant*innen aus Deutschland, Österreich und anderen besetzten Staaten versuchten von Marseille aus in die Freiheit zu gelangen. 

Eine wichtige Rolle für die Rettung Geflüchteter spielt Varian Fry, der im Auftrag amerikanischer Hilfsorganisationen zahlreichen Menschen die Flucht über das Meer oder die Grenze nach Spanien ermöglichte. Wir werden in diesem Bildungsurlaub auf den Spuren Anna Seghers und Varian Frys historische Aspekte von Flucht und Emigration erkunden, uns aber auch mit der  aktuellen  politischen und sozialen Situation der Migrant*innen auseinandersetzen.

Einige Programmpunkte

  • Exilstadt Marseille – auf den Spuren von Anna Seghers und Varian Fry
  • »Auf den Spuren der Exilanten«, Tagesausflug nach Sanary-sur-mer
  • Treffen mit Vertretern von La Cimade. Die älteste und umfangreichste Flüchtlingshilfsorganisation in Frankreich, die noch heute aktiv ist
  • Rundgang durch die  Altstadt Marseilles – zwischen Einwandererkultur  und moderner Architektur

Kosten   640,- Euro im Doppelzimmer (790,- Euro im Einzelzimmer) inklusive Halbpension, alle Stadtführungen, Übersetzungen und Transporte vor Ort      

Ort  Hotel Grand Prado, Marseille

Termin 29.03.-04.04.2020

Das Seminar findet auf Grund des Corona-Virus nicht statt.

 

 

 

 

Thessaloniki: Erinnerungen an die deutsche Besatzung Griechenlands (17.05.-22.05.2020)

Über 300.000 Menschen fielen in Griechenland dem Besatzungsregime der Nationalsozialisten zum Opfer, neun von zehn Jüdinnen und Juden wurden in Vernichtungslager deportiert. Erst nach dem Ende der Militärdiktatur zu Beginn der 1970er Jahre begann eine öffentliche Auseinandersetzung mit der Zeit der deutschen Besatzung. Aspekte der Geschichte, die mit einer griechischen Identität in Konflikt treten können, wie beispielsweise Fragen der Kollaboration mit den Nazis und die Deportation der griechischen Jüdinnen und Juden, sind dabei bis heute umstritten.

In Thessaloniki mit seiner jahrhundertelangen jüdischen Geschichte können die Konflikte in der griechischen Erinnerungskultur im städtischen Raum erfahren  werden. Seit dem 100. Geburtstag der Stadt unter griechischer Herrschaft 2012 erhielt die Auseinandersetzung mit der Geschichte der deutschen Okkupation und des Holocaust mehr Aufmerksamkeit. 

Einige Programmpunkte

  • Stadtrundgang zur jüdischen Geschichte und zum Holocaust mit der Historikerin Rena Molho
  • Besuch der Kleinstadt Chortiatis und des Mahnmals zur Erinnerung an das Massaker der Wehrmacht an der Zivilbevölkerung des Dorfes
  • Treffen mit der erinnerungspolitischen Initiative vor Ort

Kosten 590,- Euro im Doppelzimmer (650,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Halbpension, alle Führungen, Eintritte, Transporte vor Ort

Ort  Parkhotel, Thessaloniki

Termin 17.-22.05.2020

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La Retirada: Flucht über die Pyrenäen und Exil in Frankreich 1936-1939 (07.-13.06.2020)

La Rеtirada - "Der Rückzug" nennen die Spanier die Flucht der republikanisch gesinnten Bevölkerung und Soldaten vor Francos Truppen im Januar 1939 über die Pyrenäen nach Frankreich. Nach dem Sieg Francos flohen 500.000 Menschen über die Grenze nach Frankreich. Während des Bildungsurlaubs werden die Internierungslager in Argeles und Rivesaltes besucht, in denen zunächst die spanischen Flüchtlinge, später auch deutsche Emigranten auf der Flucht vor faschistischer Verfolgung untergebracht waren. Die Grenzübergänge und Schmuggelwege in den Pyrenäen spielten eine wichtige Rolle sowohl für die Flüchtlinge die aus Spanien kamen, als auch einige Jahre später für diejenigen Flüchtlinge die vor der Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime versuchten Europa zu verlassen. In kleinen Wanderungen werden diese Wege während des Bildungsurlaubs erkundet. Wir werden diskutieren was uns die Geschichte der "Retirada" über die Ängste und die Interessen der europäischen Staaten am Vorabend des zweiten Weltkriegs zeigt und was sie uns lehrt in Bezug auf die heutige Flüchtlingspolitik.

Einige Programmpunkte

  • Grenzübergänge auf den Pässen der Pyrenäen: Hintergründe, Aufnahme der Flüchtlinge
  • Denkmal zur Erinnrung an Walter Benjamin (Port Bou)
  • Das Lager am Strand von Argelès
  • Besuch des Internierungslagers und des Museums Rivesaltes
  • Besuch der Maternité (Geburtshaus) von Elne: Gespräch mit einem dort Geborenen. Elisabeth Eisenbenz versteckte jüdische Mütter und Kinder und wurde ausgezeichnet als »Gerechte unter den Nationen« des Instituts Yad Vashem.

Kosten 670,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 720,- Euro), inklusive Halbpension, alle Führungen, Eintritte, Transporte vor Ort. 

Ort  Hotel Regina, Amélie-les-Bains-Palalda, Frankreich

Termin 07. - 13. Juni 2020

Das Seminar ist bereits ausgebucht, Anmeldungen nicht mehr möglich.

 

 

Amsterdam: Besetzung und Widerstand im Zweiten Weltkrieg (08.-12.06.2020)

Der Widerstand in Amsterdam und Umgebung gegen die deutsche Besetzung der Niederlande im Zweiten Weltkrieg steht bei diesem Bildungsurlaub im Mittelpunkt. Besondere Berücksichtigung findet dabei der Widerstand gegen die Deportation der jüdischen Bevölkerung und gegen die Zwangsarbeit holländischer Staatsbürger*innen. Auch soll die Bereitschaft zu Kollaboration mit der Besatzungsmacht thematisiert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars sind die psychischen Belastungen und die Ressourcen der Akteur*innen im Widerstand. Wir nähern uns dem Thema mit Führungen, Gesprächen und Besuchen in Museen und genießen die Stadt mit dem Fahrrad.

Einige Programmpunkte

  • Stadtrundfahrt Amsterdam
  • Besuch des »het joodse historische Museum« mit Führung
  • Besuch der Gedenkstätte der »de Dokwerker«
  • Führung durch den Stadtteil »De plantagebuurt« und Besuch verschiedener Gedenkstätten des Widerstandes

Kosten  580,- Euro im Doppelzimmer (670,- Euro im Einzelzimmer), enthält Übernachtung mit Frühstück, Fahrten vor Ort, Eintritte und Führungen.

Ort  a&o Hostel, Amsterdam Zuidoost

Termin  08.- 12. Juni 2020

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Auf den Spuren des Nationalsozialismus in Österreich. Mit Fahrrad und Zug von Passau entlang der Donau über Linz und Mauthausen nach Wien (20.-27.06.2020)

Im Mittelpunkt der Reise steht die österreichische Geschichte des Nationalsozialismus der 1930 und-40er Jahre. Dabei stellte die Politik des nationalsozialistischen Deutschlands einen maßgeblichen Hintergrund der sozialen und politischen Entwicklungen in Österreich dar. Die historische Bewertung schwankt zwischen Österreich als erstem Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Europa einerseits und einer begeisterten Kollaboration der NS-Politik andererseits. Zur Geschichte Österreichs in den 1930er Jahren gehört auch die Regierung Dollfuß, die einen autoritären Ständestaat schuf. Gegen diesen gab es starken Widerstand, so bereits 1934 den Februaraufstand unter anderem in Linz.

Einige Programmpunkte

  • Besuch des Konzentrationslagers Mauthausen
  • Besuch des Simon-Wiesental-Zentrums in Wien
  • Aspekte des österreichischen Widerstands, Führungen in Linz (Februaraufstand 1934)
  • Besuch des Dritten-Mann-Museums und der Karl Marx-Höfe in Wien
  • Naturräume erkunden: Mit dem Fahrrad entlang der Donau

Kosten 690,- Euro im Doppelzimmer (850,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Ü/F, HP an 3 Tagen, Transporte zwischen Passau und Wien, Führungen

Unterkunft  Hotels in Wien, Passau und Linz

Termin 20.-27. Juni 2020 

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Natur und Kultur rund um den Teutoburger Wald (22.-26.06.2020)

Natur, Kultur und Geschichte rund um den Teutoburger Wald stehen im Mittelpunkt des fünftägigen Bildungsurlaubs. Ostwestfalen-Lippe wird sowohl durch größere attraktive Städte als auch durch eine reich strukturierte, vielfältige Natur- und Kulturlandschaft geprägt. Dort befinden sich viele kleine geschichtsträchtige Orte sowie ökologisch intakte Naturräume, die dazu einladen, auf Entdeckungsreise zu gehen.

Einige Orte und Landschaften dieser Region werden wir mit dem Fahrrad erkunden. Die Routen führen über bestens ausgebaute, leicht zu bewältigende und verkehrsarme Radwege und streifen dabei viele sehenswerte Zeugnisse der Geschichte dieser Region.

Einige Programmpunkte

  • Besuch des Kreismuseums Wewelsburg
  • Deutschlands größte Heidelandschaft: die Senne
  • Bielefeld: Auf den Spuren der Textilindustrie und ihrer Geschichte / Global Goals Radweg, ein Projekt zur globalen Nachhaltigkeit des Welthaus Bielefeld
  • Ostwestfalen im Krieg: Das Stammlager 326 und die Gedenkstätte in Augustdorf
  • Wanderarbeit im 19. Jahrhundert: Das Ziegeleimuseum in Lage

Kosten 410,- Euro im Doppelzimmer (490,- Euro im Einzelzimmer, 250,- Euro ohne Unterkunft), inklusive Halbpension, Programm vor Ort

Ort Jugendgästehaus, Bielefeld

Termin 22.-26.06.2020

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Zur Dialektik der (Natur-)Wissenschaften. Lese-Urlaub zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels (29.06.-03.07.2020)

Am 28. November 2020 wäre Friedrich Engels 200 Jahre alt geworden. Dieser Bildungsurlaub widmet sich seinen Arbeiten zur Dialetik der Natur und der Naturwissenschaften, aus dem gemeinsam Ausschnitte gelesen werden. Wie verstehen Marx und Engels das Verhältnis der Menschen zur Natur? Was heißt überhaupt Dialektik? Welche Auffassung hatten Marx und Engels von der Theorie und Praxis der Naturwissenschaften ihrer Zeit? Und: Was kann ihre dialektische Theorie der Natur(wissenschaften) zum Verständnis der ökologischen Krise der Gegenwart und der Rolle der naturwissenschaftlichen Forschung in der heutigen Gesellschaft beitragen?

Die Textarbeit findet im Kerschensteiner-Kolleg, mitten im »Deutschen Museum« in München, statt. Zwei thematische Führungen zu naturwissenschaftlicher Theorie und Praxis sind Teil des Programms. Die Teilnehmenden haben während der Woche jederzeit freien Eintritt ins Museum. Alle – ob mit oder ohne philosophische und naturwissenschaftliche Vorkenntnisse – sind herzlich eingeladen. Leitung: Eva Bockenheimer, Wiebke Henning.

Alle – ob mit oder ohne philosophische und naturwissenschaftliche Vorkenntnisse – sind herzlich eingeladen.

Programmpunkte

  • Einführung in das Denken von Marx und Engels
  • Gemeinsame Lektüre von Ausschnitten aus Friedrich Engels‘ Schrift „Dialektik der Natur“
  • Eine Vortrags- und eine Experimentalführung durch das Deutsche Museum in München
  • Besuch eines Münchner Brauhauses

Kosten  600,- Euro im Doppelzimer (650,- Euro im Einzelzimmer), Studierende/ Auszubildende: DZ: 280,- Euro (EZ 310,- Euro). Zwei thematische Führungen, freier Eintritt Deutsches Museum

Ort  Deutsches Museum: Kerschensteiner Kolleg, München

Termin  29.06.-03.07.2020   

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Widerstand und Verfolgung in Frankreich zur Zeit der NS-Besatzung in der Region Drome/Dieulefit (13.-19.09.2020)

Die Region Drome und die Stadt Dieulefit im Süden Frankreichs sind bekannt für ihren Widerstand gegen jegliche staatliche Verfolgung. Angefangen von den Hugenotten im 16.Jahrhundert bis zum bemerkenswerten zivilen Widerstand gegen die Abscheulichkeiten des Vichy-Regimes und gegen den Naziterror in der Zeit der deutschen Okkupation lebt in dieser Region eine Widerstandstradition, die bis heute anhält. Das bemerkenswerteste Beispiel ist die Stadt Dieulefit, eine kleine Stadt mit rund 3.000 Einwohnerinnen, die während der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung über 1.000 Flüchtlinge und Verfolgte hat schützen, verstecken und ernähren können. Im Gespräch mit einer Zeitzeugin, durch Besichtigungen und Besuche vor Ort entsteht ein lebendiges Bild dieser ungewöhnlichen Region und ihres Widerstands.

Einige Programmpunkte

  • Ziviler Widerstand zur Zeit der Okkupation (Vortrag Bernard Delpal) 
  • Begegnung mit der Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir 
  • Hermann Nuding/Ella Rumpf: Zwei Deutsche in der Resistance
  • Flüchtlingshilfe gestern und heute: Die Flüchtlingsorganisation Cimade aus Valence 
  • Der protestantische Widerstand: Besuch des Hugenottenmuseums in Poet-Laval 

Kosten 680,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 780,- Euro), inklusive Vollpension, Programm und Fahrten vor Ort 

Ort  L'Auberge de l'Escargot d'Or, Dieulefit

Termin   13.-19. September 2020

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Frankreichs Neue Linke (27.09.-03.10.2020)

Die spontane Protestbewegung von StudentInnen und ArbeiterInnen in Frankreich, die wir als »Mai 68« kennen, war die wohl heftigste Erschütterung, die eine kapitalistische Gesellschaft in Westeuropa jemals erlebt hat. Nach dem 2. Weltkrieg hatte sich in Frankreich eine »Neue Linke« gebildet, zu der Intellektuelle wie Jean Paul Sartre und Albert Camus oder kleine, aber einflussreiche Gruppen wie Socialisme ou Barbarie und die Situationistische Internationale zu zählen sind. Sie lehnten den Kommunismus der UDSSR genauso ab wie die entfremdeten gesellschaftlichen Verhältnisse des Kapitalismus. 2007 prognostizierte eine Gruppe der autonomen Linken den Zusammenbruch des Kapitalismus, ein Jahrzehnt später stürzen die Gelbwesten den Machtapparat in eine empfindliche Legitimationskrise.

Ziel des Seminars/Bildungsurlaubs ist nicht nur eine Aufarbeitung und (Wieder-) Entdeckung kritischer linker Theorie. Diskutiert werden soll auch die Frage, inwieweit der emanzipatorische Gehalt dieser Denkansätze der »Neuen Linken« eine Orientierung bieten kann für die Probleme der Gegenwart und die Überwindung des Kapitalismus.

Vorgestellt und diskutiert werden

  • Die Kontroverse zwischen Sartre und Camus: Gerd Stange (Edition Contrabass)
  • Die Gruppe Socialisme ou Barbarie: Harald Wolf (Soziologe), Andrea Gabler, Autorin des Buchs „Antizipierte Autonomie“
  • Die Situationisten: Hanna Mittelstaedt (Mitbegründerin Edition Nautilus)
  • Das Unsichtbare Komitee: Elmar Schmeda, Übersetzer der französischen Ausgabe von „Der kommende Aufstand“

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Arbeit und Leben DGB/VHS im Kreis Herford e. V. und der Edition Contrabass.

Kosten 640,- Euro im Einzelzimmer, inklusive Vollverpflegung

Unterkunft Foyer International d'Etudes Françaises, La Begude de Mazenc (nahe Montelimar)

Termin 27.09. - 03.10.2020

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Rügen/Prora: Nationalsozialistische Vergangenheit und Tourismus heute (28.09.-02.10.2020)

Die NS-Gemeinschaft »Kraft durch Freude“ (KdF) ließ ab 1936 in Prora auf der Ostseeinsel Rügen das sogenannte „KdF-Seebad« Prora erbauen. Dazu kam es allerdings nie: Bei Kriegsbeginn wurde der Bau der Anlage eingestellt. Während des Krieges wurde diese dann zur Ausbildung eines Polizeibataillons genutzt, zu Kriegsende als Lazarett. Die dazu nötigen Ausbauarbeiten wurden von Zwangsarbeitern ausgeführt.
Auf dem Gelände des »KdF Seebad« besteht die Möglichkeit, gemeinsam Eindrücke von den Gebäudekomplexen im Baustil des Nationalsozialismus zu sammeln. Themen werden auch die Zwangsarbeit, die heutige Entwicklung des Tourismus und der Gentrifizierung auf Rügen und in Prora sein.

Einige Programmpunkte

  • Besuch der Ausstellung »MACHTUrlaub«, Workshop im Dokumentationszentrum Prora.
  • Erkundung der Gebäudekomplexe
  • Erkundungen mit dem Rad Prora - Binz
  • Gespräche vor Ort mit Expert*innen zur Zwangsarbeit, zur Nutzung in der DDR und zum Tourismus heute

Kosten  440,- Euro imDoppelzimmer, (640,- Euro im Einzelzimmer, Mehrbett 280,- Euro, Zeltplatz 200,- Euro), enthält Übernachtung mit Halbpension, Eintritte und Führungen.

Ort  Jugendherberge Prora mit Jugendzeltplatz

Termin  28.09.-02.10.2020        

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Baskenland: zwischen Zerstörung und Aufbruch (11.-17.10.2020)

Bearn liegt im französischen Teil des Baskenlands an der Südspitze der Biskaya am Atlantik. Die Gegend war während des Nationalsozialismus ein Fluchtpunkt für  Verfolgte. Darüber hinaus zog die Gegend schon immer Freigeister und Humanisten an. Zu diesen zählte der Schriftsteller Heinreich Mann. Er ist den Nazis über die Fluchtroute der Ostpyrenäen entkommen. Dies war vor allem der Aktivität des Netzwerkes von Varian Frey zu verdanken.

Bask*innen sind nach eigenem Verständnis eine Nation. Zeitzeug*innen berichten, wie immer wieder und bislang vergeblich für eine Unabhängigkeit gestritten wurde. Von Pau und San Sebastian aus starten Exkursionen unter anderem ins Internierungslager Gurs und Gernika (Guernica).

Einige Programmpunkte:

  • Führung Château de Pau, Erste Lesung aus Heinrich Manns »Henri IV«
  • Village Emmaüs: Vortrag und Diskussion über Armut in Frankreich
  • Exkursion ins ehemalige Internierungslager Gurs
  • Fahrt ins Bergdorf Lescun, wo Heinrich Mann die Geschichte Heinrichs des IV entdeckte. Treffen mit einem Zeitzeugen
  • Stadtrundgang San Sebastian, Einführung in die aktuelle Situation der Basken
  • Gernika (Guernica): Besuch des Museums, Stadtführung

Kosten  850,- Euro im Doppelzimmer (940,- Euro im Einzelzimmer), enthält Übernachtung mit Frühstück, Fahrten vor Ort, Eintritte und Führungen.

Ort  Hotel Bourbon in Pau und ein Hotel in San Sebastian

Termin  11.-17.10.2020

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Amsterdam: Paradies ohne Palmen (02.-06.11.2020)

Schon im Frühkapitalismus war Amsterdam eine Stadt, in der die Geldaristokratie das Sagen hatte. Zahllose Bauten und Stadtpaläste bezeugen Reichtum und Macht der reichen Kaufleute.

Heute sind es zahllose Briefkastenfirmen und die Finanzzentralen großer Konzerne, die Amsterdam als Standort zur Steuervermeidung und Gewinnverlagerung nutzen. Laut der niederländischen Zeitung "De Correspondent" flossen Gewinne in Höhe von fast 500 Milliarden Euro in den letzten Jahren in die Niederlande und nach Amsterdam. Viele ihrer Aktivitäten sind völlig legal, weil es der nationale und europäische Rechtsrahmen ermöglichen.

Dieser Bildungsurlaub besteht aus Rundgängen, Vorträgen und Exkursionen. Wir besichtigen die Patrizierhäuser des 16. Jahrhunderts und befassen uns mit der Kolonialgeschichte der Stadt am Beispiel von Multatuli. Kritisch diskutiert wird Rolle und Bedeutung der Finanzindustrie im Kontext der Geschichte und Gegenwart Amsterdams und der Europäischen Union.

Einige Programmpunkte

  • Amsterdam im 16. Jahrhundert, Metropole einer Weltmacht (Stadtbesichtigung)
  • Beispiel Jan Six: Der Aufstieg einer Patrizierfamilie
  • Das niederländische Kolonialreich: Das Multatulimuseum
  • Wie Steuervermeidung und Steuerparadiese funktionieren
  • Stadtrundgang: Amstedam-Zuidost, die Heimat der Firmenzentralen und Konzerne

Kosten  580,- Euro im Doppelzimmer (670,- Euro im Einzelzimmer), enthält Übernachtung mit Frühstück, Fahrten vor Ort, Eintritte und Führungen.

Ort  a&o Hostel, Amsterdam Zuidoost

Termin  02.- 06. November 2020

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Bitte beachte(n) (Sie) unsere Geschäftsbedingungen. Darin gibt es auch eine Regelung für den Fall eines Rücktritts vor Fahrtbeginn (hier als pdf).