Bildung unterwegs 2024

Lesen Sie, lies Du hier (pdf) einen ausführlichen Erfahrungsbericht unserer Fahrt im Juni 2022 in die Pyrenäen.

Bitte beachte(n) (Sie) unsere Geschäftsbedingungen. Darin gibt es auch eine Regelung für den Fall eines Rücktritts vor Fahrtbeginn (hier als pdf).

Marseille – Fluchtort und Rettungshafen (07.04.-12.04.2024)

Marseille war jahrhundertelang ein Hafen für Menschen aus allen Ländern, die Zuflucht suchten, eine neue    Heimat finden wollten oder auf der Durchreise waren. Besondere Bedeutung erlangte Marseille in den Jahren der nationalsozialistischen Besatzung, als zahlreiche Exilant*innen aus Deutschland, Österreich und anderen besetzten Staaten versuchten, von Marseille aus in die Freiheit zu gelangen.

Eine wichtige Rolle für die Rettung Geflüchteter spielt Varian Fry, der im Auftrag amerikanischer Hilfsorganisationen zahlreichen Menschen die Flucht über das Meer oder die Grenze nach Spanien ermöglichte.In diesem Bildungsurlaub werden auf den Spuren Anna Seghers und Varian Frys historische Aspekte von Flucht und Emigration erkundet, Thema ist aber auch die aktuelle politische und soziale Situation der Migrant*innen.

Einige Programmpunkte

  • Exilstadt Marseille – auf den Spuren von Anna Seghers und Varian Fry
  • »Auf den Spuren der Exilanten«, Tagesausflug nach Sanary-sur-mer
  • Besuch der Gedenkstätte im ehemaligen Lager »Les Milles«, einer Ziegelei, die zwischen 1939 und 1941 als Internierungs-, und Deportationslager genutzt wurde
  • Treffen mit Vertretern der soziokulturellen Initiative»Coco Velten«, einem regionalen Projekt der Nationalen Initiative »Yes We Camp«
  • Rundgang durch die Altstadt Marseilles – zwischen Einwandererkultur und moderner Architektur

Kosten  760,- Euro im Doppelzimmer (900,- Euro im Einzelzimmer) inklusive Halbpension, alle Stadtführungen, Übersetzungen und Transporte vor Ort      

Ort  Residhotel Grand Prado, Marseille

Termin 07.04. - 12.04.2024

Das Seminar ist bereits ausgebucht. Wir haben nun ein zweites Seminar vom 3.-9. November 2024 organisiert.

Das Bauhaus und der Nationalsozialismus (27.05.-30.05.2024)

In diesem Bildungsurlaub werden neue, auch unbequeme Perspektiven auf die Bauhausgeschichte aufgezeigt. Denn noch lange nach 1945 hielt sich die Illusion einer einzig „guten" und verfolgten Moderne. Eine innovative künstlerische Haltung allein, so zeigen die Schicksale vieler Bauhaus-Angehörigen, schützt noch nicht gegen die Verführbarkeit durch den Faschismus. Dies macht die Rolle der Kunst in einer liberalen und weltoffenen Gesellschaft zu einem zentralen Thema diese Bildungsurlaubs.

Mit Vorträgen, Expert*innengesprächen, Diskussionen und Erkundungen  vor Ort werden im Rahmen dieses Bildungsurlaubs Kennnisse über das Verhältnis von Bauhausmoderne und Nationalsozialismus vermittelt und vertieft.

Einige Programmpunkte

  • Expert*innengespräche: Bauhaus und Nationalsozialismus
  • Großer Bauhausspaziergang
  • Wielandgut Oßmannstedt mit Park
  • Besuch Bauhausmuseum, Schiller Museum und neues Museum zur Jahressonderausstellung „Bauhaus und Nationalsozialismus"

Kosten 450,- Euro (EZ 500,- Euro), Unterkunft und Verpflegung (HP), inklusive allen Eintritten und Führungen

Ort  Wielandgut Oßmannstedt, Oßmannstedt

Termin 27.05.-30.05.2024

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Die Cevennen – Ort der Zuflucht und des Widerstands (02.-08.06.2024)

Die Cevennen waren während des Zweiten Weltkriegs ein Ort der Zuflucht für viele Verfolgte des Nazi-Regimes, Jüdinnen und Juden, Antifaschist*innen aus Deutschland und auch aus Spanien, darunter viele, die in den internationalen Brigaden gekämpft hatten. Dass sie dort Aufnahme fanden, wurzelt nicht zuletzt in einer starken hugenottischen Widerstandstradition.


Dass es so oft erfolgreich gelang, die Exilant*innen vor dem Zugriff der Vichy-Polizei und der Nazis zu schützen, lag an der breiten Unterstützung aus der Bevölkerung und einer Landschaft, die geprägt ist von vereinzelt gelegenen Gehöften. Das konnte sich die   Résistance zunutze machen. An historischen Orten und in Gesprächen mit lokalen Initiativen, die sich mit der französischen Geschichte zur Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen, wird das Schicksal der Einwohner*innen, Exilant*innen und Widerstandskämpfer*innen in der Region thematisiert.

Einige Programmpunkte

  • Die Cevennen – Geschichte eines Ortes der Zuflucht 1940-44. Vortrag von Patrick Cabanel, Historiker. Besuch einiger Orte, wo Geflüchtete Zuflucht fanden
  • Résistance in den Cevennen mit einer Wanderung auf den Wegen der Widerstandskämpfer
  • Die Rolle von Deutschen im regionalen Widerstand
  • Besuch im Musée de la désert (Zeit der Hugenottenverfolgung) und im Maison rouge (Leben und Alltag in den Cevennen)

Kosten  840,- Euro im Doppelzimmer (940,- Euro im Einzelzimmer), enthält Übernachtung mit Halbpension, Eintritte und Führungen.

Ort  Chateau de Cabrières, St. Jean du Gard

Termin  02. - 08. Juni 2024

Das Seminar ist bereits ausgebucht. Sie können sich nur noch auf der Warteliste eintragen.

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Fürstenberg an der Havel: Eine Stadt in drei politischen Systemen - Nazi-Diktatur, DDR und BRD (10.-14.06.2024)

Fürstenberg/Havel liegt 80 Kilometer nördlich von Berlin inmitten dreier Seen. Die Wasserstadt ist das Tor zur Mecklenburgischen Seenplatte. Vieles ist einzigartig, aber auch übertragbar auf andere Orte und andere Menschen. In Fürstenberg/ Havel gibt es viele Geschichten zu erzählen und ihre Orte zu sehen. Zum Beispiel die Mahn- und Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen KZ Ravensbrück, die Spuren der Stationierung von 30.000 sowjetischen Soldaten und die Folgen der Treuhand-Abwicklungen. Aus den Geschichten werden Fragen. Wie haben sich die Einwohner zum KZ verhalten und wie ist es heute? Wie war das Verhältnis zwischen den Soldaten und den Fürstenbergern? Welche Zukunftsentwicklungen hat diese Stadt?

Die Teilnehmenden erkunden Stadt und Umgebung mit dem Rad und mit dem Kanu und treffen Menschen, die Fragen beantworten und ihre Geschichten erzählen.

Einige Programmpunkte:

  • Führung und Gespräche in der  der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
  • Das ehemalige KZ und die Gedenkstätte im Stadtbild und im Bewußtsein der Bürgerinnen und Bürger
  • Gespräche mit Zeitzeugen zu den Jahren 1945 - 1990
  • Radtour durch die Stadt und deren Umgebung mit historischen und aktuellen Themen
  • Eine Kanutour mit touristischen und historischen Betrachtungen. Wer sich nicht ins Boot setzen möchte, fährt mit dem Rad.

Hinweis Rad und Canadier bzw. Kajak können mitgebracht oder vor Ort ausgeliehen werden.

Kosten  620,- Euro im Doppelzimmer (740,- Euro im Einzelzimmer), enthält Halbpension, Eintritte und Führungen.

Ort  Kulturgasthof Alte Reederei, Fürstenberg/Havel

Termin  10.- 14. Juni 2024

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Bella Ciao! Südtirol und Oberitalien zwischen Faschismus, NS-Terror und Widerstand (31.08.-07.09.2024)

Erinnerungen, Gedenkorte, Architektur. Eine Spurensuche entlang von Eissack und Etsch. Dieses Bildungsurlaubsprogramm widmet sich der Geschichte und den aktuellen Entwicklungen in der Region Südtirol im Zusammenleben von italienischsprachigen und deutschsprachigen Italiener*innen unter historischen und politischen Aspekten. In Form gezielter Führungen, Expertengespräche, Filme und politikwissenschaftlichen sowie literarischen Texten soll das Gesamtthema reflektiert werden.

Insbesondere in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Region geprägt von den historischen Ereignissen Faschismus, 2. Weltkrieg, deutscher Okkupation und italienischer Resistenza. In Bozen, Trento und Verona werden wir uns an repräsentativen Gedenkorten und in Zusammenarbeit mit Expert*innen sowie den ANPI – Organisationen (Associazione Nazionale Partigiani d’Italia (kurz A.N.P.I. oder ANPI, deutsch Nationale Vereinigung der Partisanen Italiens) mit den Themen italienischer Faschismus & deutscher Nationalsozialismus in Italien, mit der Zeit der deutschen Besetzung Italiens und der sog. „Republicca Sociale“ sowie der Bedeutung des Partisanenwiderstandes auseinandersetzen. Ein Schwerpunkt gilt der deutschsprachigen Region Südtirol, deren Bewohner*innen zwei spezifische Formen des Faschismus erleben mussten. Fragen zur Bedeutung des „Südtiroler Autonomiestatutes“ für das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Kultur- und Sprachgruppen werden ebenso eine Rolle spielen wie der aktuelle Zustand der Republik Italien unter der Regierung Meloni.

 Programmpunkte

  • Geschichte der Region Südtirol/ Alto Adige unter politischen und soziologischen Aspekten (Vortrag, Referent Hannes Obermaier, Stadtarchivar und 2. Vorsitzender der ANPI Bozen)
  • Das Siegesdenkmal / Museum in Bozen als Teil unterschiedlicher kollektiver Erinnerungen (Gespräch mit einem Museums- Kurator und Erkundung vor Ort)
  • Geschichte der Stadt Bozen unter besonderer Berücksichtigung der Symbole des ital. Faschismus und der faschistischen
    Italienisierungspolitik der Region (Vortrag und Diskussion, Erkundung vor Ort)
  • Geschichte der Stadt Bozen unter besonderer Berücksichtigung der Orte der NS – Terrorherrschaft von 1943 – 1945: Das Gestapo – Hauptquartier des sog. Alpenvorlandes“ und das Deportations - Durchgangslager Bozen. Relevanz, Täter, Verantwortungen /(Vortrag und Diskussion, Erkundung vor Ort)
  • Aktuelle Debatten um die Inhalte und Gestaltungsmöglichkeiten der Autonomie im Rahmen
    des italienischen Nationalstaates. Kontinuitäten und Sollbruchstellen
  • Der italienische Widerstand gegen die deutsche Besatzungspolitik. Entstehung und Entwicklung der Resistenza. Hintergründe, Bedeutung, Akteure. Vortrag und Diskussion, Referat Hermann Bueren, Soziologe
  • die zentrale Erinnerungsstätte für gefallene Partisanen in Trento. (Vortrag durch den Vorsitzenden der ANPI – Trento)
  • Die Organisation des Partisanenverbandes ANPI in Verona. Geschichte, Bedeutung und aktuelle Aktivitäten. ( Referat durch den Vorsitzenden der ANPI – Verona, Andrea Castagna)
  • Die sog. „Republik von Salo / Republicca Sociale“ und die deutsche Herrschaft in Norditalien. Faschistische Kooperationen und Widerstand (Vortrag und Diskussion)
  • Geschichte Veronas in der Zeit des Faschismus (Vortrag und Erkundung vor Ort durch eine Mitarbeiterin des „Istorico della
    Resistenza Veronese“)
  • Aufstieg und Fall des italienischen Faschismus. Ein historischer Abriss (Referat durch den Direktor des „Istorico della Resistenza Veronese“, Fragen und Diskussion)
  • Zu den aktuellen politischen Entwicklungen in Italien unter Regierung von Georgia Meloni.
    Alter Wein in neuen Schläuchen? (Referat und Diskussion mit Vertreter*innen der ANPI Verona, Fragen und Diskussion)

Ort Hotels/ Hostels in Brixen, Bozen, Trento und Verona

Kosten 770,- Euro (EZ 900,- Euro)  alle Programmkosten vor Ort, Unterkunft /Frühstück, an drei Tagen ein HP Angebot.

Termin 31. August bis 07. September 2024

Anmeldungen sind nicht mehr möglich. Das Seminar ist bereits ausgebucht.

 

 

Den Haag: Von den Nachbarn lernen?! Politik und Wirtschaft in den Niederlanden (02.-06.09.2024)

Lieber Manfred,

Wie sieht eigentlich das politische System der Niederlande aus? Wie setzen sich die parlamentarischen Institutionen in Den Haag zusammen? Welche Rolle spielen die Niederlande in der EU? Wie geht das Nachbarland mit seiner kolonialen Geschichte um?  Wie entwickelt sich der Tourismus im Küstenort Scheveningen? Alle diese Fragen wollen wir mit ExpertInnen aus Politik, Gewerkschaften und Verbänden erörtern. Außerdem lernen wir gemeinsam die schöne und spannende Stadt Den Haag kennen. Abseits des Programmes gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Bummeln, Zusammensitzen und Verweilen in Den Haag.

 Einige Programmpunkte

  • Stadtrundgang in Den Haag unter historisch-politischen Aspekten
  • Kolonialgeschichtlicher Rundgang durch Den Haag
  • Rotterdam: Das „Wereld Museum“ – wie wird aktuell im  Museum die koloniale Erinnerung dargestellt
  • Aktuelle soziale, ökonomische und ökologische Konflikte in den Niederlanden: Rolle der Gewerkschaften und der Zivilgesellschaft

Kosten 720,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 850,- Euro), Halbpension, inklusive aller Programme und Fahrten vor Ort

Ort  Skotel The Hague, Den Haag

Termin 02.-06.September 2024

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Ioannina – Erinnerungen an die deutsche Besatzung Griechenlands (08.-13.09.2024)

Die Zeit der nationalsozialistischen Besatzung Griechenlands hat in den vergangenen Jahren vermehrt öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. In Ioannina, Hauptstadt der Region Epirus und ihre Umgebung wird die Grausamkeit der deutschen Besatzungszeit in besonderer Weise deutlich: Ioannina war die Hauptstadt der romaniotischen Jüd*innen und die zweitgrößte jüdische Gemeinde Griechenlands. Bereits kurz nach dem Einmarsch der deutschen Truppen begann die Verfolgung der Jüd*innen. 90 Prozent der Gemeindemitglieder wurden in die Vernichtungslager deportiert und ermordet.
Die Begegnung mit Menschen, die sich mit der Erinnungsarbeit befassen, lässt die Geschichte der Stadt lebendig werden. Der Besuch von verschiedenen Gedenk-orten ermöglicht einen Einstieg in die griechischeErinnerungskultur und macht sichtbar, wie die deutsche Wehrmacht in dieser Region gewirkt hat.

Einige Programmpunkte

  • Exkursionen und Fachgespräche zur Geschichte von Ioannina unter deutscher Besatzung
  • Geschichte der jüdischen Gemeinde Ioanninas
  • Besuch des Dorfes Lyngiades, welches am 3. Oktober 1943 vernichtet wurde
  • Besuch des Gedenkortes Mousiotitsa
  • Die Insel Ioannina nach der Besatzung
  • Gespräch mit Mitarbeitenden des interkulturellen Projekts »habibi works«

Kosten  750,- Euro im Doppelzimmer (850,- Euro im Einzelzimmer), enthält Übernachtung mit Halbpension, Eintritte und Transport vor Ort.

Ort  Hotel Olympic, Ioannina

Termin 08.-13. September 2024

Dieser Bildungsurlaub findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW statt.

Das Seminar ist bereits ausgebucht.

Widerstand und Verfolgung in Frankreich zur Zeit der NS-Besatzung in der Region Drome/Dieulefit (15.-21.09.2024)

Die Region Drome und die Stadt Dieulefit im Süden Frankreichs sind bekannt für ihren Widerstand gegen jegliche staatliche Verfolgung. Angefangen von den Hugenotten im 16.Jahrhundert bis zum bemerkenswerten zivilen Widerstand gegen die Abscheulichkeiten des Vichy-Regimes und gegen den Naziterror in der Zeit der deutschen Okkupation lebt in dieser Region eine Widerstandstradition, die bis heute anhält. Das bemerkenswerteste Beispiel ist die Stadt Dieulefit, eine kleine Stadt mit rund 3.000 Einwohnerinnen, die während der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung über 1.000 Flüchtlinge und Verfolgte hat schützen, verstecken und ernähren können. Im Gespräch mit einer Zeitzeugin, durch Besichtigungen und Besuche vor Ort entsteht ein lebendiges Bild dieser ungewöhnlichen Region und ihres Widerstands.

Einige Programmpunkte

  • Ziviler Widerstand zur Zeit der Okkupation (Vortrag Bernard Delpal) 
  • Hermann Nuding/Ella Rumpf: Zwei Deutsche in der Resistance
  • Flüchtlingshilfe gestern und heute: Die Flüchtlingsorganisation Cimade aus Valence 
  • Der protestantische Widerstand: Besuch des Hugenottenmuseums in Poet-Laval 

Kosten 720,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 800,- Euro), inklusive Halbpension, Programm vor Ort 

Ort  L'Auberge de l'Escargot d'Or, Dieulefit

Termin   15.-21. September 2024

Das Seminar ist ausgebucht. Sie können sich noch auf die Warteliste eintragen.

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Regionale Wirtschaft in OWL, Natur und Kultur rund um den Teutoburger Wald - Unterwegs mit dem Rad in OWL (16.-20.09.2024)

Natur, Kultur und Geschichte rund um den Teutoburger Wald stehen im Mittelpunkt des fünftägigen Bildungsurlaubs. Ostwestfalen-Lippe wird sowohl durch größere attraktive Städte als auch durch eine reich strukturierte, vielfältige Natur- und Kulturlandschaft geprägt. Dort    befinden sich viele kleine geschichtsträchtige Orte sowie ökologisch intakte Naturräume, die dazu einladen, auf Entdeckungsreise zu gehen.

Einige Orte und Landschaften dieser Region werden mit dem Fahrrad erkundet. Die Routen führen über bestens ausgebaute, leicht zu bewältigende und verkehrsarme Radwege und streifen dabei viele sehenswerte Zeugnisse der Geschichte dieser Region.

Einige Programmpunkte

  • Besuch des ehemaligen Stalag 326
  • Deutschlands größte Heidelandschaft: die Senne
  • Bielefeld: auf den Spuren der Textilindustrie und ihrer Geschichte
  • Global Goals Radweg, ein Projekt zur globalen Nachhaltigkeit des Welthaus Bielefeld
  • Wanderarbeit im 19. Jahrhundert: das Ziegeleimuseum in Lage

Kosten 450,- Euro im Doppelzimmer (530,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Halbpension, Programm vor Ort

Ort Jugendgästehaus, Bielefeld

Termin 16.-20.September 2024

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Baskenland - Bearn. Geschichte, Kultur und Politik in der Grenzregion zwischen Frankreich und Spanien (06.-12.10.2024)

Bearn liegt im französischen Teil des Baskenlands an der Südspitze der Biskaya am Atlantik. Die Gegend war während des Nationalsozialismus ein Fluchtpunkt für  Verfolgte. Darüberhinaus zog die Gegend schon immer Freigeister und Humanisten an. Zu diesen zählte der Schriftsteller Heinrich Mann. Er ist den Nazis über die Fluchtroute der Ostpyrenäen entkommen. Dies war vor allem der Aktivität des Netzwerkes von Varian Fry zu verdanken.
Bask*innen sind nach eigenem Verständnis eine Nation. Zeitzeug*innen berichten, wie immer wieder und bislang vergeblich für eine Unabhängigkeit gestritten wurde. Von Pau und San Sebastian aus starten Exkursionen unter anderem ins Internierungslager Gurs und nach Gernika (Guernica).

Einige Programmpunkte:

  • Stadtführung Pau. Village Emmaüs: Vortrag und Diskussion über Armut in Frankreich
  • Exkursion ins ehemalige Internierungslager Gurs
  • Fahrt ins Bergdorf Lescun, Lesung aus Heinrich Manns »Henri IV«
  • Stadtrundgang San Sebastian, Einführung in die aktuelle Situation der Basken
  • Gernika (Guernica): Besuch des Museums, Stadtführung

Kosten  850,- Euro im Doppelzimmer (960,- Euro im Einzelzimmer), enthält Halbpension, Fahrten vor Ort, Eintritte und Führungen.

Ort  Hotel Bourbon in Pau und Zaragoza Plaza in San Sebastian

Termin  06.- 12. Oktober.2024

Das Seminar ist bereits ausgebucht. Sie können sich nur noch auf der Warteliste eintragen.

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Lyon: Zentrum der Resistance in Südfrankreich während des Nationalsozialismus (13.-19.10.2024)

Lyon war währеnd des Zweiten Weltkriegs das Zentrum des Widerstands gegen die Besetzung Frankreichs durch die Nationalsozialisten. Fluchthilfe-Organisationen arbeiteten von Lyon aus und eine breite Streikbewegung gegen die Zwangsarbeit hatte dort ihren Ausgangspunkt. Zahlreiche Menschen konnten in Lyon und Umgebung im Untergrund versteckt und zum Teil auch gerettet werden – gleichzeitig konzentrierten sich die Repressionsmassnahmen der Besatzungsmacht in dieser Region. Beispielhaft für die brutale Verfolgung der Juden ist der Mord an den Kindern und ihren Betreuerinnen im Waisenhaus von Izieu.
Welche aktuelle Bedeutung Lyon als kulturelles, wirtschaftliches und vor allem gastronomisches Zentrum im Süden Frankreichs hat, erfahren die Seminarteilnehmer*innen durch Museumsbesuche und Stadtrundgänge.

Einige Programmpunkte

  • Die Résistance in Lyon während der Besatzung (Vortrag Bernard Delpal)
  • Besichtigungen: Memorial National »Prison de Montluc«, »Centre d'Histoire de la Résistance et de la Déportation«, »Maison d’Izieu«, Gedenkstätte für die ermordeten jüdischen Kinder
  • Gespräch mit La CIMADE über die aktuelleSituation der Flüchtlinge in Frankreich

1. Termin  13.-19. Oktober 2024

Ort  Ethic Etapes – CISL

Kosten   700,- Euro im Doppelzimmer (800,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Halbpension, Programm vor Ort

Das Seminar ist ausgebucht. Sie können sich noch auf die Warteliste eintragen.

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Fluchtort Lissabon (13.-19.10.2024)

Ab 1933 verfolgten die Nationalsozialisten jüdische und zahlreiche andere Menschen. Viele flohen. Mit dem    Beginn des Krieges wurde die Lage der Flüchtlinge in westlichen Ländern Europas immer prekärer. Die deutschen Besatzer kontrollierten die Häfen am Atlantik und am Mittelmeer. Eine Flucht auf andere Kontinente war nur noch über Marseille und Lissabon möglich. Die portugiesische Regierung verweigerte die benötigten Visa. Der portugiesische Konsul in Bordeaux, Aristides Sousa Mendes, setzte sich jedoch über dieses Verbot hinweg und unterschrieb zahlreiche Einreisegenehmigungen.

In Lissabon steht die Geschichte dieses außergewöhnlichen Konsuls im Mittelpunkt des Programms – wie die portugiesische Geschichte in der Zeit der Diktatur insgesamt. Der Blick richtet sich auch in die Gegenwart. Zu der gehört, dass Lissabon boomt und viele  Bewohner*innen aus der Stadt getrieben werden, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können.

Einige Programmpunkte:

  • Zeitzeugengespräch mit dem Enkel von Aristides Sousa Mendes
  • Das Leben als Flüchting in Lissabon während der NS-Zeit: historische Exkursionen
  • Besuch des Museu do Aljube
  • Lissabon, die gentrifizierte Stadt

Kosten  950,- Euro im Doppelzimmer (1080,- im Einzelzimmer) Unterkunft und Verpflegung (Halbpension), Eintritte, Führungen,
Transportkosten vor Ort

Ort  Hotel Empire, Av. Almirante Reis, nº. 130, Lissabon

Termin  13.- 19.Oktober 2024

Das Seminar ist bereits ausgebucht. Sie können sich nur noch auf der Warteliste eintragen.

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Wanderwoche: Der Teutoburger Wald im Fokus rechter Mythenbildung (21.-25.10.2024)

Der Teutoburgerwald und die Region Ostwestfalen-Lippe nehmen in der Geschichte des deutschen Rechtsextremismus eine besondere Rolle ein. Im Bildungsurlaub möchten wir uns auf Spurensuche begeben und uns wandernd gemeinsam diesen Orten und Geschichten nähern: Wie erklärt sich  zum Beispiel die Mythologisierung der Externsteine? Neben historischen Zugängen zum Thema sollen ebenfalls aktuelle Bezüge zu extrem rechten Strukturen und Akteur*innen in der Region aufgezeigt werden in dem wir mit Menschen und Initiativen ins Gespräch kommen, die sich vor Ort gegen Rechtsextremismus engagieren

Einige der Programmpunkte werden wir von Detmold aus per Wanderung durch den schönen Teutoburger Wald erreichen. Auch wenn es einige Hügel zu erklimmen gilt, können die Strecken auch von ungeübten Wandersleut* bewältigt werden. Entfernter gelegene Programmpunkte werden per ÖPNV beziehungweise gechartertem Bus erreicht.

Einige Programmpunkte

  • Historischpolitische Stadtführung durch Detmold
  • Besuch der Externsteine und des Hermannsdenkmals
  • Führung durch das Freilichtmuseum Oerlinghausen
  • Besuch der Erinnerungs und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 – 1945 inklusive Führung
  • Besuch der Gedenkstätte Stalag 326 in Stukenbrock-Senne
  • Austausch mit Initiativen, die sich vor Ort gegen rechte Strukturen engagieren

Kosten 450,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 490,- Euro), inklusive Vollpension, Programm vor Ort.

Ort Jugendherberge, Detmold

Termin   21.- 25.Oktober 2024

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„Wessen Morgen ist der Morgen?“ – Politische Lieder singen und ihre Geschichte erkunden (21.-25.10.2024)

In Arbeiter- und Protestliedern wird der Wut auf Unterdrückung und Ausbeutung und der Hoffnung auf eine friedliche, bessere Welt emotional Ausdruck verliehen. Sie erfüllen damit eine wichtige Funktion für die sozialen Bewegungen, aus denen sie hervorgehen. Das ist einer der vielen Gründe, warum das »Singen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung« 2014  in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes im Sinne der UNESCO aufgenommen wurde.

Unter musikalischer Begleitung werden wir Arbeiter- und Protestlieder aus verschiedenen Ländern und Zeiten singen und ihre Geschichte kennenlernen. Wir möchten uns darüber austauschen, welche Funktion das Singen solcher Lieder für uns persönlich hat und welche Erfahrungen wir damit bei Demonstrationen oder Protestaktionen gemacht haben. Es muss weder perfekte Gesangstechnik noch Arbeiterbewegungspathos, sondern lediglich Lust zu singen und Neugier auf bekannte und unbekannte Arbeiter- und Protestlieder mitgebracht werden.

Einige Programmpunkte

  • Buchvorstellung „Wessen Morgen ist der Morgen: Arbeiterlied und Arbeiterkämpfe in Deutschland“ (Köln 2023) durch den Autor Kai Degenhardt
  • Singen von Arbeiter- und Protestliedern aus verschiedenen Jahrhunderten unter wechselnder musikalischer Begleitung
  • Gespräche mit politischen Liedermacher*innen
  • Arbeiter- und Protestlieder von Brecht
  • Politische Lieder in der Gegenwart

Kosten 625,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 685,- Euro), inklusive Vollpension, Programm vor Ort, bei Bedarf Kinderbetreuung.

Ort  Akademie Waldschlösschen, Gleichen (bei Göttingen)

Termin   21.- 25.Oktober 2024

Dieser Bildungsurlaub findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW statt.

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Marseille – Fluchtort und Rettungshafen (03.-09.11.2024)

Marseille war jahrhundertelang ein Hafen für Menschen aus allen Ländern, die Zuflucht suchten, eine neue    Heimat finden wollten oder auf der Durchreise waren. Besondere Bedeutung erlangte Marseille in den Jahren der nationalsozialistischen Besatzung, als zahlreiche Exilant*innen aus Deutschland, Österreich und anderen besetzten Staaten versuchten, von Marseille aus in die Freiheit zu gelangen.

Eine wichtige Rolle für die Rettung Geflüchteter spielt Varian Fry, der im Auftrag amerikanischer Hilfsorganisationen zahlreichen Menschen die Flucht über das Meer oder die Grenze nach Spanien ermöglichte.In diesem Bildungsurlaub werden auf den Spuren Anna Seghers und Varian Frys historische Aspekte von Flucht und Emigration erkundet, Thema ist aber auch die aktuelle politische und soziale Situation der Migrant*innen.   PDF

Einige Programmpunkte

  • Exilstadt Marseille – auf den Spuren von Anna Seghers und Varian Fry
  • »Auf den Spuren der Exilanten«, Tagesausflug nach Sanary-sur-mer
  • Besuch der Gedenkstätte im ehemaligen Lager »Les Milles«, einer Ziegelei, die zwischen 1939 und 1941 als Internierungs-, und Deportationslager genutzt wurde
  • Treffen mit Vertretern der soziokulturellen Initiative»Coco Velten«, einem regionalen Projekt der Nationalen Initiative »Yes We Camp«
  • Rundgang durch die Altstadt Marseilles – zwischen Einwandererkultur und moderner Architektur

Kosten  800,- Euro im Doppelzimmer (940,- Euro im Einzelzimmer) inklusive Halbpension, alle Stadtführungen, Übersetzungen und Transporte vor Ort      

Ort  Aparthotel Adagio, Marseille

Termin 03.-09.11.2024 

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