Bildung unterwegs 2019

 Das "Bildung unterwegs" Programm für 2019 als pdf. Bei Aktualisierungen gelten die Angaben auf der Website.

Auf zur Leipziger Buchmesse. Büchertrends und Autor*innen begegnen (22.-24.03.2019)

Die Leipziger Buchmesse ist der Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche. Sie findet vom 23. bis 26. März 2019 statt. Die Besucher*innen der Leipziger Buchmesse haben Gelegenheit, die neuesten Büchertrends zu erforschen und Autor*innen zu begegnen. Schwerpunktland der Messe ist 2019 die Tschechischen Republik mit ihrer reichen Literatur. Parallel zur Messe findet im gesamten Stadtgebiet sowie auf dem Messegelände das Lesefestival »Leipzig liest« statt.

Einige Programmpunkte

  • Stadtführung und erster Messeeindruck
  • Gelegenheit zum Messebesuch am zweiten Tag

Kosten 250,- Euro, enthält Übernachtung im Doppelzimmer (300,- Euro im Einzelzimmer), Frühstück, Stadtführung, Hin- und Rückfahrt per Bahn (ab Bielefeld oder Herford Hbf), Eintritt zur Messe nicht enthalten, kein Bildungsurlaub

Unterkunft  Lindner Hotel Leipzig

Termin 22.-24. März 2019  

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Kunstmuseum Bonn: Eine Sammlung lebt – als vitaler Organismus! (30.03.2019)

Eine Museumssammlung ist mehr als ein Fundus einzelner Werke. Sie lebt – als vitaler Organismus – aus den vielfältigen Bezügen und Dialogmöglichkeiten, die die Arbeiten bieten und die einen Museumsbesuch im Idealfall zu einem inspirierenden Erlebnis machen. Im Kunstmuseum Bonn trifft mensch auf Macke, Beuys, Polke, Trockel und Palermo, doch gibt es zugleich viel Neues zu entdecken. Das Museum ist Teil der am Rhein gelegenen Museumsmeile.

Programmpunkte

  • Besuch des Kunstmuseums Bonn
  • Einführung und einen Gang durch die Ausstellung mit der Bielefelder Künstlerin Raphaela Kula. Sie setzt dabei eigene thematische Schwerpunkte und unterstützt individuelle Erkundungen.

Kunst gucken, Kunst erfahren, Kunst erleben... Kunsttagesfahrten 2019. Raphaela Kula betreibt ihr Atelier im Bielefelder Ostbahnhof. Sie malt, baut Objekte, schafft Installationen und führt Performances durch. www.atelier-ostbahnhof.de

Kosten  55,- pro Person ab Herford und Bielefeld mit dem Bus, Museumseintritt, inhaltliche Einführung und gemeinsamer Rundgang 

Ort  Bonn

Termin  Samstag, 30.03.2019         

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Marseille – Fluchtort und Rettungshafen (7.-13.04.2019)

Marseille war jahrhundertelang ein Hafen für Menschen aus allen Ländern die Zuflucht suchten, eine neue Heimat finden wollten oder auf der Durchreise waren. Besondere Bedeutung erlangte Marseille in den Jahren der nationalsozialistischen Besatzung als zahlreiche Exilant*innen aus Deutschland, Österreich und anderen besetzten Staaten versuchten von Marseille aus in die Freiheit zu gelangen. 

Eine wichtige Rolle für die Rettung Geflüchteter spielt Varian Fry, der im Auftrag amerikanischer Hilfsorganisationen zahlreichen Menschen die Flucht über das Meer oder die Grenze nach Spanien ermöglichte.
Wir werden in diesem Bildungsurlaub auf den Spuren Anna Seghers und Varian Frys historische Aspekte von Flucht und Emigration erkunden, uns aber auch mit der  aktuellen  politischen und sozialen Situation der Migrant*innen auseinandersetzen.

Einige Programmpunkte

  • Exilstadt Marseille – auf den Spuren von Anna Seghers und Varian Fry
  • Besichtigung der nationalen Gedenkstätte im Lager »Les Milles« in Aix en Provence
  • Treffen mit Vertretern von La Cimade. Die älteste und umfangsreichste Flüchtlingshilfsorganisation in  Frankreich, die noch heute aktiv ist
  • Rundgang durch die  Altstadt Marseilles – zwischen Einwandererkultur  und moderner Architektur

Kosten   630,- Euro im Doppelzimmer (770,- Euro im Einzelzimmer) inklusive Halbpension, alle Stadtführungen, Museumsbesuch Les Milles, Übersetzungen und Transporte vor Ort      

Ort  Hotel Grand Prado, Marseille

Termin 7.-13. April 2019

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Kaiserkult vor Flusslandschaft (14.04.2019)

1896 wurde das bombastische Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf der Porta Westfalica mit viel Pomp eingeweiht. 1944-45 war zwischen den Bergen ein Außenlager des KZ Neuengamme versteckt. 2015-18 wurde die Anlage aufwändig umgestaltet, mit einem Restaurant und einer Ausstellung ausgestattet. Wir wandern vom Bahnhof zum Denkmal auf dem Wittekindsberg hoch, genießen das Bergpanorama über der Weser und untersuchen den wilhelminischen Soldaten- und Kaiserkult auf seinem Weg in den Weltkrieg. Die Ausstellung des Landschaftsverbands reproduziert den Kult merkwürdig unkritisch. Jens Jürgen Korff M. A., Historiker und Naturschützer, leitet die kritische Exkursion.

Kosten  Keine Teilnahmegebühr, wer mag, kann etwas spenden.  

Ort  Porta Westfalica

Termin  Sonntag, 14. April 2019, Start um 10.30 Uhr am Bahnhof Porta Westfalica. Dauer circa 4 Stunden, inklusive Pause mit Möglichkeit sich zu stärken.

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La Retirada: Flucht über die Pyrenäen und Exil in Frankreich 1936-1939 (28.04.-04.05.2019)

La Retirada – »Der Rückzug«, nennen die Spanier die Flucht von 500.000 republikanisch Gesinnten vor Francos Truppen im Januar 1939 über die Pyrenäen nach Frankreich. Vorausgegangen waren im Juli 1936 der Militärputsch durch Franco, der darauf folgende Krieg gegen den Faschismus und der Versuch einer grundsätzlichen Umgestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft von unten. 

Die Flüchtlinge erlebten die Solidarität der französischen Bevölkerung an der Grenze, die jedoch schnell von staatlicher Gewalt abgelöst wurde. Hunger, Kälte, Brutalität und Verachtung herrschten in den Lagern am Strand und in den besonderen Gefängnissen.Trotzdem kämpften viele der spanischen Emigranten später in der »Résistance«, dem Widerstand gegen die Nazis. Was zeigt die Geschichte über die Interessen der europäischen Staaten am Vorabend des zweiten Weltkriegs? Und was lehrt sie uns in Bezug auf die heutige Flüchtlingspolitik?

Einige Programmpunkte

  • Grenzübergänge auf den Pässen der Pyrenäen: Hintergründe, Aufnahme der Flüchtlinge
  • Denkmal zur Erinnrung an Walter Benjamin (Port Bou)
  • Das Lager am Strand von Argelès
  • Besuch des Internierungslagers und des Museums Rivesaltes
  • Besuch der Maternité (Geburtshaus) von Elne: Gespräch mit einem dort Geborenen. Elisabeth Eisenbenz versteckte jüdische Mütter und Kinder und wurde ausgezeichnet als »Gerechte unter den Nationen« des Instituts Yad Vashem.

Kosten 650,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 700,- Euro), inklusive Halbpension, alle Führungen, Eintritte, Transporte vor Ort. 

Ort Hotel Regina, Amélie-les-Bains-Palalda (Frankreich), La Clairière

Termin 28. April - 4. Mai 2019

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Karl Marx & die Pariser Kommune. Eine Lese- und Entdeckungsreise nach Köln und Paris (6.-10.05.2019)

Am 18. März 1871, mitten im Deutsch-Französischen Krieg, riefen die Arbeiter*innen von Paris die »Pariser Kommune« aus. Die Kommunard*innen begannen, die Stadt nach sozialistischen Maßstäben zu verwalten. Knapp 9 Wochen später, am 28. Mai 1871, wurde die Pariser Kommune durch die Regierungstruppen blutig niedergeschlagen. Sie wurden dabei trotz der Kriegsgegnerschaft von den Deutschen unterstützt.

Obwohl die Kommune nur kurz währte, sorgte sie weltweit für Aufsehen. Karl Marx bezeichnete sie als »ruhmvolle(n) Vorbote(n) einer neuen Gesellschaft«. In diesem Bildungsurlaub möchten wir in die Zeit der Pariser Kommune eintauchen. Dazu werden wir Ausschnitte aus Karl Marx’ Schrift »Bürgerkrieg in Frankreich« lesen und uns mit der Darstellung der Kommune in Film, Musik, Kunst und Literatur beschäftigen. Als Abschluss reisen wir nach Paris, um die Originalschauplätze der Kommune kennenzulernen.

Einige Programmpunkte:

  • Stadtführung
  • Einführung: Geschichte der Pariser Kommune
  • Gemeinsame Lektüre von Ausschnitten aus Karl Marx‘ Schrift »Bürgerkrieg in Frankreich«
  • Stadtführung Köln: Auf den Spuren von Marx und Engels
  • Die Pariser Kommune in Kunst, Comic, Literatur; Musik und Film
  • Stadtführung Paris: Das Paris der Kommunarden

Kosten  650,- Euro im Doppelzimmer (725,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Halbpension, Seminarreader, Hin-und Rückfahrt Köln-Paris, zwei Stadtführungen   

Ort  Jugendherberge, Köln Deutz und Foyer le Pont, Parisy

Termin 6.-10. Mai 2019

In Kooperation mit der Rosa Luxemburg-Stiftung NRW

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Zwischen Lille und Metz: Nordfrankreich im Umbruch (13.-18.05.2019)

Mit dem Niedergang der Textilindustrie und später ab den 1970er Jahren auch der Eisen- und Stahlindustrie geriet die Region zwischen Lille und Metz in einen tief greifenden Strukturwandel. Dieser noch keineswegs abgeschlossene Prozeß prägt das Leben der dort lebenden Menschen. Er führt zu sozialen und politischen Verwerfungen, gegen die viele Menschen aktiv geworden sind.

Diesen Umbrüchen wollen wir vor Ort im Rahmen unseres Bildungsurlaubs in Besichtigungen und Exkursionen nachgehen. In Gesprächen mit  politisch Aktiven und Akteuren  erkunden wir, welchen Weg die Region einschlägt, und wie sich der Wandel auf die politischen Haltungen der Menschen dieser Region auswirkt.

Einige Programmpunkte

  • Mehrere Gespräche mit Menschen vor Ort.
  • Unter anderem mit: Christophe Lamarre, bekannt als der "Armenarzt" in Roubaix
  • Serge Jurczak, Bürgermeister von Sérémange-Erzange
  • mit Gewerkschaftern und Linken über den Kampf um die jungen Menschen und den Kampf gegen Resignation in verarmten Kommunen.
  • Exkursionen, Fahrten vor Ort, unter anderem:
  • Historial (Perrone),
  • neu gestaltete Gedenkstätte Verdun,
  • Hochofen in Pont-à-Maison,
  • Industriewüsten in Val de Fensch  

Leitung Anna Tüne (Courage gegen Fremdenhass e.V.) und Hermann Bueren (Arbeit und Leben im Kreis Herford)

Kosten 650,- Euro im Doppelzimmer (730,- Euro im Einzelzimmer) inklusive 2 x Abendessen, Eintritte und Transporte vor Ort

Unterkunft  Lille City Hotel, Lille; Hotel Bristol Metz Centre Gare, Metz

Termin 13.-18. Mai 2019  

Den ausführlichen Programmablauf können Sie hier als pdf sehen.

Ein Bildungsurlaub von Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS und dem Verein Courage gegen Fremdenhass.

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Weimar: 100 Jahre Bauhaus (24.-28.06.2019)

Das »Staatliche Bauhaus« in Weimar war vom Gründer Walter Gropius als eine Arbeitsgemeinschaft gedacht, in der die Unterscheidung zwischen Kunst und Handwerk aufgehoben werden sollte. Durch ihr Schaffen wollten die Mitarbeitenden des Bauhauses gesellschaftliche Unterschiede beseitigen. Als Konzept erlangte das Bauhaus internationale Bedeutung und beeinflusste Architektur, Gestaltung und Kunst weltweit. Als erste Wirkungsstätte des Bauhauses ist Weimar ein zentraler Ort des Jubiläums 2019.

Im Rahmen von Exkursionen und Stadtführungen erkunden wir die künstlerische und politische Bedeutung dieses Konzepts. Beleuchtet wird das Verhältnis des Bauhauses zum nationalsozialistischen Deutschland (Besuch des KZ Buchenwald) und zur stalinistischen  Sowjetunion. Die Autorin und Architektin Ursula Muscheler stellt anhand ihres Buches »Das rote Bauhaus« (Berenberg Verlag Berlin 2016) den Weg deutscher Architekten ins sowjetische Exil vor und erzählt deren Geschichte von Engagement, Hoffnungen und Scheitern.

Einige Programmpunkte

  • Stadtführung mit Schwerpunkt Bauhaus-Stätten in Weimar
  • Besichtigung des Bauhausmuseums
  • Besichtigung KZ Buchenwald
  • »Das rote Bauhaus: eine Geschichte von Hoffnung und Scheitern« (Ursula Muscheler)
  • Bauhaus Dessau Roßlau (Fahrt/Exkursion mit dem Bus)

Kosten 510,- Euro im Doppelzimmer (570,- Euro im Einzelzimmer) inklusive Halbpension, Eintritte und Transporte vor Ort

Ort  Bildungsstätte im Wielandgut, Oßmannstedt

Termin 24.-28. Juni 2019

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Natur und Kultur rund um den Teutoburger Wald (24.-28.06.2019)

Natur, Kultur und Geschichte rund um den Teutoburger Wald stehen im Mittelpunkt des fünftägigen Bildungsurlaubs. Ostwestfalen-Lippe wird sowohl durch größere attraktive Städte als auch durch eine reich strukturierte, vielfältige Natur- und Kulturlandschaft geprägt. Dort befinden sich viele kleine geschichtsträchtige Orte sowie ökologisch intakte Naturräume, die dazu einladen, auf Entdeckungsreise zu gehen.

Einige Orte und Landschaften dieser Region werden wir mit dem Fahrrad erkunden. Die Routen führen über bestens ausgebaute, leicht zu bewältigende und verkehrsarme Radwege und streifen dabei viele sehenswerte Zeugnisse der Geschichte dieser Region.

Einige Programmpunkte

  • Besuch des Kreismuseums Wewelsburg
  • Deutschlands größte Heidelandschaft: die Senne
  • Bielefeld: Auf den Spuren der Textilindustrie und ihrer Geschichte / Global Goals Radweg, ein Projekt zur globalen Nachhaltigkeit des Welthaus Bielefeld
  • Ostwestfalen im Krieg: Das Stammlager 326 und die Gedenkstätte in Augustdorf
  • Wanderarbeit im 19. Jahrhundert: Das Ziegeleimuseum in Lage

Kosten 390,- Euro, inklusive Halbpension, Programm vor  Ort

Ort Jugendgästehaus, Bielefeld

Termin 24.-28.06.2019

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Kestner Gesellschaft: Tja: Was ist Kunst? (Hannover, 29.06.2019)

»Tja: Was ist Kunst? Leere Kühlschränke? Merkwürdige Geräusche? Aber warum eigentlich nicht!« (Zitat aus dem kestnergästebuch | 2014). Zeitgenössische Kunst will wahrgenommen werden, darf herausfordern, soll reizen. Zeitgenössische Kunst kann Genuss bereiten, mag gelegentlich anecken, muss nicht immer verstanden werden. Zeitgenössische Kunst ist Dialog. Eine der erklärten Aufgaben der Kestner Gesellschaft ist es, jedem die Teilhabe an diesem Dialog zu ermöglichen. Egal ob alt oder jung, ob Museumsneuling oder Kunstexpertin, in der Kestner Gesellschaft sind alle willkommen, sich mit Kunst auseinanderzusetzen.

Programmpunkte

  • Besuch der aktuellen Ausstellung der Kestner Gesellschaft
  • Einführung und einen Gang durch die Ausstellung mit der Bielefelder Künstlerin Raphaela Kula. Sie setzt dabei eigene thematische Schwerpunkte und unterstützt individuelle Erkundungen.

Kunst gucken, Kunst erfahren, Kunst erleben... Kunsttagesfahrten 2019. Raphaela Kula betreibt ihr Atelier im Bielefelder Ostbahnhof. Sie malt, baut Objekte, schafft Installationen und führt Performances durch. www.atelier-ostbahnhof.de

Kosten  30,- Euro pro Person inklusive Hin- und Rückfahrt mit dem Zug (Gruppenticket), Museumseintritt, inhaltliche Einführung und gemeinsamer Rundgang

Ort  Hannover

Termin  Samstag, 29.06.2019         

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Amsterdam: Besetzung und Widerstand im Zweiten Weltkrieg (08.-12.07.2019)

Der Widerstand in Amsterdam und Umgebung gegen die deutsche Besetzung der Niederlande im Zweiten Weltkrieg steht bei diesem Bildungsurlaub im Mittelpunkt. Besondere Berücksichtigung findet dabei der Widerstand gegen die Deportation der jüdischen Bevölkerung und gegen die Zwangsarbeit holländischer Staatsbürger*innen. Auch soll die Bereitschaft zu Kollaboration mit der Besatzungsmacht thematisiert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars sind die psychischen Schwerstbelastungen und die psychischen Ressourcen der im Widerstand aktiven Akteur*innen. Wir nähern uns dem Thema mit Führungen, Gesprächen und Besuchen in Museen und genießen die Stadt mit dem Fahrrad.

Einige Programmpunkte

  • Stadtrundfahrt Amsterdam
  • Besuch des »het joodse historische Museum« mit Führung
  • Besuch des Anne Frank Museums mit Führung
  • Führung durch den Stadtteil »De plantagebuurt« und Besuch verschiedener Gedenkstätten des Widerstandes

Kosten  580,- Euro im Doppelzimmer (670,- Euro im Einzelzimmer), enthält Übernachtung mit Frühstück, Fahrten vor Ort, Eintritte und Führungen.

Ort  a&o Hostel, Amsterdam Zuidoost

Termin  08.- 12. Juli 2019

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Widerstand und Verfolgung in Frankreich zur Zeit der NS-Besatzung in der Region Drome/Dieulefit (14.-21.09.2019)

Die Region Drome und die Stadt Dieulefit im Süden Frankreichs sind bekannt für ihren Widerstand gegen jegliche staatliche Verfolgung. Angefangen von den Hugenotten im 16.Jahrhundert  bis zum bemerkenswerten zivilen Widerstand gegen die Verbrechen des Vichy-Regimes und gegen den Naziterror in der Zeit der deutschen Okkupation lebt in dieser Region eine Widerstandstradition, die bis heute anhält.
Das bemerkenswerteste Beispiel ist die Stadt Dieulefit, eine kleine Stadt mit rund 3.000 Einwohnerinnen, die während der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung über 1.000 Flüchtlinge und Verfolgte hat schützen, verstecken und ernähren können. Im Gespräch mit einer Zeitzeugin, durch Besichtigungen und Besuche vor Ort entsteht ein lebendiges Bild dieser ungewöhnlichen Region und ihres Widerstands.

Einige Programmpunkte

  • Ziviler Widerstand zur Zeit der Okkupation
  • Begegnung mit einer Widerstandskämpferin
  • Exkursion zur Cimade in Valence. Die Cimade ist die älteste und umfangreichste Flüchtlingshilfsorganisation in Frankreich. Flüchtlingshilfe gestern und heute
  • Begegnung mit Vertretern der linken Bewegung »France Insoumise«

Kosten  580,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 650,- Euro), inklusive Vollpension, Programm und Fahrten vor Ort 

Ort  Tagungshaus le Mas du Sillot, Grillon

Termin   14.-21. September 2019

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Thessaloniki: Erinnerungen an die deutsche Besatzung Griechenlands (30.09.-04.10.2019)

Über 300.000 Menschen fielen in Griechenland dem Besatzungsregime der Nationalsozialisten zum Opfer, neun von zehn Jüdinnen und Juden wurden in Vernichtungslager deportiert. Erst nach dem Ende der Militärdiktatur zu Beginn der 1970er Jahre begann eine öffentliche Auseinandersetzung mit der Zeit der deutschen Besatzung. Aspekte der Geschichte, die mit einer griechischen Identität in Konflikt treten können, wie beispielsweise Fragen der Kollaboration mit den Nazis und die Deportation der griechischen Jüdinnen und Juden, sind dabei bis heute umstritten.

In Thessaloniki mit seiner jahrhundertelangen jüdischen Geschichte können die Konflikte in der griechischen Erinnerungskultur im städtischen Raum erfahren  werden. Seit dem 100. Geburtstag der Stadt unter griechischer Herrschaft 2012 erhielt die Auseinandersetzung mit der Geschichte der deutschen Okkupation und des Holocaust mehr Aufmerksamkeit. 

Einige Programmpunkte

  • Stadtrundgang zur jüdischen Geschichte und zum Holocaust mit der Historikerin Rena Molho
  • Besuch der Kleinstadt Chortiatis und des Mahnmals zur Erinnerung an das Massaker der Wehrmacht an der Zivilbevölkerung des Dorfes
  • Treffen mit der erinnerungspolitischen Initiative vor Ort

Kosten 570,- Euro im Doppelzimmer (630,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Halbpension, alle Führungen, Eintritte, Transporte vor Ort

Ort  Parkhotel, Thessaloniki

Termin 30.9.-04.10.2019

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Aquitanien: Eine Region des freien Denkens und der Humanität (06.-12.10.2019)

Bordeaux ist die Hauptstadt der Region Aquitanien im Südwesten Frankreichs. Aufgrund ihrer Nähe zum Meer und zur spanischen Grenze war die Stadt ein Fluchtpunkt für politisch und »rassisch« Verfolgte, die sich in Vichy-Frankreich vor den Nationalsozialisten und den französischen Kollaborateur*innen zu retten versuchten.
Im Mittelpunkt des Programms stehen die Geschichte einiger Menschen, deren Wirken beispielhaft ist für Humanität und Menschlichkeit stehen. Dazu zählen der portugiesische Generalkonsul Aristides de Sousa Mendes, der circa 30.000 Menschen verschiedener Nationalitäten vor den Nazis, darunter 10.000 Juden rettete und in Israel als Gerechter unter den Völkern geehrt wird. Dazu zählt auch der Schriftsteller Heinrich Mann, Autor des Romans »Der Untertan«, der zu Kriegsbeginn nach Bordeaux flüchtet, um in die USA zu emigrieren.

Das ausführliche Programm zum Download als pdf

Einige Programmpunkte

  • Stadtführung Bordeaux, Denkmal und Erinnerungstafel A. de Sousa am Haus des Quai Louis XVIII
  • Besuch des Château de Montaigne
  • Stadtführung mit Château de Pau von Henri IV, Lesung aus Heinrich Manns »Henri IV«
  • Die Gedenkstätte des Lagers Gurs, Ort der Inhaftierung und Deportation vieler Juden (Hannah Arendt) und deutscher Nazi-Gegner

Kosten 730,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer mit Zuschlag), inklusive Frühstück, Fahrten und Eintritte vor Ort. 

Ort  Hotels in Bordeaux und Pau

Termin 6.-12. Oktober 2019

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Bitte beachte(n) (Sie) unsere Geschäftsbedingungen. Darin gibt es auch eine Regelung für den Fall eines Rücktritts vor Fahrtbeginn (hier als pdf).