Bildung unterwegs 2021

Passau-Wien Eindrücke

Widerstand und Verfolgung in Frankreich zur Zeit der NS-Besatzung in der Region Drome/Dieulefit (12.-17.09.2021)

Die Region Drome und die Stadt Dieulefit im Süden Frankreichs sind bekannt für ihren Widerstand gegen jegliche staatliche Verfolgung. Angefangen von den Hugenotten im 16.Jahrhundert bis zum bemerkenswerten zivilen Widerstand gegen die Abscheulichkeiten des Vichy-Regimes und gegen den Naziterror in der Zeit der deutschen Okkupation lebt in dieser Region eine Widerstandstradition, die bis heute anhält. Das bemerkenswerteste Beispiel ist die Stadt Dieulefit, eine kleine Stadt mit rund 3.000 Einwohnerinnen, die während der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung über 1.000 Flüchtlinge und Verfolgte hat schützen, verstecken und ernähren können. Im Gespräch mit einer Zeitzeugin, durch Besichtigungen und Besuche vor Ort entsteht ein lebendiges Bild dieser ungewöhnlichen Region und ihres Widerstands.

Einige Programmpunkte

  • Ziviler Widerstand zur Zeit der Okkupation (Vortrag Bernard Delpal) 
  • Begegnung mit der Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir 
  • Hermann Nuding/Ella Rumpf: Zwei Deutsche in der Resistance
  • Flüchtlingshilfe gestern und heute: Die Flüchtlingsorganisation Cimade aus Valence 
  • Der protestantische Widerstand: Besuch des Hugenottenmuseums in Poet-Laval 

Kosten 680,- Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmer 780,- Euro), inklusive Vollpension, Programm und Fahrten vor Ort 

Ort  L'Auberge de l'Escargot d'Or, Dieulefit

Termin   12.-17. September 2021

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Natur und Kultur rund um den Teutoburger Wald (13.-17.09.2021)

Natur, Kultur und Geschichte rund um den Teutoburger Wald stehen im Mittelpunkt des fünftägigen Bildungsurlaubs. Ostwestfalen-Lippe wird sowohl durch größere attraktive Städte als auch durch eine reich strukturierte, vielfältige Natur- und Kulturlandschaft geprägt. Dort befinden sich viele kleine geschichtsträchtige Orte sowie ökologisch intakte Naturräume, die dazu einladen, auf Entdeckungsreise zu gehen.

Einige Orte und Landschaften dieser Region werden wir mit dem Fahrrad erkunden. Die Routen führen über bestens ausgebaute, leicht zu bewältigende und verkehrsarme Radwege und streifen dabei viele sehenswerte Zeugnisse der Geschichte dieser Region.

Einige Programmpunkte

  • Besuch des Kreismuseums Wewelsburg
  • Deutschlands größte Heidelandschaft: die Senne
  • Bielefeld: Auf den Spuren der Textilindustrie und ihrer Geschichte / Global Goals Radweg, ein Projekt zur globalen Nachhaltigkeit des Welthaus Bielefeld
  • Ostwestfalen im Krieg: Das Stammlager 326 und die Gedenkstätte in Augustdorf
  • Wanderarbeit im 19. Jahrhundert: Das Ziegeleimuseum in Lage

Kosten 410,- Euro im Doppelzimmer (490,- Euro im Einzelzimmer, 250,- Euro ohne Unterkunft), inklusive Halbpension, Programm vor Ort

Ort Jugendgästehaus, Bielefeld

Termin 13.-17.09.2021

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Berlin: documenta. Politik und Kunst (27.-28.09.2021)

Im Deutschen Historischen Museum Berlin wird aktuell eine Ausstellung gezeigt, die sich mit der Geschichte einer anderen Ausstellung: der documenta – ohne Zweifel die wichtigste wiederkehrende Kunstschau in Deutschland. – befasst.

Die Ausstellung in Berlin dokumentiert, dass ein großer Teil der frühen documenta-Macher in nationalsozialistischen Organisationen aktiv war, allen voran der geistige Kopf der ersten vier documenta-Ausgaben Werner Haftmann. Mit kunstgeschichtlichen Argumentationen deutete er den Nationalsozialismus zu einer Kulturbarbarei um, schloss gleichzeitig jüdische Künstler aus, inszenierte die fast ausschließlich männlichen Künstler als widerständigen Genies und setzte die abstrakte Bildsprache als Ausdruck der Freiheit der gegenständlichen Malerei und dem sozialistischen Realismus entgegen. Durch selten gezeigte künstlerische Arbeiten werden diese Ausschlüsse sinnlich anschaulich und zu wichtigen, auf der documenta gezeigten Werken in Beziehung gesetzt.

Vorab laden wir am 21. 9. um 18 Uhr zu einem Treffen zum Kennenlernen und zur inhaltlichen Vorbereitung in die auto-kultur-werkstatt Bielefeld ein.

  Einige Programmpunkte

  • Besuch der Ausstellung am 27. September, Führung, Ausstellungsbegleitung durch Dr. Irene Below
  • Kulturelle Aktivitäten in Berlin

Kosten  150,- Euro im Doppelzimmer (180,- Euro im Einzelzimmer) inklusive Bahnfahrkarte, ohne Bahnfahrkarte 50,- Euro weniger, enthält Übernachtung mit Frühstück, Führung durch die Ausstellung, Museumseintritt

Ort  Gästehaus Lazarus, Berlin

Termin  27.- 28. September 2021

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Thessaloniki: Erinnerungen an die deutsche Besatzung Griechenlands (10.-15.10.2021)

Über 300.000 Menschen fielen in Griechenland dem Besatzungsregime der Nationalsozialisten zum Opfer, neun von zehn Jüdinnen und Juden wurden in Vernichtungslager deportiert. Erst nach dem Ende der Militärdiktatur zu Beginn der 1970er Jahre begann eine öffentliche Auseinandersetzung mit der Zeit der deutschen Besatzung. Aspekte der Geschichte, die mit einer griechischen Identität in Konflikt treten können, wie beispielsweise Fragen der Kollaboration mit den Nazis und die Deportation der griechischen Jüdinnen und Juden, sind dabei bis heute umstritten.

In Thessaloniki mit seiner jahrhundertelangen jüdischen Geschichte können die Konflikte in der griechischen Erinnerungskultur im städtischen Raum erfahren  werden. Seit dem 100. Geburtstag der Stadt unter griechischer Herrschaft 2012 erhielt die Auseinandersetzung mit der Geschichte der deutschen Okkupation und des Holocaust mehr Aufmerksamkeit. 

Einige Programmpunkte

  • Stadtrundgang zur jüdischen Geschichte und zum Holocaust mit der Historikerin Rena Molho
  • Besuch der Kleinstadt Chortiatis und des Mahnmals zur Erinnerung an das Massaker der Wehrmacht an der Zivilbevölkerung des Dorfes
  • Treffen mit der erinnerungspolitischen Initiative vor Ort

Kosten 590,- Euro im Doppelzimmer (650,- Euro im Einzelzimmer), inklusive Halbpension, alle Führungen, Eintritte, Transporte vor Ort

Ort  Parkhotel, Thessaloniki

Termin 10.-15.10.2021

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Marseille – Fluchtort und Rettungshafen (10.-16.10.2021 und neu 24.-30.10.2021)

Marseille war jahrhundertelang ein Hafen für Menschen aus allen Ländern die Zuflucht suchten, eine neue Heimat finden wollten oder auf der Durchreise waren. Besondere Bedeutung erlangte Marseille in den Jahren der nationalsozialistischen Besatzung als zahlreiche Exilant*innen aus Deutschland, Österreich und anderen besetzten Staaten versuchten von Marseille aus in die Freiheit zu gelangen. 

Eine wichtige Rolle für die Rettung Geflüchteter spielt Varian Fry, der im Auftrag amerikanischer Hilfsorganisationen zahlreichen Menschen die Flucht über das Meer oder die Grenze nach Spanien ermöglichte. Wir werden in diesem Bildungsurlaub auf den Spuren Anna Seghers und Varian Frys historische Aspekte von Flucht und Emigration erkunden, uns aber auch mit der  aktuellen  politischen und sozialen Situation der Migrant*innen auseinandersetzen.

Einige Programmpunkte

  • Exilstadt Marseille – auf den Spuren von Anna Seghers und Varian Fry
  • »Auf den Spuren der Exilanten«, Tagesausflug nach Sanary-sur-mer
  • Treffen mit Vertretern von La Cimade. Die älteste und umfangreichste Flüchtlingshilfsorganisation in Frankreich, die noch heute aktiv ist
  • Rundgang durch die  Altstadt Marseilles – zwischen Einwandererkultur  und moderner Architektur

Kosten   640,- Euro im Doppelzimmer (790,- Euro im Einzelzimmer) inklusive Halbpension, alle Stadtführungen, Übersetzungen und Transporte vor Ort      

Ort  Hotel Grand Prado, Marseille

Termin 10.-16. Oktober 2021 (ausgebucht)

Neuer zweiter Termin 24.-30. Oktober 2021

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Bitte beachte(n) (Sie) unsere Geschäftsbedingungen. Darin gibt es auch eine Regelung für den Fall eines Rücktritts vor Fahrtbeginn (hier als pdf).