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Das Programm zur Filmreihe »über treten« im .pdf-Format hier zum herunterladen.

 

 

 

Filmreihe 2017 ›über treten‹

Wir freuen uns, auch 2017 eine  Filmreihe zeigen zu können. Nach der Überschrift »über winden« folgt nun »über treten«. Insgesamt zeigen wir nun zum zwölften Mal eine Filmreihe, deswegen haben wir der Reihe nun auch einen Untertitel gegeben: 12. Herforder Filmtage. Sie sind herzlich eingeladen!

Alle Filme laufen im Capitol-Kino, Elisabethstr. 1a, Herford. Der Eintritt zu den Abendveranstaltungen ist frei, ein Austritt erwünscht!

Der Saal im Erdgeschoss ist barrierefrei erreichbar. Eine Reservierung für die Abendveranstaltungen ist leider nicht möglich.

 

Vorab: Leben

Im Vorprogramm zeigen wir den Kurzfilm »Leben«. Der Film beschäftigt sich mit der Smartphone-Abhängigkeit in unserer heutigen Gesellschaft und zeichnet ein tristes, schwarz-humorvolles Bild von Protagonisten, die ihre Realität komplett ins Digitale verlagert haben. Lorenz Vetter produzierte ihn als Abschlussarbeit seines Kommunikationsdesigns-Studiums an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg.

Kino vor allem, aber nicht nur, für Seniorinnen und Senioren am 15. November, 14.30 Uhr, ebenfalls im Capitol-Kino: Toni Erdmann (Film mit Eintritt) Mehr zum Film Mehr zum Film: http:/tonierdmann-derfilm.de

 

Vorführungen extra für SchülerInnen

Im Rahmen der Filmtage bieten wir drei Schulveranstaltungen an, und zwar am 14., 21. und 28.11.2017, jeweils um 11 Uhr. Wir zeigen drei aktuelle Dokumentarfilme, die besonders für Schulklassen geeignet sind und von ExpertInnen begleitet werden: "I am not your negro", "Embrace - Du bist schön" und den Film "I´m too sexy for my...", den wir auch in einer Abendveranstaltung zeigen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung erforderlich.

Informationen zu den Schulveranstaltungen finden Sie, wenn Sie auf diesen Link klicken

 

 

Ein Dorf sieht schwarz

Montag, 6. November 2017

19:30 Uhr | EIN DORF SIEHT SCHWARZ

Was passiert, wenn eine kongolesische Familie in den 1970er Jahren mitten in der französischen Provinz aufschlägt? Diese Frage beantwortet diese herrliche Culture-Clash-Komödie, die im Frühjahr 2017 auch in einigen Kinos in Deutschland zu sehen war.
Marly-Gormont heißt das verschlafene Nest, in dem der kongolesische Arzt Seyolo Zantako seine Praxis eröffnen will. Er weiß von der Ärzteknappheit in der ländlichen Region und sieht seine Chance. Doch der Start dort ist für ihn schwer, er begegnet jeder Menge vorurteilsbeladener Menschen. Zantako versucht, Barrieren abzubauen und die Dorfbewohner für sich zu gewinnen. Als ein Kandidat bei der Bürgermeisterwahl Fremdenhass schürt, spitzt sich die Lage zu.

Regisseur Julien Rambaldis hat eine wahre Geschichte aufgegriffen und künstlerisch bearbeitet. Und obwohl er die Geschichte 40 Jahre zurück erzählt, sind die Parallelen zur Gegenwart unübersehbar. Ein charmanter Spielfilm mit viel Herz, inmitten der rauen Kulisse von Kuhmist, viel Grau und bräunlich-matschigen Feldern. Eine Komödie auch deshalb, weil die Hauptfigur weiß, dass Lachen immer noch eine sehr gute Medizin gegen Vorurteile ist. Es werde Licht!
Mehr zum Film: http://www.ein-dorf-sieht-schwarz.de


Filmpartner // Volkshochschule im Kreis Herford (VHS). Als kommunales Weiterbildungszentrum bietet die VHS im Kreis Herford umfassende Möglichkeiten zur allgemeinen, politischen, beruflichen, gesundheitlichen, kulturellen und sprachlichen Weiterbildung. www.vhsimkreisherford.de

 

 

 

Daniel Blake

Montag, 13. November 2017

19:30 Uhr | ICH DANIEL BLAKE

Ken Loach zeigt in ›Ich, Daniel Blake‹ den Kampf eines Arbeitslosen ums Überleben im britischen Sozialstaat. Der ›Spiegel‹ schrieb: »Eine Geschichte, die umso politischer ist, weil Loach sie schmerzhaft alltäglich erzählt«. Für »Ich, Daniel Blake« übernahm Ken Loach noch einmal die Regie und erzählt die Geschichte eines Mannes, den ein Herzinfarkt aus der Bahn wirft Er kann nicht mehr arbeiten und muss sich erstmals in seinem Leben ans Amt wenden. Dort wird seine menschliche Existenz umgewandelt in eine Nummer.

Der Film brilliert mit nahezu dokumentarischen Bildern. Und der kalte Raum eines Amtes ist Ausgangspunkt einer Annäherung. Daniel Blake trifft Katie. Die beiden kommen sich näher.  Doch zugleich ist über sein Antrag auf eine Rente immer noch nicht entschieden. Hilfe kommt nicht vom Amt, aber von ande-ren Menschen, die die Lage von ihm und Katie verstehen. Ein großartiger Film. Er erhielt 2016 die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes und wurde 2017 als bester britischer Film ausgezeichnet.
Mehr zum Film: www.daniel-blake.de

Filmpartner // Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS
Als Bildungseinrichtung im Kreis Herford ist Arbeit und Leben vor allem in der politischen Bildung aktiv. Ein Schwerpunkt liegt in Seminaren für Mitarbeitervertretungen und Betriebsräte. Darüber hinaus engagiert sich Arbeit und Leben in weiteren Projekten beispielsweise gegen Rechtsextremismus.

ver.di-Ortsverein Herford. Die Vereinte Dienstleistungsgewerk-schaft ist vor allem in den Dienstleistungsbranchen aktiv und und vertritt die Interessen der Beschäftigten in Betrieben und Verwaltungen. hermi.verdi.de

 

 

Good kill

Montag, 20. November 2017

19:30 Uhr | GOOD KILL

Good Kill ist ein moderner Anti-Kriegsfilm des Regisseurs Andrew Niccol aus dem Jahr 2014. Thomas Egan (Ethan Hawke), US-Air-Force-Offizier, war früher selbst Pilot, heute fliegt er mit dem Joystick Drohnenangriffe aus einem Bürocontainer auf einem Militärgelände in Nevada, USA, heraus. Die CIA diktiert ihm Ziele, die er mit seinem Gewissen nicht mehr vereinbaren kann. Er flüchtet zunehmend in Alkohol, seine Ehe droht zu scheitern.
Der Spielfilm ist angenehm weit entfernt von jeglichem  Hurra-Patriotismus, vielmehr setzt er eine Kriegsführung aus der Luft in Szene, die inzwischen alltäglich ist und weitestgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit viele Tote fordert. Er zeigt die Seite derjenigen, die die Drohnen befehlen und die Raketen abfeuern.

Ein spannender und kritischer Film, der in den Kinos in Deutschland nicht zu sehen war. Umsomehr freuen wir uns, ihn in einer synchronisierten Fassung im Rahmen unserer Filmreihe zeigen zu können.


Filmpartner // Amnesty International Gruppe Herford
Amnesty International ist eine weltweit agierende und unabhängige Mitgliederorganisation. Auf der Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wendet sich Amnesty International gegen schwer wiegende Verletzungen der Rechte eines jeden Menschen auf Meinungsfreiheit, auf Freiheit von Diskriminierung sowie auf körperliche und geistige Unversehrtheit. http://amnesty-owl.de

IPPNW / Ärzte in sozialer Verantwortung. Im IPPNW-Arbeitskreis Flüchtlinge/Asyl werden besonders die medizinischen Aspekte der Flüchtlingspolitik kritisch bearbeitet, z.B. Traumatisierung, Folterfolgen, Reisetauglichkeit, Altersdiagnostik, Behandlung von Menschen ohne Papiere. www.ippnw.de

 

 

 

Too sexy

Montag, 27. November 2017

19:30 Uhr | I´M TOO SEXY FOR MY...

Heutige Mädchen und junge Frauen gehen mit Sexismus anders um als in den frauenbewegten 70 und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Protagonistinnen setzen sich in dem 45-minütigen Dokumentarfilm intensiv mit dem Thema auseinander und schildern dabei ihr Erleben von Sexismus und ihren Umgang damit. Sie berichten von ihren Eindrücken, Erfahrungen, Ängsten und Wünschen, ohne sich dabei in einer Opferrolle festzuschreiben. Inhaltlich geht es dabei unter anderem um Klischees und traditionelle Rollenbilder von Mann und Frau, Sexismus in der Schule, in der Ausbildung und am Arbeitsplatz oder auch um positiv gemeinten Sexismus wie Beschützer oder Kavalier sein.
Der Film sensibilisiert männliche wie weibliche ZuschauerInnen für das Thema, will Verständnis für Genderaspekte erzeugen und das Zusammenleben aller mit gleichen Chancen unterstützen.

Anschließend zeigen wir ein Expertinnen-Interview mit Anne Wizorek, Medienberaterin und Netzfeministin und Autorin des Buches »Weil ein Aufschrei nicht reicht: Für einen Feminismus von heute«.

Filmpartnerin // Arbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsstellen / Frauen- und Mädchenprojekte im Kreis Herford
Die Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten im Kreis Herford setzen sich innerhalb und außerhalb der Kommunalverwaltungen für die Gleichstellung und Chancengleichheit von Frauen und Männern ein. Die Mitarbeiterinnen der Frauen- und Mädchenprojekte beraten und begleiten Frauen und Mädchen therapeutisch in krisenhaften Lebenssituationen.

 

 

Die andere Seite

Montag, 4. Dezember 2017

19:30 Uhr | DIE ANDERE SEITE DER HOFFNUNG

Der neue Film des großen Aki Kaurisäki. Khaled, ein junger Syrer, gelangt als blinder Passagier nach Helsinki. Dort will er Asyl beantragen. Wikström ist ein fliegender Händler für Männerhemden und Krawatten. In der Mitte des Lebens angekommen, verlässt er seine Frau und gibt seinen Job auf. Von dem Geld, das er beim Pokern gewinnt, kauft er ein heruntergewirtschaftetes Restaurant. Als die Behörden entscheiden, Khaled in die Ruinen von Aleppo zurückzuschicken, beschließt er, illegal im Land zu bleiben. Wikström findet ihn schlafend im Innenhof.

Der Spielfilm erzählt davon, dass Melancholie ein rebellischer Zug der Hoffnung innewohnen kann. Und er zeigt das Leben als Wechselspiel von Menschlichkeit und kaltem Realismus. »Das ist alles sehr menschlich, mit sehr viel Humor erzählt – ein wunderbarer Film«, urteilt Deutschlandradio Kultur. Aki Kaurismäki wurde auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2017 mit dem Silbernen Bären für die Beste Regie ausgezeichnet.

Filmpartner // IPPNW / Ärzte in sozialer Verantwortung. Im IPPNW-Arbeitskreis Flüchtlinge/Asyl werden besonders die medizinischen Aspekte der Flüchtlingspolitik kritisch bearbeitet, z.B. Traumatisierung, Folterfolgen, Reisetauglichkeit, Altersdiagnostik, Behandlung von Menschen ohne Papiere. www.ippnw.de

Flüchtlingsbegleiter- / Friedensgruppe Herford. Die Flüchtlingsbegleitergruppe hat unter anderem das Ziel, Flüchtlingen bei angstbesetzten Behördengängen zur Seite zu stehen. Kontakt Flüchtlingsbegleitgruppe ahorn-s@gmx.de

 

 

Schulveranstaltungen

Dienstag, 14. November 2017, 11:00 Uhr | I AM NOT YOUR NEGRO

»I am not your negro« ist ein in diesem Jahr veröffentlichter Dokumentarfilm von Raoul Peck, der in die Zeit der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA vor allem in den 50er und 60er Jahren des 19. Jahrhunderts eintaucht.

Ausgangspunkt des 95-minütigen Films ist ein Textentwurf von James Baldwin für seinen unvollendeten Roman »Remember This House, eine Geschichte der Schwarzen in den Vereinigten Staaten«. Baldwin erörtert die Ereignisse anhand des Weges, den drei seiner Freunde gingen: der Menschenrechtsanwalt Medgar Evers, 1963 ermordet, Malcom X, 1965 ermordet, und Martin Luther King, 1968 ermordet.  

Der Film fand weltweit Beachtung und wurde hochgelobt: Er zeige nicht nur dieses wichtige Kapitel der Geschichte, sondern sei auch eine Aufforderung an die Zuschauer, die eigene Toleranz und die eigenen Handlungen zu hinterfragen, schrieb die Kritik. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben und eignet sich besonders für die Sekundarstufe 2.

Die Filmvorführung wird begleitet von der Bildungsreferentin Katharina Vorderbrügge.

 

 

Dienstag, 21. November 2017, 11:00 Uhr | I`M TOO SEXY FOR MY...

Der Film ist ab 0 Jahren freigegeben und eignet sich ab der Sekundarstufe 1. Filmbeschreibung siehe bei weiter oben, da der Film auch im Abendprogramm läuft.

Die Filmvorführung wird begleitet von den Filmpartnerinnen: Arbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsstellen / Frauen- und Mädchenprojekte im Kreis Herford

 

Dienstag, 28. November 2017, 11:00 Uhr | EMBRACE - DU BIST SCHÖN

Wie gefährlich sind Schönheitsideale? In ihrer Dokumentation entlarven Taryn Brumfitt und Nora Tschirner den Schönheitswahn unserer Gesellschaft. Wer schön ist, ist auch erfolgreich, nur wer schlank ist, kann auch glücklich sein –  so ungefähr lauten Schönheitsideale. Und so entsteht gerade bei Jugendlichen ein falsches Körperbild. Die andauernde mediale Verbreitung dieser Ideale – schlank, fit und möglichst ein Leben lang jung – hat schwere Konsequenzen. Vor allem Frauen lernen früh, ihren Körper zu hassen und entwickeln psychische Krankheiten, Esstörungen oder Depressionen, weil sie denken, einem irrealen Schönheitsbild entsprechen zu müssen. Brumfitts Dokumentation untersucht, wie diese Entwicklung umgekehrt werden kann, um stattdessen ein positives Körperbild zu gewinnen.

Der  86-minütige Film hat keine Altersbeschränkung. Wir empfehlen den Film ab der 8. Klasse.

Die Filmvorführung wird begleitet von der Bildungsreferentin Katharina Vorderbrügge.

 

Anmeldung zu den Schulveranstaltungen

Der Eintritt zu den Schulveranstaltungen ist frei. Eine vorherige Anmeldung ist nötig. Anmeldungen und mehr Informationen gerne bei Arbeit und Leben, Ulrike Heusinger, fon 05221/27 57 256 oder ulrike.heusinger@aul-heford.de

Falls Sie inhaltliche Fragen zu den Filmen haben, können Sie sich auch gerne bei Katharina Vorderbrügge (I am not your negro, Embrace) 0177.8217349 oder Karola Althoff-Schröder (I`m too sexy for my...) 05221. 189-463 melden.

 

 

 

Die Filmreihe ›über treten‹ wird in Kooperation mit NRWeltoffen durchgeführt.