Seminare für Personalrätinnen und Personalräte 2019

Grundlagen des TVöD (13.-15.02.2019, Herford)

Der TVöD ist  eine der wichtigsten Rechtsquellen zur Regelung von Arbeitsverhältnissen in Betrieben und Dienststellen. Das Seminar vermittelt komprimierte Grundkenntnisse zum TVöD anhand von praktischen Beispielen, um den TVöD in der täglichen Praxis kompetent und rechtswirksam anzuwenden. Erläutert und vorgestellt werden die Mitbestimmungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der Betriebs- und Personalräte, die bei der Umsetzung einzelner Bestandteile des TVöD eine Rolle spielen. PDF

Einzelthemen

  • Überblick über den Aufbau und die Inhalte des TVöD
  • Allgemeine Arbeitsbedingungen im TVöD: Arbeitsvertrag, Befristung/Beendigung des Arbeitsverhältnisses
  • Überblick Arbeitszeitgestaltung: Arbeitszeitkonten und -korridor
  • Umsetzung der Regelungen im Betrieb
  • Mitbestimmung des Betriebsrats/Personalrats

Referentin Andreas Noetzel (PR-Vorsitzender), Peter Schröder (Arbeit und Leben)

Termin & Ort 13. - 15. Februar 2019, ver.di-Tagungsraum, Herford

Kosten inkl. Mwst. 450,- Euro Seminarpauschale, zzgl. 75,- Euro für Verpflegung

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Grundlagen zur Arbeitszeit- und Dienstplangestaltung (18.-21.02.2019, Bad Salzuflen)

Arbeitszeit und Dienstpläne sollen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in kleinen Schritten transparent und nachvollziehbar werden. Die Mitbestimmung kann somit – auch bei kritischen Situationen – Stück für Stück zielgerichtet und dauerhaft realisiert werden.

Strategien und verschiedene Optionen der Interessenvertretungen verdeutlichen mögliche Herangehensweisen zur Umsetzung auch längerfristiger Ziele.

Im Vordergrund stehen dabei die Aspekte des Spannungsfeldes "Interessen der Beschäftigten – Gesundheitsschutz – betriebliche Anforderungen". PDF

Arbeitszeit "rund-um-die-Uhr"

  • Definitionen: Schichten im Tag- und Nachtdienst

  • Beginn und Ende von Schichten = Dauer der täglichen Arbeitszeit

  • Wege-, Umkleide- und Rüstzeiten, Übergaben und Pausen

Verteilung der Arbeitszeit auf die Wochentage

  • Durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit: Arbeitstage und Ausgleichszeiträume

  • Ruhezeiten zwischen den Schichten

  • Arbeit an Samstagen, Sonn- und Feiertagen: Grundsätze, Ausgleich und Vergütung

Außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit

  • Ruf- und Bereitschaftsdienst, Arbeitsbereitschaft, Mehrarbeit und Überstunden

Arbeitszeitkonten

  • Plus-und Minusstunden, Regeln und Grundsätze

Arbeitszeit in der Praxis: die Dienstplanung

  • Anforderungen an Dienstpläne – manuell geschrieben oder elektronisch unterstützt

  • Das Planungsverfahren: Zuständigkeiten, Fristen und Mitbestimmung

  • Umgang mit Verstößen und Fehlern in Dienstplänen

Auf der Grundlage der jeweils geltenden Gesetze, Tarife, Dienst-/ Betriebsvereinbarungen und Arbeitsverträge werden die einzelnen Elemente der Arbeitszeit Schritt für Schritt vorgestellt und ausführlich erörtert. Anschließend werden in kleinen Gruppen Beispiele für die Praxis erarbeitet, im Plenum präsentiert und diskutiert.

Referent  Bernhard Baumann-Czichon (Rechtsanwalts-Kanzlei Baumann-Czichon, Bremen)

Termin 18.-21. Februar 2019

Ort Best Western Hotel, Bad Salzuflen

Kosten inkl. Mwst. 540,- € Seminarpauschale zzgl. 395,- € für Unterkunft/ Verpflegung, 230,- € ohne Unterkunft

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Die Arbeitsbedingungen zum Thema machen (18.-20.03.2019, Bielelfeld)

Um die Arbeitsbedingungen  der Beschäftigten zu verbessern, muss der Betriebs- und Personalrat diese kennen. Welche Interessen haben unsere Beschäftigten? Wie steht es um ihre Arbeit, wo liegen die Probleme? Was gute oder schlechte Arbeitsbedingungen sind, das können nur die Beschäftigten selbst beurteilen. Eine einfache Methode, dieses gemeinsam mit den Beschäftigten herauszufinden, ist die Arbeitssituationserfassung. Dieses Verfahren dient dazu, Informationen über Belastungen und Interessen der Beschäftigten zu gewinnen und gemeinsam über Möglichkeiten der Veränderung zu sprechen. Mit Hilfe dieser Methode lassen sich Bewertungen der Arbeitsbedingungen vornehmen und anschließend Maßnahmen zur Gesundheit der Beschäftigten ableiten.

Im Seminar wird die Methode Arbeitssituationserfassung vorgestellt. Es werden die Handlungsmöglichkeiten für die Personalräte diskutiert. Wie die aus der der Arbeitssituationserfassung gewonnen Erkenntnisse für die Arbeit der Interessenvertretung und für den Betrieb (z.B. Arbeitsschutzausschuss, Gefährdungsbeurteilung) genutzt werden können, wird aufgezeigt.

Einzelthemen

  • Arbeitssituationserfassung: Grundlagen, Nutzen und Ziele der Methode
  • Übungen zur Vorgehensweise und methodischem Ablauf
  • Psychische Belastungen und Gefährdungsbeurteilung
  • Arbeitsbedingungen bewerten, Maßnahmen ableiten
  • Die Mitbestimmungsrechte der Interessenvertretung bei der Gefährdungsbeurteilung (§5 Arbeitsschutzgesetz, § 87BetrVG)

Referenten  Andreas Kramer (Arbeitswissenschaftler), Peter Schröder, Hermann Bueren (Arbeit und Leben)

Termin & Ort  18.-20. März 2019, Das Bunte Haus, Bielefeld-Sennestadt

Kosten inkl. Mwst. 490,- Euro Seminarpauschale zzgl. 360,- Euro Unterkunft & Verpflegung; 180,- Euro ohne Unterkunft

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Gefährdungsbeurteilung und Aufgaben der Interessenvertretung – Belastungen abbauen, Arbeitsbedingungen verbessern (25.-28.03.2019, Ascheberg)

Die Gefährdungsbeurteilung ist eine gesetzliche Aufgabe des Arbeitgebers. Eine qualitativ nachhaltige Gefährdungsbeurteilung ist nur mit Mitbestimmung der Interessenvertretung und der aktiven Beteiligung der Belegschaft sinnvoll. Deshalb ist es wichtig, dass die Interessenvertretung eine umfassende Übersicht erhält über die Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung, die Rechte der Interessenvertretung und der Belegschaft und die z.Zt. verbreiteten Verfahren der Organisation und Durchführung der Gefährdungsbeurteilung.

Das Seminar erläutert die Absichten des Gesetzgebers und diskutiert häufig vorkommende Fragestellungen bei der Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung. Vorgestellt werden die Chancen, die den Betrieben aus solchen Maßnahmen erwachsen und die Grundzüge eines für den Betrieb passenden Konzeptes und einer dazu gehörenden Betriebs- und Dienstvereinbarung. Vorgesehen ist der Besuch der Arbeitsschutzausstellung (DASA) in Dortmund.  pdf

Einzelthemen

  • Rechtliche Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung
  • Rechte und Aufgaben der Interessenvertretung und der Belegschaft
  • Funktion der Gefährdungsbeurteilung mit Blick auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Verfahren und Organisation der Gefährdungsbeurteilung
  • Anforderungen der Berufsgenossenschaften, der Gewerbeaufsicht und der "Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie" (GDA)

Referent  Sascha Stockhausen (Fachkraft für Arbeitsschutz, Hamburg)

Termin & Ort  25.-28. März 2019, Hotel Clemens-August; Ascheberg (bei Münster)

Kosten inkl. Mwst. 580,- Euro Seminarpauschale zzgl. 430,- Euro Unterkunft & Verpflegung; 190,- Euro ohne Unterkunft

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Interessen vertreten – argumentieren - verhandeln (25.-29.03.2019, Horn-Bad Meinberg)

Neben Fachkenntnissen erfordert die Aufgabe als InteressenvertreterIn auch Verhandlungsgeschick, eine klare Ausdrucksweise und Überzeugungskraft gegenüber den Beschäftigten und dem Arbeitgeber. In diesem Seminar werden Methoden und Techniken der Gesprächsführung und Verhandlungsführung vorgestellt und vertieft, um die Sitzung des Gremiums, die Betriebs-, bzw. Mitarbeiterversammlung oder das regelmäßige Gespräch mit dem Arbeitgeber zielgerichtet durchzuführen.  pdf

Einzelthemen

  • systematische Verhandlungsvorbereitung und Gesprächsführung
  • Argumente und Forderungen einsetzen
  • Wie führe ich Beratungsgespräche und Sprechstunden?
  • Übungen und Analysen zu Verhandlungen und Beratungsgespräche

Referentin Ulrike Heise (Lehrtrainerin für soziale Kompetenz, Kassel)

Termin & Ort  25.-29. März 2019, Hotel Zum Stern, Horn-Bad Meinberg)

Kosten inkl. Mwst. 680,00 € Seminarpauschale zzgl.  590,00 € mit Übernachtung/Verpflegung, 230,00 € ohne Übernachtung

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Aufbauseminar LPVG: Mitbestimmungs – und Beteiligungsrechte des Personalrats (08.-10.04.2019, Herford)

Mitbestimmung und Beteiligung bei personellen und sozialen Angelegenheiten gehören zu den wichtigsten Aufgaben  von Personalräten. Ergänzend zu dem Seminar „Einführung LPVG  (PR 1)“ wird in diesem Seminar erläutert und geübt, wie Beteiligungsrechte wahrgenommen werden.

Im Mittelpunkt des Seminars stehen alle Maßnahmen und Fragen, die der Mitbestimmung unterliegen. Gemeinsam werden Handlungsmöglichkeiten erarbeitet, wie Personalräte sich für die Angelegenheiten aller Beschäftigten einsetzen und betriebliche Prozesse beschäftigtenorientiert und konstruktiv mitgestalten können.  pdf

Einzelthemen

  • Formen und Verfahren der Mitbestimmung und Mitwirkung
  • Beteiligung bei personellen und sozialen Angelegenheiten
  • Beteiligung bei organisatorischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten
  • Wirksame Wahrnehmung der Überwachungsfunktion des Personalrats bei Schutznormen und Tarifverträgen
  • Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Dienststelle und Vierteljahresgespräche

Referent  Walter Steding (ehemalig Rechtsschutz LAG Hamm)

Termin & Ort  8.-10. April 2019, ver.di Büro, Herford

Kosten inkl. Mwst. 270,00 € Seminarpauschale zzgl. 90,00 € Verpflegung/Tagungspauschale

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Suchtverhalten am Arbeitsplatz – Analyse und Handlungsempfehlungen für die betriebliche Interessenvertretung (30.06.-05.07.2019, Berlin)

»Sorgen ertrinken nicht im Alkohol –sie können schwimmen«. Jede/r siebte Deutsche hat einen riskanten Umgang mit Alkohol oder ist von Medikamenten abhängig . Noch erschreckender ist die Zahl derer, die im Graubereich leben. Suchtkrankheiten machen vor Werkstoren keinen Halt. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Produktivität eines Unternehmens und auf das Betriebsklima. Maßnahmen zur betrieblichen Suchtprävention und konkrete Hilfe im Einzelfall werden vor diesem Hintergrund immer wichtiger.

Das Seminar richtet sich an betriebliche Interessenvertretungen, welche sich mit den Ursachen und Auswirkungen von Suchterkrankungen am Arbeitsplatz sowie mit den betrieblichen Möglichkeiten zur Reaktion und zur Prävention auseinander setzen wollen.

Einzelthemen

  • Hintergrundwissen zum Thema Sucht als Krankheit
  • Kernprozesse eines betrieblichen Suchtpräventionsprogramms
  • Konstruktiver Umgang mit suchtgefährdeten und suchtkranken KollegInnen im betrieblichen Alltag
  • Rolle, Aufgaben und Rollenkonflikte der betrieblichen Interessenvertretung

Referentin Ulrike Heise, Lehrtrainerin und Supervisorin; Lehrbeauftragte Hochschule Ludwigshafen am Rhein

Termin & Ort  30. Juni - 5. Juli 2019, Dämeritz Seehotel, Berlin

Kosten inkl. Mwst. 690,- Euro Seminarpauschale zzgl. 730,- Euro Unterkunft & Verpflegung; 380,- Euro ohne Unterkunft

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Leistungsdruck und Haftung in Behandlung und Pflege (23.-24.09.2019, Herford)

Ständiger Arbeitsdruck spielt für immer mehr Beschäftigte in der Pflege eine bedeutende Rolle. Beschäftigte fühlen sich ihren Aufgaben nicht mehr gewachsen, trauen sich aber nicht bei unzumutbaren Arbeitsbelastungen »Nein« zu sagen. Gerade bei hieraus entstehenden Gefahrensituationen ist die Entlastungsanzeige oft der einzige Weg, sich abzusichern und Hilfe anzufordern. Einsatz und Inhalte dieser Anzeige werden im Seminar vorgestellt und diskutiert. Der zweite Teil des Seminars verschafft einen Überblick über die Grundsätze, unter denen sich Arbeitnehmendehaftbar machen und Gefahr laufen, Kollegen oder dem Arbeitgeber Schadensersatz leisten zu müssen. Die Frage, welche Rolle der Arbeitgeber spielt und welche Pflichten er hat, stellt einen weiteren Schwerpunkt dar.   PDF

Einzelthemen

  • Leistungsdruck und Überlastungsanzeige: Form und Inhalt einer Überlastungsanzeige | Konkrete Überbeanspruchung im Arbeitsverhältnis | Kollegen richtig schützen | Überlastungsanzeige durch den BR, PR bzw. der MAV? Hilfe von außen?
  • Rechtliche Grundlagen der Entlastungsanzeige:  Neben- und besondere Schutzpflichten aus dem Arbeitsvertrag | Fürsorgepflicht des Arbeitgebers und Haftung gegenüber Dritten | Folgen von Pflichtverletzungen im Arbeitsverhältnis
  • Haftung und Schadensersatz: Arbeitnehmer gegenüber Arbeitnehmer und Arbeitgeber | Wie sollte sich der Arbeitnehmer verhalten? | Darlegungs- und Beweislast im Prozess
  • Handlungsmöglichkeiten der Interessenvertretung: Unterstützung des Arbeitnehmers | Betriebs/Dienstvereinbarung zur Haftung

ReferentInnen Walburga Erichsmeier (ver.di Sekretärin Herford-Minden-Lippe), Stefan Chatziparaskewas (Fachanwalt für Arbeitsrecht, Minden)

Termin & Ort  23.-24. September 2019, ver.di Büro, Herford

Kosten inkl. Mwst. 390,- Euro Seminarpauschale zzgl. 60,- Euro Verpflegung/Tagungspauschale

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Das Betriebliche Eingliederungsmanagement und die Handlungsmöglichkeiten des PR (07.-11.10.2019, Münster)

Der Arbeitgeber ist mit dem ›Betrieblichen Eingliederungsmanagement‹ (BEM) verpflichtet, für jeden Beschäftigten, der länger als 6 Wochen innerhalb von 12 Monaten krank ist, geeignete Maßnahmen anzubieten mit dem Ziel, einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen und die Beschäftigungsfähigkeit zu sichern. Oftmals werden aber nur Krankenrückkehrgespräche angeboten oder das BEM dient dazu, dass diese jetzt eingeführt werden sollen.

Im Seminar werden praxisnah Kenntnisse vermittelt, die einen Einblick in die vielfältigen Maßnahmen sowie in die weit reichenden Regelungsmöglichkeiten des BEM geben. Die rechtlichen Grundlagen dieses Prozesses, die Ansprüche der Betroffenen und die Handlungsmöglichkeiten des PR werden in diesem Seminar diskutiert und vorgestellt.

Einzelthemen

  • Aufgabe des Betrieblichen Eingliederungsmanagements nach § 84SGB IX
  • BEM und krankheitsbedingte Kündigung
  • Muss ein Arbeitnehmer etwas über seine Krankheit offenbaren?
  • Was kann die Interessenvertretung bei krankheitsbedingten Kündigungen tun?
  • Betriebliche Umsetzung und Verfahrensweisen beim BEM
  • Beteiligungsrechte der Interessenvertretung und der Schwerbehindertenvertretung
  • Verzahnung mit dem betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz

Referentin  Mira Gathmann (Fachanwältin für Arbeitsrecht, Bremen)

Termin & Ort  07.-11. Oktober 2019; Seehotel Krautkrämer, Münster

Kosten inkl. Mwst. 680,- € Seminarpauschale zzgl. 730,- € Unterkunft/ Verpflegung; 320,-€ ohne Unterkunft

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